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EUSTORY: Hintergrund

Unsere Ziele

Wertedialog

Geschichte trennt und verbindet. Ein tieferes Verständnis für Fragen von gemeinsamer oder unterschiedlicher Identität und der jeweiligen historischen Erinnerung jenseits der eigenen nationalen Grenzen kann daher nur derjenige gewinnen, der sich aktiv mit der Vergangenheit auseinandersetzt und sich grenzübergreifend mit anderen darüber austauscht. Jugendliche und junge Erwachsene in Europa mit historisch-politischen Bildungsangeboten zu unterstützen und einen Dialog über nationale, ethnische und religiöse Grenzen hinweg zu fördern ist das Ziel von EUSTORY, dem Geschichtsnetzwerk für junge Europäer.

Geschichte von unten

Die Geschichtswettbewerbe des Netzwerks ermutigen Schüler, ihre Lokal- und Familiengeschichte nach dem Modell des deutschen Geschichtswettbewerbs zu erforschen. Damit setzen sie sich mit Geschichte von unten auseinander, wie sie nicht im Schulbuch steht. Ihre Recherchen bereichern die Erinnerungskultur ihrer Länder, indem sie auch vergessene oder verdrängte Lebensgeschichten und Ereignisse tradieren. Durch ihre neu erworbenen Kompetenzen können die Jugendlichen auch den öffentlichen Umgang mit Geschichte in ihren Ländern hinterfragen.

Europa gestalten

Preisträger der europäischen Geschichtswettbewerbe kommen regelmäßig bei Begegnungen und Debatten zu Fragen europäischer Geschichte, Gegenwart und Identität zusammen. Dadurch lernen sie, Grenzen zu überwinden und Europa als Chance wahrzunehmen. Im Dialog mit Vertretern des öffentlichen Lebens, Journalisten, Zeitzeugen und Experten setzen sie sich mit Grundprinzipien demokratischen Handelns auseinander und gewinnen dadurch Selbstvertrauen als mündige Bürger Europas. Darüber hinaus bietet EUSTORY seinen Netzwerkmitgliedern regelmäßig Möglichkeiten zum grenzübergreifenden Erfahrungsaustausch. 

Wettbewerbe

Regelmäßig werden von EUSTORY-Mitgliedern nationale Geschichtswettbewerbe in über 20 Ländern durchgeführt, an denen jedes Jahr über 12.000 Schüler teilnehmen. Die Organisatoren schreiben wechselnde Rahmenthemen aus, zu dem sich die Teilnehmer einen lokal- oder familiengeschichtlichen Zugang suchen. Die Schüler recherchieren Material bei Zeitzeugen oder in Archiven, bilden sich eigene Urteile und präsentieren ihre Ergebnisse. Seit Gründung des EUSTORY-Netzwerks im Jahr 2001 sind so insgesamt über 190.000 Beiträge entstanden. Unterstützt werden die nationalen Wettbewerbe von einem dichten Netz an Partnerinstitutionen und etwa 3.500 Freiwilligen.

Die EUSTORY-Geschichtswettbewerbe werden zu immer neuen historischen Themen ausgeschrieben, so z.B. »Polen und Russen im 20. Jahrhundert – aufgezeichnete und gelöschte Geschichten«, »Grenzen«, »Meine Familie im Licht der Geschichte« oder »Lokale Geschichte mit den Augen des Fotografen«.
Auch nationale Themen sind in den Ausschreibungen zu finden, bspw. »Estlands Weg zur Demokratie«, »Finnen gegen Finnen – Spuren von 1918 in unserer Erinnerung«, »Immigranten in Italien in den 1980er und 1990er Jahren« oder »Die Hungersnot in der Ukraine 1933«.

Informationen zu aktuellen Ausschreibungen (englisch): www.eustory.eu/eustory-competitions

Das Netzwerk

Das EUSTORY-Netzwerk umfasst über 20 nationale Mitgliedorganisationen, die in ihren Ländern Geschichtswettbewerbe für Schüler ausrichten. Das internationale Büro des Netzwerks betreibt die Körber-Stiftung in Hamburg. Darüber hinaus wird die Arbeit von einer internationalen Steuerungsgruppe unterstützt.

Weitere Informationen (englisch): http://www.eustory.eu/steering-committee

Katja Fausser
Programmleiterin
EUSTORY; History Campus
Körber-Stiftung
Hamburg, Deutschland
E-Mail fausser@eustory.eu

Karsten Korbøl
Norwegischer Geschichtsverband (HIFO)
Norwegen
E-Mail karsten.korbol@frittord.no

Foto: Caroline Reistad/Fritt Ord

Miguel Monteiro de Barros
Portugiesischer Geschichtslehrerverband (APH)
Portugal
E-Mail aph@netcabo.pt 

Foto: privat

Shamir Yeger
Mandel Foundation
Jerusalem, Israel
E-Mail yeger450@gmail.com 

Foto: Mandel Foundation/School for Educational Leadership

Grundsätze

Die Mitgliedsorganisationen des Netzwerks haben sich auf drei grundlegende Dokumente verständigt: die »EUSTORY Charter«, die »EUSTORY Rules« und das »EUSTORY Memorandum of Understanding«. In der Charter aus dem EUSTORY-Gründungsjahr 2001 sind Mission und Ziele des Netzwerks festgeschrieben, die »EUSTORY Rules« halten allgemeine Kriterien und den methodologischen Hintergrund der von den EUSTORY Mitgliedern durchgeführten Wettbewerbe fest. Das »EUSTORY Memorandum of Understanding« beischreibt Aktivitäten und Strukturen des Netzwerks.

EUSTORY Memorandum of Understanding

Download (PDF-Datei)

EUSTORY Charter

Download (PDF-Datei)
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