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EUSTORY
  • Foto: Körber-Stiftung /<br />David Ausserhofer

  • - Meldung

    EUSTORY-GeschichtsCamp zur Entwicklung europäischer Demokratien

    Am 27. August startete ein EUSTORY-GeschichtsCamp in Oslo. Eine Woche lang begaben sich 25 Preisträger von 12 nationalen Geschichtswettbewerben zum Thema »Nationale Verfassungen und europäische Demokratien in Zeiten der Krise« in der norwegischen Hauptstadt auf Spurensuche.

    Die norwegische Partnerstiftung Fritt Ord setzt sich in ihrer Arbeit für Pluralismus und Meinungsfreiheit in den Gesellschaften Europas ein. Im Jahr 2014 begeht Norwegen den 200. Jahrestag seiner demokratischen Verfassung, die Anfang 1814 den Grundstein für die Unabhängigkeit des Landes legte. Die in dieser Verfassung verankerten Institutionen und Prinzipien bilden bis heute das Fundament des norwegischen Staates, ihre Entstehungsgeschichte gilt aktuell immer noch als Vorbild demokratischer Entwicklungsprozesse in Europa. Auf der Basis des historischen Jahrestages, an den in Norwegen mit zahlreichen Veranstaltungen und Publikationen erinnert wird, beschäftigten sich die EUSTORY-Preisträger während ihres Aufenthaltes in Oslo mit verschiedensten Aspekten von Demokratie und Pluralismus in Europa.

    Welche Bedeutung Demokratie heute hat, wie es um die Demokratien in Europa bestellt ist und welche demokratischen Werte jungen Europäern persönlich wichtig sind, diskutieren die Teilnehmer in Gesprächen mit jungen norwegischen Parlamentsabgeordneten unterschiedlicher Fraktionen. Auf diese Weise bekamen sie einen Einblick in die politische Realität in Norwegen heute und erkundeten, welchen Beitrag junge Erwachsene zu einer demokratischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts leisten können.

    Um die Rolle der Medien als »Vierte Gewalt im Staat« ging es bei Hintergrundgesprächen mit Journalisten der führenden norwegischen Zeitung »Aftenposten« und mit Vertretern eines der größten norwegischen Verlage. Ihr Wissen zur Wechselwirkung zwischen Medien und Demokratie konnten die 25 EUSTORY-Preisträger am 1. September im Rahmen der öffentlichen Europe@Debate-Veranstaltung des FutureLab Europe zur Rolle der digitalen und sozialen Medien für die Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit noch weiter vertiefen.

    Neben der Politik und den Medien widmete sich das Programm des GeschichtsCamps aber auch gesellschaftlichen Akteuren, die sich für die Wahrung demokratischer Grundrechte engagieren oder die Entstehung von gesellschaftlichen Konflikten auf nationaler und internationaler Ebene analysieren. So trafen die jungen Europäer u.a. mit dem Generalsekretär von Amnesty International Norwegen und der norwegischen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsbeauftragten zusammen, besuchen das Nobel-Friedenszentrum und diskutierten mit dem Direktor des Norwegischen Instituts für Internationale Beziehungen.

    Ihre Erfahrungen und Arbeitsergebnisse hielten die jungen Europäer in einem täglichen Seminarblog sowie in Reportagen und Beiträgen für eine eigene Seminarzeitung fest, die auf dem History Campus veröffentlicht wurde.

    Das Netzwerk EUSTORY regt junge Europäer zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit zentralen Gegenwartsfragen der europäischen Geschichte an und verbindet zivilgesellschaftliche Organisationen in 25 Ländern Europas, die nationale Geschichtswettbewerbe durchführen. Über 170.000 Jugendliche haben sich bislang an den Wettbewerben beteiligt, rund 1.000 von ihnen nahmen bisher an europäischen EUSTORY-Begegnungen teil.

    Informationen zur Partnerstiftung Fritt Ord (englisch)

    Zum Nachbericht auf dem History Campus (englisch)


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