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EUSTORY

Meldung

»Winds of Change – Transitions in Europe«

Das Jahr 1989 ist ein Symbol für die Wendezeit in Europa. 30 Jahre später bringt der EUSTORY Next Generation Summit vom 15. bis 19. Oktober 120 junge Menschen aus 30 Ländern Europas und seinen Nachbarstaaten in Berlin zusammen. Sie fragen danach, wie die Menschen die Wendezeit erlebten und was vom Traum eines geeinten Europas noch übrig ist.

Welche Hoffnungen und Euphorie weckte die Wende und wie wurde diese dann durch langwierige politische und wirtschaftliche Herausforderungen zu einer Keimzelle der Enttäuschung? Die Stadt Berlin, die wie keine andere für diese Wendezeit steht, dient als Leinwand, um die Frage nach gesellschaftlicher Transformation aus verschiedenen Perspektiven zu bearbeiten: In acht Workshops stehen dabei aber nicht nur schlaglichtartig Ost- und Mitteleuropa im Mittelpunkt, darüber hinaus werfen die Teilnehmenden im Alter von 16 bis 25 auch den Blick auf die spanische »Transicíon« der 1970er Jahre und den Westbalkan nach dem Zerfall Jugoslawiens in den 1990er Jahren.

Anhand dieser Themen und Regionen bearbeiten die Teilnehmenden nicht nur die Geschichten ihrer eigenen Familie, ihrer Region oder ihres Landes, sondern wagen sich im grenzüberschreitenden Dialog auch an die Themen, die noch heute konfliktgeladen sind: Wie gehen Menschen mit verschwindenden oder sich verschiebenden Grenzen um, die Gesellschaften jahrzehntelang trennten? Welche Methoden können nachfolgende Generationen entwickeln, um Traumata und spannungsgeladene Aspekte der Vergangenheit aufzuarbeiten? Wie können junge Menschen Geschichte nicht nur als Zankapfel, sondern als Startpunkt für internationale Verständigung nutzen?

In den Workshops experimentieren die jungen Teilnehmenden zusammen mit Experten aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Journalismus, probieren vielfältige Vermittlungsformen aus und präsentieren die Ergebnisse ihrer inhaltlichen Arbeit zum Beispiel in einer multimedialen Videopräsentation, einer begehbaren Audioinstallation, oder in einer Inszenierung des Erinnerten, Vergessenen und Verdrängten. So werden die Teilnehmenden in einem Workshop fotografische Collagen erstellen und darin persönliche Familiengeschichten zur Wendezeit mit eigenen Aufnahmen symbolischer Orte Berlins verweben.

Zwei Workshops werden in Kooperation mit institutionellen Partnern ausgerichtet: 

Der Workshop »Getting Glocal«, in dem die Entwicklung der Ostseeregion seit 1989 im Mittelpunkt steht, findet in Kooperation mit dem Council of Baltic Sea State Secretariat (CBSS) und der Unterstützung des Auswärtigen Amts statt und ist Teil des Baltic Sea Youth Dialogue-Programms des CBSS

Im Workshop »Theatres of Memory« werden Fragen nach dem Erinnern und Vergessen historischer Ereignisse thematisiert. Dieser Workshop wird in Zusammenarbeit mit der spanischen Stiftung Real Maestranza de Caballería de Ronda organisiert, die auch den spanischen EUSTORY-Wettbewerb ausrichtet.

Mehr zu den Workshops und Aktivitäten im Rahmen des EUSTORY Next Generation Summit 2019 gibt es unter eustorysummit.org.


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