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EUSTORY

Junge Europäer rufen zu Engagement für den Frieden auf

Fünf Tage lang befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in sieben Workshops gemeinsam mit der Frage, welche Lehren Europa aus der Beschäftigung mit Konflikten der Vergangenheit für die Bewahrung von Frieden und offenen Gesellschaften heute ziehen kann. In unterschiedlichen Formaten arbeiteten sie u.a. zu den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg, zu neuen Formen der Erinnerungskultur, dem Umgang mit Nazi-Raubkunst, zur Erinnerungskultur im Stadtraum mit Denkmälern oder zum Westfälischen Frieden 1648.

Ihre Ergebnisse präsentierten sie in kreativen Formen; so entstand beispielsweise aus der Arbeit mit Zeitzeugen eine packende Inszenierung zu Fragen des zivilen Ungehorsams, und die Beschäftigung mit steingewordener Geschichte mündete in selbst entworfenen Denkmälern zur Bedeutung von Krieg und Frieden. Eine Gruppe formulierte am Ende ihrer Arbeit zu Fragen von Schuld und Verantwortung unter der Leitung von Dan Wolf und Dennis Stoecker mit einem starken Appell für Zivilcourage und Engagement:

Auch auf der politischen Ebene konnten sich die jungen Europäer Gehör verschaffen: Eine Delegation des EUSTORY Summits war zu Gast bei »Youth for Peace«, der Jugendbegegnung des Deutsch-Französischen Jugendwerks und seiner Partner. Dort wurden Friedensbotschaften von 500 jungen Europäern an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron übergeben. 

Wichtige Begegnungen in konfliktreichen Zeiten

Die jungen Europäer scheuten sich in der Zusammenarbeit beim EUSTORY Summit nicht, schwierige Themen anzugehen und sich auch mit kontroversen Positionen auseinanderzusetzen. So kamen sich Teilnehmende aus der Ukraine und Russland beim Summit näher: »Wegen des Krieges hatte ich etwas Angst davor, dass auch Russen beim Summit sein würden. Aber jetzt sind wir sogar Freunde und das gibt mir Hoffnung, dass es eine Lösung für den Konflikt geben kann.« Und auch andere Teilnehmende berichten: »Beim Summit konnte ich das erste Mal die Menschen hinter den Konflikten sehen und die unterschiedlichen Perspektiven auf die gleichen Fragen erkennen.«

Und was bleibt?

Jeder der sieben Summit-Workshops hatte sich ein intensives Programm vorgenommen. Deshalb begann die Vorbereitungszeit auch schon vorab: In den virtuellen Klassenzimmern des History Campus Portals begannen die jungen Europäer bereits sechs Wochen vor dem Start in Berlin mit einer intensiven Einarbeitung. Trotz, oder vielleicht auch gerade wegen der anspruchsvollen Angebote durch die verschiedenen Experten und Pädagogen beurteilten viele Teilnehmende die Arbeit in ihren Workshops als unvergessliche Erfahrung. »Es hat sich ausgezahlt, dass wir die Jugendlichen vor und während des Summits fordern und herausfordern – die Rückmeldungen der Workshopleiter und Teilnehmenden bestärken uns darin, den Jugendlichen auch weiter viel zuzutrauen«, beschreibt Katja Fausser, die in der Körber-Stiftung das EUSTORY-Netzwerk leitet.

Labor für internationale Verständigung

Für viele der jungen Europäer war es die erste Erfahrung einer so international zusammengesetzten Gruppe. Viele der Teilnehmenden sind sicher, dass sie prägende Erfahrungen gemacht haben, von denen sie noch lange zehren werden: »Ich bin offener geworden und nehme viele Freundschaften mit nach Hause. Ich habe zusätzliche Kompetenzen erworben und komplett neue Perspektiven bekommen. Das bereichert mich persönlich und ich kann Geschichte aus ganz neuen Richtungen analysieren«, beschreibt eine Teilnehmerin.

Neben der intensiven Arbeit in den einzelnen Workshops gab es auch attraktive Angebote für die gesamte Gruppe: eine »europäische Familienaufstellung«, bei der Teilnehmer mit persönlich gestalteten Europakarten ihre Sicht auf den aktuellen Stand des Kontinents kommentierten, eine Stadtrallye, eine Friedensgalerie, etc. Im Mittelpunkt standen dabei immer die Begegnung mit anderen jungen Menschen aus den insgesamt 25 Ländern und das interkulturelle Lernen. 

»Beim Summit konnte ich anderen Menschen und Kulturen kennenlernen. Wir haben uns über unser Lebensweisen ausgetauscht. Ich habe jetzt mehr Verständnis für andere«, fasst ein Teilnehmer seine Erfahrungen zusammen. Nach fünf Tagen mit intensiven Begegnungen und Austausch hatten die jungen Europäer nicht nur neue Freundschaften entwickelt, sondern auch erfahren, wie Geschichte als Labor für internationale Verständigung funktionieren kann.

Weitere Impressionen und Ergebnisse finden Sie im Retrospect auf dem History Campus.
Hier erfahren Sie mehr über den EUSTORY Summit 2018.
Lesen Sie hier den Bericht zur Auftaktveranstaltung, an der über 500 junge Europäer teilnahmen.
Wie sehen junge Menschen die Geschichte von Krieg und Frieden? Hier geht es direkt zu den jungen Stimmen.
Pressemeldung zur gemeinsamen Auftaktveranstaltung mit dem DFJW.

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