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Exil heute – künstlerische Produktionsresidenzen
   

Exil heute – künstlerische Produktionsresidenzen

Das Thema Exil auf die Bühne zu bringen und innovative künstlerische Formate einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen – das ist das Ziel des Projekts Exil heute – künstlerische Produktionsresidenzen. Seit 2021 vergibt die Körber-Stiftung gemeinsam mit dem internationalen Produktionshaus Kampnagel Hamburg Residenzen für Theater-, Performance- oder Tanzprojekte, die sich mit dem Thema Exil beschäftigen.

Raum und Gehör finden sollen Erfahrungen von politischer Repression, Widerstand, Verfolgung, Vertreibung und vom Ankommen in einem neuen Land, die Beschäftigung mit Identität und Zugehörigkeit im Exil sowie Gedanken zur theoretischen und politischen Bedeutung des Exils in der Gesellschaft. Angestrebt wird dabei zugleich eine künstlerisch-innovative Formsprache.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird jährlich ausgeschrieben. In den Jahren 2021, 2022 und 2023 laden Körber-Stiftung und Kampnagel jeweils drei Projekte zu ein- bis sechswöchigen Residenzen nach Hamburg ein. Die finalen Bühnenarbeiten werden auf Kampnagel gezeigt. Workshops und Werkstattgespräche sollen dem Publikum zudem Einblicke in den Arbeits- und Probenprozess ermöglichen.

Meldungen

– Meldung

Kampnagel und die Körber-Stiftung vergeben ab 2020 erstmals Residenzen für künstlerische Projekte, die sich mit dem Thema Exil beschäftigen. »Exil heute – künstlerische Produktionsresidenzen« fördern die Produktion bzw. Fertigstellung neuer oder adaptierter Bühnenarbeiten aus den Genres Theater, Performance und Tanz.

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Ausschreibung

Die Ausschreibungsphase für die Produktionsresidenzen - Exil heute mit zwei Produktionen für 2022 hat begonnen. Bewerbungen sind bis zum 1. Juli 2021 (verlängerte Deadline) einzureichen. Gefragt sind innovative künstlerische Formate, die auf der Bühne das Thema Exil in seiner Vielschichtigkeit aufzeigen und dabei auch Bezug zur Erinnerungskultur aufnehmen.

Bedingungen und Ausschreibungstext (PDF)   Bewerbungsformular (PDF)

Auswahljury

Die Entscheidung über die Förderung fällt eine fünfköpfige Jury, bestehend aus je zwei Vertreterinnen von Kampnagel und der Körber-Stiftung sowie einer externen Person mit Expertise auf dem Themengebiet des Exils aus dem Kunst- und Kulturbereich. In 2021 wird Ronya Othmann diese Rolle übernehmen. Sie ist Autorin und Journalistin mit kurdisch-jesidischen und deutschen Wurzeln. Sie schreibt u.a. für die Taz, den Spiegel und Zeit-Online. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. Für ihren Debütroman »Die Sommer« erhielt Othmann 2020 den Mara-Cassens-Preis. Außerdem organisierte die Autorin 2015 das Kurdische Filmfestival in Leipzig und saß in der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok, Kurdistan, Irak.

Toufic El Masri

Programmleiter Exilprojekte, Körber-Stiftung

Lena Kollender

künstlerische Mitarbeit (Co-Kuratorin/Dramaturgie), Internationales Sommerfestival Kampnagel

Uta Lambertz

Dramaturgie und strategische Kooperationen, Kampnagel

Stephanie Lubbe

Programmleiterin Theater und Musiktheater, Körber-Stiftung

Ronya Othmann

Autorin

Kooperationspartner

Kampnagel

Kampnagel ist ein weltweit bekanntes internationales Produktionshaus, das neben zeitgenössischen darstellenden Künsten auch Konzerte, Konferenzen und eine Vielzahl unterschiedlicher Festivals und Themenschwerpunkte präsentiert. Auf den sechs Kampnagel-Bühnen werden die Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler und die der lokalen Hamburger Szene gezeigt. Das Programm bildet ein breites Spektrum an ästhetischen Positionen und wegweisenden Tendenzen in Theater, Tanz, Performance, Musik, Bildender Kunst und Architektur ab. Mit dem »Migrantpolitan« hat Kampnagel einen Aktionsraum für, von und mit Künstlerinnen und Künstlern im Exil geschaffen, die an diesem Ort ihre kulturelle Selbstbestimmung praktizieren und gleichsam an die professionelle künstlerische Arbeit in der freien Szene herangeführt werden. Die Beispiele künstlerischer Bühnenproduktionen zur Exil-Thematik sind zahlreich und reichen von internationalen Kunstschaffenden bis hin zu lokalen Akteurinnen und Akteuren der Diaspora.

Körber-Stiftung

Die Körber-Stiftung engagiert sich für Menschen, die in Deutschland im Exil leben und hier ihre Erfahrungen von Krieg und Flucht, vom Verlust der Heimat und vom Ankommen in einer fremden Kultur reflektieren. Sie möchte die journalistischen, künstlerischen, wissenschaftlichen und politischen Aktivitäten der Menschen sichtbar machen und ihnen eine Stimme im gesellschaftlichen Dialog geben. Dabei wird auch die Brücke zum Exil in der Vergangenheit geschlagen, um Kontinuitäten aufzuzeigen, die historische Verantwortung Deutschlands bewusst zu machen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Kontakt

Sven Tetzlaff
Leitung Bereich Demokratie, Engagement, Zusammenhalt

+49 • 40 • 80 81 92 - 144
tetzlaff@koerber-stiftung.de

Dr. Toufic El Masri
Programmleiter
Exil

+49 • 40 • 80 81 92 - 166
el-masri@koerber-stiftung.de

Stephanie Lubbe
Programmleiterin
Theater und Musiktheater

+49 • 40 • 80 81 92 - 172
lubbe@koerber-stiftung.de

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