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»Stimmen des Exils«: Exiljournalismus gemeinsam mit dem Tagesspiegel

Journalistinnen und Journalisten, die aufgrund ihrer Berichterstattung bedroht und verfolgt wurden und deshalb ihr Land verlassen mussten, kennen den besonderen Wert von Pressefreiheit, freier Meinungsäußerung und Menschenrechten. Berichten zu können, was man will - ohne Angst und Bedrohung - das erleben viele Exiljournalistinnen und -journalisten in Deutschland als Befreiung.

Mit der Serie »Stimmen des Exils« möchten Körber-Stiftung und Tagesspiegel Journalistinnen und Journalisten im Exil zu Wort kommen lassen. An ausgewählten Gedenk- oder Aktionstagen werden im Tagesspiegel ihre Artikel auf Themenseiten veröffentlicht. In ihren Texten berichten die Journalist/innen beispielsweise über ihre Eindrücke vom Leben im Exil, teilen ihre Erfahrungen aus diktatorischen System und erkunden die Bedeutung vom politischen Diskurs im Privaten.

Darüber hinaus werden die Exiljournalistinnen und –journalisten in begleitenden Workshops ihre Kenntnisse über das deutsche Mediensystem vertiefen und ihr journalistisches Handwerkszeug schärfen.

Zum Auftakt am Internationalen Tag der Demokratie am 15. September 2020 resümiert Isa Can Artar, der die Türkei verlassen musste über seine Exilerfahrungen: »Vorher konntest du berichten und alle konnten es lesen, und dann kannst du noch nicht mal die »Tagesschau« schauen, weil du kein Deutsch kannst. (…) Das Leben musste aber weiterlaufen. (…) Außerdem muss ich immer noch meine Einstellung verteidigen, welche zu meinem Exil geführt hat. Das bedeutet Exil für mich.«

Weitere geplante Termine für die Veröffentlichung der gemeinsamen Themenseite sind:

  • 10. Dezember 2020- Tag der Menschenrechte
  • 8. März 2021 - Internationaler Frauentag
  • 3. Mai 2021- Tag der Pressefreiheit

Erste Ausgabe zum Tage der Demokratie 2020

Die Träume nicht aufgeben

Isa Can Artar musste die Türkei verlassen. Heute studiert er Publizistik in Berlin. Was Exil für ihn bedeutet, beschreibt er in diesem Text.

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Ich will auch wählen

Abdolrahman Omaren hat noch nie an einem demokratischen Urnengang teilgenommen. Hier erklärt er, warum er bei den US-Wahlen mitmischen möchte. Der Autor ist syrischer Journalist und kam vor fünf Jahren nach Berlin.

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Auf die Bühne, Mädels!

Freiheit kann man lernen: Über das Dilemma, in einer traditionellen Familie Demokratie leben zu wollen, schreibt die Autorin Aora Helmzadeh. Sie floh vor fünf Jahren aus dem Iran, wo sie als Journalistin und Filmemacherin arbeitete.

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Leben und leben lassen

Was ist Demokratie – und wodurch wird sie gefährdet? Eine Umfrage von Maryam Mardani, die im Iran als Englischlehrerin und Autorin arbeitete und heute in Berlin lebt.

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Kann man aus dem Exil für die Demokratie in Syrien kämpfen?

Ein Interview mit Samira Mobaied, Vertreterin der syrischen Zivilgesellschaft in der Verfassungsversammlung. Von Samer Masouh, der in Syrien als Reporter arbeitete und seit zwei Jahren in Berlin lebt.

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Und da kippte er vom Sockel

Khalid Alaboud arbeitete nach seiner Flucht aus Syrien in Jordanien für das Radio. Heute lebt er in Berlin. Er fühlt sich durch die heutigen Bilder aus vielen Ländern an den Arabischen Frühling erinnert: auch damals wurden Statuen gestürzt.

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