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Exiljournalismus in Deutschland

Deutschland ist eines der Hauptzielländer für Exiljournalisten auf der Flucht. Dennoch bleiben in der Debatte über ihre Situation hier bislang viele Fragen offen. Unter welchen Bedingungen arbeiten Exiljournalistinnen und -journalisten in Deutschland? Unsere neue Publikation »Exiljournalismus in Deutschland« bietet ein Lagebild.

Die Zahl der Journalistinnen und Journalisten, die ihre Heimat verlassen müssen, steigt weltweit. Immer mehr Medienschaffende suchen auch in Deutschland Schutz. Die Körber-Stiftung unterstützt sie darin, Gehör zu finden, Netzwerke aufzubauen und beruflich Fuß zu fassen. Mit der 2018 initiierten Fachkonferenz Exile Media Forum wurde darüber hinaus ein Raum geschaffen, in dem sich exilierte Medienschaffende untereinander austauschen und mit Unterstützungsinitiativen vernetzen können. In diesem Jahr findet das Forum als Konferenztrack auf der Global Investigative Journalism Conference (GIJC) statt – einem internationalen Fachkongress, der in dieser Woche mehr als 1500 Journalistinnen und Journalisten aus rund 130 Ländern in die Hansestadt bringt.

Die zunehmende Bedrohung der Pressefreiheit und damit die Gefahr, der immer mehr Medienschaffende weltweit ausgesetzt sind, sind zentrale Themen der Konferenz. Der Exile Media Track geht auf die besondere Situation ein, in der sich Journalistinnen befinden, die aufgrund ihrer Arbeit ihr Land verlassen und im Exil neu anfangen müssen. Die vorliegende Publikation »Exiljournalismus in Deutschland. Ein Lagebild zu aktuellen Herausforderungen und Initiativen«, die anlässlich des zweiten Exile Media Forums erstellt wurde, soll zu Diskussionen anregen, indem sie die aktuelle Lage des Exiljournalismus in Deutschland beleuchtet und Impulse für eine Verbesserung der Situation von Exiljournalisten setzt. Sie gibt Einblicke in die Arbeit von Exilmedien und Akteuren der Zivilgesellschaft, die geflüchtete Journalisten unterstützen, und stellt Schwierigkeiten in deren täglicher Arbeit dar.

»Die Bestandsaufnahme zum Exiljournalismus zeigt Handlungsbedarfe auf und ist eine wertvolle Ergänzung unserer Konferenzformate und Projektaktivitäten auf diesem Feld«, sagt Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Demokratie, Engagement, Zusammenhalt bei der Körber-Stiftung. 

Eine der wenigen öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der GIJC findet am 26. September im KörberForum statt: die Dokumentarfilmerin und saudische Exiljournalistin Safa Al Ahmad spricht mit der jahrelangen Nahostkorrespondentin Katrin Sandmann über die schwierige Situation für Medienschaffende in Saudi-Arabien.

Zur Anmeldung »Journalismus im Exil. Der Fall Saudi-Arabien«
Zur Publikation (PDF)


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