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FutureLab Europe-Meinungen zum Berliner Forum Außenpolitik

Am diesjährigen Berliner Forum Außenpolitik haben auch Mitglieder des FutureLab Europe teilgenommen, einem Alumniprogramm für junge Europäer, das gemeinsam von der Körber-Stiftung mit acht weiteren Stiftungen getragen wird.

In ihren Blogs ziehen Ia Melkadse (Georgien), Zuzana Novakova (Slowakei), Veronika Sobolova (Slowakei), Miruna Troncota (Rumänien) und Ulyana Vynyarchuk (Ukraine) ihre ganz persönliche Bilanz.

Neben den Konflikten in Asien thematisierte das Berliner Forum Außenpolitik 2014 vor allem Europas Rolle bei den geopolitischen Herausforderungen in Osteuropa und im Nahen Osten. Zu den prominenten Gästen zählte dieses Jahr auch die neue EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, die in Berlin erläuterte, wie sie die europäische Außenpolitik zukünftig gestalten will. Auch die Vertreterinnen des FutureLab Europe haben im Anschluss an das Berliner Forum Außenpolitik ihre Prioritäten für die zukünftigen Schwerpunkte europäischer Außenpolitik definiert.

»Europa ist keiner der entscheidenden Akteure im Mittleren Osten, aber jede Konfliktlösung wird einen unmittelbaren Einfluss auf unsere Sicherheit haben und damit die EU zwingen, ihre Rolle in diesem instabilen Kontext klarzustellen«, so Zuzana Novakova. Europas Aufgabe sieht die junge Slowakin dabei in der nachhaltigen Stabilisierung der Region, vor allem durch die gleichberechtigte Einbindung aller Beteiligten in den Lösungsprozess; Ausgrenzung sieht sie als die Wurzel der meisten aktuellen Konflikte im Mittleren Osten.

»Wenn die EU-Staaten Putin wirklich entschieden entgegentreten wollen, müssen sie dies geschlossen tun«, so Veronika Sobolova. Die junge Slowakin unterstreicht, dass das einheitliche Auftreten Europas sehr wichtig sei und benennt als Negativ-Beispiel das Handeln einzelner EU-Mitgliedsstaaten nach den Treffen des Europäischen Rates in Brüssel: Im Nachhinein seien hier die gemeinsam gegen Russland beschlossenen Sanktionen national teils stark kritisiert worden. Auf keinen Fall dürfe aber Uneinigkeit zwischen den EU-Staaten aufkommen.

Die junge Rumänin Miruna Troncota sieht in der Kommunikation zwischen Russland und dem Westen die größte Herausforderung der Krise in Osteuropa. Sie warnt vor einer »Neuen Kalten Krieg Rhetorik« und glaubt, dass ein »solches Paradigma nicht dafür geeignet sei, den Konflikt in der Ukraine zu verstehen«.

Für Ulyana Vynyarchuck aus der Ukraine liegt eine der Hauptursachen des Konflikts in einer fehlenden, nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung der Ukraine. »Man muss sich auch mit diesem Problem auseinandersetzen, um eine weitere Eskalation zu verhindern«, so Ulyana Vynyarchuk.

FutureLab Europe ist ein Projekt des Stiftungsverbunds European Alliance for Democratic Citizenship unter Leitung der Körber-Stiftung. Es richtet sich an junge Europäer aus den Netzwerken der Mitglieder des Stiftungsverbunds, die sich in hohem Maße gesellschaftlich engagieren und die bereit sind, Antworten auf Fragen der europäischen Gegenwart und Zukunft zu entwickeln und Verantwortung für Europa zu übernehmen.


zum Blogbeitrag von Zuzana Novakova (auf Englisch) 
zum Blogbeitrag von Ia Melkadse (auf Englisch) 
zum Blogbeitrag von Veronika Sobolova (auf Englisch)
zum Blogbeitrag von Ulyana Vynarchuk (auf Englisch) 
zum Blogbeitrag von Miruna Troncota (auf Englisch)

weitere Hintergrundinformationen zum Berliner Forum Außenpolitik 2014  


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