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Gefahr für den Arbeitsmarkt

Der Philosoph und ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin diskutierte mit der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin über seinen Essay »Der Akademisierungswahn«.

In einem Punkt waren sich Ministerin und Philosoph einig: Deutschland braucht sowohl die akademische, wie auch die berufliche Bildung. Am 14. Januar 2015 diskutierten Julian Nida-Rümelin und Johanna Wanka in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin darüber, wie es derzeit um die gesellschaftliche Anerkennung und den Respekt für die duale Ausbildung bestellt ist. Uneinig waren sie sich vor allem über die aktuellen Entwicklungen. Während Julian Nida-Rümelin in seinem neuesten Buch »Der Akademisierungswahn« davor warnt, dass unser Arbeitsmarkt in eine gefährliche Schieflage gerate, wenn sich immer mehr Abiturienten für ein Studium und gegen eine Ausbildung entschieden, sagte die Ministerin: »Alle, die jetzt klug genug sind, um ein Studium zu absolvieren, erfolgreich, und das auch wollen, die sollen das machen. Egal ob der Prozentsatz über dem jetzigen Stand liegt oder nicht, weil: Wir brauchen jede und jeden, die studieren wollen und das auch können. Denn das sind die Architekten und Rechtsanwälte und Ärzte der 20er-, 30er- und 40er-Jahre dieses Jahrhunderts. Weil es immer weniger junge Menschen gibt, die diese Berufe ergreifen können. Und jetzt, wo es noch viele sind, müssen wir denjenigen, die das können und wollen, auch die Chance geben.«

Die hohe Zahl der Studienanfänger und die extrem hohe Zahl der Studienabbrecher, gerade in den Naturwissenschaften , macht für Nida-Rümelin jedoch deutlich, wie gefährlich diese Entwicklung für vor allem nichtakademische Berufe ist und wie dadurch der ohnehin steigende Fachkräftemangel noch befeuert wird.

Weitere Informationen zu »Der Akademisierungswahn« finden Sie hier.
Schauen Sie rein in die Buchpräsentation im Hamburger KörberForum.


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