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Themenwoche: »Mehr als Klein-Jerusalem – Gegenwartsperspektiven auf jüdische Geschichte in Hamburg«

Vom 22.-28. Februar 2021 laden Hamburger Kultur- und Bildungsinstitutionen in mehr als 14 Veranstaltungen dazu ein, sich mit der jüdischen Geschichte und Gegenwart der Stadt auseinanderzusetzen.

Auf Initiative der Körber-Stiftung, des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden und der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule (VHS Hamburg) und unter der Schirmherrschaft der Zweiten Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin Katharina Fegebank eröffnet die Themenwoche neue Blickwinkel auf die mehr als 400-jährige jüdische Geschichte der Hansestadt.

In Vorträgen, Livestreams, Online-Diskussionen, digitalen Ausstellungen, Stadtrundgängen, Gedenkstättenführungen, Kulturveranstaltungen und Angeboten für Schülerinnen und Schüler wird diskutiert und erlebbar gemacht, wie sich das Zusammenleben von jüdischen und nichtjüdischen Bürgerinnen und Bürgern in der Geschichte gestaltete, wie es sich in der Topografie der Stadt spiegelt und wie Hamburg heute mit seinem jüdischen Erbe umgeht.

Die Themenwoche ist einer von vielen Hamburger Beiträgen zum Festjahr #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland.

Programm-Flyer (PDF)   Plakat (PDF)

Programm

22.02.2021 – Auftakt Diskussion
Mehr als Klein-Jerusalem – Jüdisches Erbe in Hamburg

Zum Auftakt der Themenwoche diskutieren die Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin Katharina Fegebank, die Historikerin Miriam Rürup, die Kulturveranstalterin Barbara Guggenheim und der public historian Lior Oren über (un)sichtbare Spuren jüdischen Erbes in Hamburg und ihre Relevanz für die Stadtgesellschaft heute.
Mit einem Grußwort zum Festjahr #2021JLID –Jüdisches Leben in Deutschland von der Generalsekretärin Sylvia Löhrmann, Staatsministerin a. D. Moderation: Jan Ehlert.

Veranstalter: Körber-Stiftung in Kooperation mit NDR Info.
Zeit: 19.00 – 20.30 Uhr

Diese Veranstaltung bieten wir ausschließlich digital im Livestream an.

22.-25.02.2021 – Online-Workshop
#WasisteigentlichPurim für Schulklassen

Entdecken Sie mit Ihrer Schulklasse Purim, den »jüdischen Karneval«! Die Aktion ist sowohl im Homeschooling als auch in der Schule durchführbar. In Online-Angeboten backen die Jugendlichen entweder Haman-Taschen, das traditionelle Gebäck zum Feiertag. Mitglieder der Jüdischen Gemeinden leiten dies per Video an und berichten zum Fest und seinen Traditionen. Alternativ können unter Anleitung des Projektes »Geschichtomat« ganz einfach mit dem Handy Stop-Motion-Filme über die biblische Geschichte der Königin Esther gedreht werden, die dem Purimfest zugrunde liegt. Die Ergebnisse beider Workshops können in allen Social Media Kanälen gepostet und geteilt werden. Lehrmaterialien und Anleitungen werden zur Verfügung gestellt.

22. Februar bis 25. Februar 2021, jeweils 9:00 bis 13:00 Uhr

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23.02.2021 – Podcast
Jüdisch in Hamburg – Inspirationen und Insights

Wie lecker ist koscher? Wie gemütlich ist der Schabbat? Und was wird an Purim eigentlich gefeiert? In sechs Folgen gibt der neue Podcast »Jüdisch in Hamburg – Inspirationen und Insights« Einblicke in interessante Aspekte jüdischer Kultur in der Hansestadt. Der Podcast ist ein Projekt der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule (Hamburger Volkshochschule) in Zusammenarbeit mit der Podcastentwicklerin Christiane Zwick anlässlich des Jubiläumsjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Von orthodox bis säkular berichten Hamburgerinnen und Hamburger vom Jüdischsein und wie sie es heute in Hamburg leben. Zu finden sind die Folgen auf der Webseite der Gedenk- und Bildungsstätte und auf allen gängigen Streaming-Plattformen. Gefördert durch »321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.«.

Beginn: 10:00 Uhr

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23.02.2021 – Online-Ausstellung
Frauenleben. Wirken und Wahrnehmung jüdischer Frauen in Hamburg

Die Online-Ausstellung zeigt jüdische Frauen in und aus Hamburg als Akteurinnen in den verschiedensten gesellschaftlichen Handlungsfeldern. Anhand von Selbstzeugnissen bekannter und kaum beachteter Frauen werden historische Entwicklungen, Rahmenbedingungen und Gestaltungsspielräume im gesamten Zeitraum jüdischen Lebens in Hamburg von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart beleuchtet. Die Ausstellungsmacherinnen ermöglichen einen Blick »hinter die Kulissen« der Entstehung einer solchen Ausstellung und stellen die thematische Bandbreite vor.

Veranstalter: Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule (Hamburger Volkshochschule)
Zeit und Ort: 19.00 – 20.00 Uhr, Online-Veranstaltung

Kostenlos. Anmeldung unter www.vhs-hamburg.de/suche?q=3700MMK01

Weitere Informationen: www.igdj-hh.de  und www.vhs-hamburg.de

24.02.2021 – Lesung und Gespräch
Lebenszeichen

Jüdisch sein ist auch in Hamburg ein Balanceakt zwischen liberaler Bürgertradition, der Erinnerung an den Holocaust und offen ausgelebtem Antisemitismus in einer diversen Stadtgesellschaft. Wie prägt das das Selbstverständnis von Jüdinnen und Juden? Wie haben Familiengeschichte und Traumata der Shoa nachfolgende Generationen beeinflusst? Und welche Rolle spielen Israel und der Nahostkonflikt für Alltagsleben und Identität? Darüber diskutieren die Autorinnen Viola Roggenkamp und Sarah Levy sowie der Autor Markus Flohr. Moderation: Gabriele Woidelko.

Veranstalter: Körber-Stiftung
Zeit: 19.00 – 20.30 Uhr

Diese Veranstaltung bieten wir ausschließlich digital im Livestream an.

25.02.2021 – Rundgang 
Jüdische Gelehrte an der Hamburger Universität – ein historischer Campus-Rundgang

Kann leider coronabedingt nicht stattfinden. Ein Nachholtermin wird noch bekannt gegeben.

In der Weimarer Republik verdankte die 1919 gegründete Hamburger Universität ihr Ansehen jüdischen Gelehrten wie dem Philosophen Ernst Cassirer, der Germanistin Agathe Lasch, dem Kunsthistoriker Erwin Panofsky und dem Psychologen William Stern, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sämtlich entlassen wurden. Der Rundgang vom Hauptgebäude der Universität über den Campus zum Joseph-Carlebach-Platz veranschaulicht die Bedeutung von Juden für die Universität – und den Umgang mit ihrer Vertreibungsgeschichte bis heute. Rundgang und Vortrag mit dem Historiker Rainer Nicolaysen.

Veranstalter: Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte der Universität Hamburg in Kooperation mit dem Verein für Hamburgische Geschichte
Zeit und Ort: 16.00 – 18.00 Uhr, Treffpunkt vor dem Hauptgebäude der Universität Hamburg,
Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung erforderlich unter rainer.nicolaysen@uni-hamburg.de

25. und 26.02.2021 – Film und Gespräch
Ein nasser Hund

Kann coronabedingt leider nicht stattfinden.

Inspiriert vom Roman »Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude« erzählt Damir Lukačević in seinem Debüt die Geschichte eines jüdischen Flüchtlings aus dem Iran, der sich in Berlin als Muslim ausgibt, um in seiner arabischen Gang anerkannt zu werden. Die Identitätsfindung eines Jungen, vor dem Hintergrund des ungelösten Nahostkonflikts und eines wachsenden Antisemitismus in Deutschland – ein provokanter Film, der bei aller Ironie seine Ernsthaftigkeit behält. Nach dem Film findet ein Publikumsgespräch mit Gästen aus dem Filmteam statt. Regie: Damir Lukačević.

Veranstalter: zeise kinos
Zeit und Ort: 20.00 – 22.15 Uhr und 26.02., 10.00 – 12.15 Uhr (Schulvorstellung), zeise kinos, Friedensallee 7–9, 22765 Hamburg

VVK ab 01.02.2021 unter zeise.de und an der Zeisekasse. Anfragen für Schulvorstellungen (auch an anderen Tagen) an info@zeise.de

Weitere Informationen: www.zeise.de

26.02.2021 – Rundgang
Hamburgs Jüdische Innenstadt – Die Tempelruine als letzter historischer Überrest

Kann leider coronbedingt nicht stattfinden. Ein Nachholtermin wird ab 01.04. auf www.hamburg-tempel-poolstrasse.de bekannt gegeben.

Ausgehend vom letzten verbliebenen Ort jüdischen Lebens in der Hamburger Innenstadt geben der Lichtkünstler und Autor Michael Batz, der Historiker Hendrik Althoff und die Historikerin Miriam Rürup bei einer Stadtführung Einblicke in das vielfältige jüdische Leben von damals. In Kurzvorträgen und Projektionen beleuchten sie die wenigen Überbleibsel dieser jüdischen Vergangenheit und erläutern anhand der Tempelruine des Neuen Israelitischen Tempelvereins, warum Hamburg für die Geburtsstunde des liberalen Judentums steht, das sich hier erstmals als Gemeinde organisierte und einen Tempel errichtete.

Veranstalter: TempelForum e. V. – Verein zur Rettung und Öffnung der Tempelruine in der Poolstraße
Zeit und Ort: 15.00 – 16.30 Uhr, Treffpunkt am Großneumarkt / Ecke Alter Steinweg

Teilnahme kostenfrei. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe SalonAtelier statt, gefördert von der ZEIT-Stiftung. Anmeldung erforderlich unter hamburg-tempel@gmx.de. Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung

Weitere Informationen: www.hamburg-tempel-poolstrasse.de

27.02.2021 – Online-Sprachkurs 
Jiddisch zum Kennenlernen – Eine Einführung

In diesem Kennenlern-Kurs werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der faszinierenden Sprache Jiddisch bekannt gemacht, die an Reichtum, Farbigkeit, Ausdrucksstärke und Wandlungsfähigkeit ihresgleichen sucht. Das Kursangebot ist nach Anmeldung kostenfrei zugänglich und wird online durchgeführt. Interessierte, die ungerne an Sabbat teilnehmen wollen, können sich für den Alternativtermin am 21.03.2021 von 15.30 bis 19.30 Uhr anmelden (Kursnummer: 6611MMK05).
Weitere spannende Bildungsangebote rund um die Themenwoche finden sich unter vhs-hamburg.de.

Veranstalter: Hamburger Volkshochschule
Zeit und Ort: 9.30 – 14.00 Uhr, Online-Kurs (der Link wird mit der Anmeldung verschickt)

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung erforderlich unter www.vhs-hamburg.de/toechterschule, Kursnummer 6611MMK01

27.02.2021 – Rundgang
Rundgang durch die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Kann leider coronabedingt nicht stattfinden.

Der Rundgang mit Katharina Möller durch die Ausstellung in der Gedenkstätte Poppenbüttel thematisiert die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg sowie die Deportation von über 2.000 jüdischen Frauen in Hamburger Außenlager des KZ Neuengamme vor allem anhand von Biografien. Die Gedenkstätte befindet sich im letzten Plattenhaus der ehemaligen Siedlung aus Behelfsheimwohnungen in Poppenbüttel, bei deren Errichtung 1944/1945 weibliche KZ-Häftlinge eingesetzt wurden.

Veranstalter: Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
Zeit und Ort: 11.00 – 12.30 Uhr, Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel, Kritenbarg 8, 22391 Hamburg

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung erforderlich unter www.poppenbuettel.gedenkstaetten-hamburg.de

27.02.2021 – Online-Vortrag und Präsentation mit anschließender Diskussion
Heine-Relikte in Hamburg und Altona – auch eine Topografie

Einst war der jüdische Hamburger Bankier, Philanthrop und Mäzen Salomon Heine (1747–1844) der Bekanntere. Heute ist es sein Neffe und Dichter Heinrich Heine (1797–1856), an den man sich erinnert. Welche Relikte der beiden Heines finden sich noch in Hamburg und Altona? Und welche Orte erinnern an sie? Denkmäler, Häuser und Plätze sowie verdeckte Spuren der beiden werden im Vortrag vorgestellt.

Veranstalter: Heine-Haus e.V.
Zeit: 12.00-13.00 Uhr

Anmeldung erforderlich unter heine.haus@gmail.com.
Die Zugangsdaten für die Veranstaltung werden nach Eingang der Anmeldung individuell zugeschickt. Teilnahme frei, der Veranstalter Heine-Haus e. V. freut sich über eine Spende.

Weitere Informationen: www.heine-haus-hamburg.de

28.02.2021 – Vortrag und Ausstellungsbesuch
Spuren hamburgisch-jüdischer Geschichte in den Sammlungen des Museums am Rothenbaum

Anlässlich der Themenwoche zeigt das MARKK einige ausgewählte Objekte im Kontext der Provenienzarbeit. Die dort gezeigten Aspekte der Sammlungsgeschichte werden nun im Rahmen einer Onlinepräsentation vorgestellt.

Spuren hamburgisch-jüdischer Geschichte finden sich sowohl in den Objekten als auch den Biografi en engagierter Bürgerinnen und Bürger, welche die Sammlungsbestände in den Jahren nach der Museumsgründung 1871 bereichert haben. Die Zeit des Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit bedeuten auch im Kontext der Sammlungsgeschichte einen großen historischen Bruch. Das Museum ist heute damit befasst, sich perspektivisch mit den Folgen von Entrechtung, Verfolgung und Exil auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung umfasst ein Gespräch und einen Besuch der Ausstellung »Steppen & Seidenstraßen«.

Veranstalter: MARKK – Museum am Rothenbaum.
Kulturen und Künste der Welt
Zeit und Ort: 11.00 – 12.30 Uhr, Online-Präsentation unter www.markk-hamburg.de

28.02.2021 – Vortrag und Gespräch
Gibt es eine jüdische Stadtgeschichte? Hamburg und der Umgang mit einem besonderen kulturellen Erbe

Kann leider coronabedingt nicht stattfinden. Ein Nachholtermin wird noch bekannt gegeben.

Bereits vor 400 Jahren lebten Jüdinnen und Juden im Raum Hamburg. Sie arbeiteten in unterschiedlichsten Berufen, gründeten Schulen, bauten Bankhäuser und Stiftungen auf oder waren auf Wohlfahrt angewiesen. Der Vortrag der Historikerin Miriam Rürup im Rahmen der Ausstellung »Glaubensfreiheit« beleuchtet den Einfluss der jüdischen Geschichte auf die Topografie der Stadt wie auch die Leerstellen, die durch Vertreibung, Flucht, Zerstörung oder stadträumliche Veränderungen entstanden sind. Dabei wird diskutiert, wie die Stadtgesellschaft mit diesem Erbe in teilweise kontroversen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen umgegangen ist und bis heute umgeht.

Veranstalter: Stiftung Historische Museen Hamburg – Altonaer Museum
Zeit und Ort: 11.00 – 12.30 Uhr, Altonaer Museum, Museumstr. 23, 22765 Hamburg

Museumseintritt € 8,50, ermäßigt € 5,00, Anmeldung erforderlich unter www.shmh.de/de/glaubensfreiheit

28.02.2021 – Konzert
Jüdische Musik in Deutschland durch die Jahrhunderte

Die Geschichte der Juden, die wechselseitig von Höhen und Tiefen, langen und bangen Wanderungen geprägt war, schlägt sich in allen Formen der jüdischen Musik nieder. Aber egal wie schwer die Schicksalsschläge waren, wie kampfeslustig und entschlossen die Feinde sich gaben, wohin die Vertreibungen auch führten, nichts konnte den Zusammenhalt und die Stärke dieses Volkes brechen. Das »Ensemble Hevenu Shalom« wird die Geschichte der jüdischen Musik in Deutschland durch die Jahrhunderte spielend erzählen.

Das Konzert wird als Veranstaltung des Jüdischen Salon am Grindel im Rahmen des Jubiläumsjahres »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« beauftragt und organisiert. Es wird am 13. und 14. Februar 2021 im Jagdschloss Malepartus in Bargteheide ohne Publikum aufgezeichnet und ist ab Samstag, 27. Februar kostenlos von der Homepage oder der facebook Site des Jüdischen Salon am Grindel www.salonamgrindel.de / facebook.de/salonamgrindel zu streamen.

28.02.2021 – Rundgang
Rundgang denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Kann leider coronabedingt nicht stattfinden. Ein Nachholtermin wird noch bekannt gegeben.

Mit dem Gedenkort »denk.mal Hannoverscher Bahnhof« erinnert die Stadt Hamburg an über 8.000 Juden, Sinti und Roma aus Hamburg und Norddeutschland, die zwischen 1940 und 1945 in Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Auf dem Rundgang mit Sandra Wachtel wird die besondere Topografie der Erinnerung am Deportationsort des ehemaligen Bahnhofs erkundet. Berichtet wird über Opfer und Tatbeteiligte der Entrechtung, Ausgrenzung und Deportationen sowie den gesellschaftlichen Umgang nach Kriegsende.

Veranstalter: Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
Zeit und Ort: 12.00 – 13.30 Uhr, Treffpunkt am Info-Pavillon »denk.mal« Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz, 20457 Hamburg

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung erforderlich unter www.hannoverscher-bahnhof.gedenkstaetten-hamburg.de

28.02.2021 – Rundgang
Rundgang durch das Grindelviertel

Kann leider coronabedingt nicht stattfinden. Ein Nachholtermin wird noch bekannt gegeben.

Ab April 1939 mussten jüdische Hamburgerinnen und Hamburger in so genannte »Judenhäuser« ziehen, die sich im Hamburger Grindelviertel befanden. Auf dem Rundgang mit Sandra Wachtel werden Orte jüdischen Lebens im Grindelviertel erkundet, Schicksale jüdischer Bewohnerinnen und Bewohner kennengelernt und unterschiedliche Erinnerungsformen diskutiert.

Veranstalter: Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
Zeit und Ort: 15.00 – 17.00 Uhr, Treffpunkt am Platz der jüdischen Deportierten, Nähe Uni-Hauptgebäude, Moorweide, 20148 Hamburg

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung erforderlich unter www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender

28.02.2021 – Theater
Krum. Ein Stück mit zwei Hochzeiten und zwei Begräbnissen

Kann leider coronabedingt nicht stattfinden.

»Ich habe es im Ausland zu nichts gebracht, Mutter! In meinem Koffer ist nichts als benutzte Unterwäsche.« Der Antiheld Krum kehrt nach langer Zeit zurück nach Hause. Dorthin, wo sein bester Freund Tugati unbedingt noch heiraten will und seine Ex-Geliebte Truda sich längst den Alltag mit einem Kompromiss-Mann eingerichtet hat. Zwischen Beckett’scher Groteske und jüdischem Humor ringt dort jede und jeder um das Glück. Kornél Mundruczó, einer der wichtigsten ungarischen Theater- und Filmregisseure, inszeniert diese Stückentdeckung erstmals in deutscher Sprache.

Veranstalter: Thalia Theater
Zeit und Ort: 17.00 – 19.00 Uhr, Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg

Eintritt von € 8,00 bis € 41,00, VVK ab 01.02.2021 unter thalia-theater.de/krum.

Weitere Informationen: www.thalia-theater.de/krum

Kontakt

Für ausführliche Informationen und Pressematerialien zu den einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an die jeweilige Institution.

Ansprechpartnerin Themenwoche:

Laura Wesseler
Programmleiterin
Bereich Geschichte und Politik
E-Mail: wesseler@koerber-stiftung.de
Telefon: 040 • 80 81 92 – 163

Über die Themenwoche

Seit über 400 Jahren leben Jüdinnen und Juden in Hamburg und noch vor einhundert Jahren lag »Klein-Jerusalem« mitten in unserer Stadt. Gemeint war damit das Grindelviertel, in dem von Ende des 19. Jahrhunderts bis 1933 das jüdische Leben pulsierte. Heute, mehr als 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und nach der Verfolgung und Ermordung nahezu aller Hamburger Jüdinnen und Juden im Holocaust, hat jüdisches Leben in der Stadt wieder Fuß fassen können.

Wie geht Hamburg heute mit seinem jüdischen Erbe um? Wie gestaltete sich das Zusammenleben von jüdischen und nichtjüdischen Bürgerinnen und Bürgern in der Geschichte? Und was bedeutet das alles für unser gesellschaftliches, politisches und soziales Miteinander in Hamburg heute? Diese Fragen stehen im Zentrum unseres Programms »Mehr als Klein-Jerusalem – Gegenwartsperspektiven auf jüdische Geschichte in Hamburg«.

Eine Initiative von


Die Hamburger Themenwoche ist Teil des bundesweiten Deutsch-Jüdischen Jahres #2021JLID.

Weitere Informationen: www.1700jahre.de

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