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Bundespräsident Steinmeier zeichnete Preisträger des Geschichtswettbewerbs aus

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete im Schloss Bellevue die Erstpreisträger des Geschichtswettbewerbs zum Thema »So gehts nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« aus. Bundesweit beteiligten sich mehr als 5.600 Kinder und Jugendliche an dem Wettbewerb und reichten 1.992 Arbeiten ein.

Fluchterfahrungen von Hugenotten und Waldensern im 17. Jahrhundert, Schülerproteste in der DDR oder die Integration vietnamesischer »Boatpeople« in Deutschland: Zu Themen wie diesen haben Schülerinnen und Schüler aus Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt geforscht, die sich im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten für die ersten Preise qualifiziert haben. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit rund 160 geladenen Gästen überreichten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Thomas Paulsen, Mitglied im Vorstand der Körber-Stiftung, die Urkunden.

Der Bundespräsident hob in seiner Begrüßung mit Bezug auf das Wettbewerbsthema hervor: »So geht’s nicht weiter? Doch, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Geschichtswettbewerb, und vor allem, liebe Preisträgerinnen und Preisträger: So kann es weitergehen. Genau so sollte es weitergehen – jedenfalls mit diesem Wettbewerb, mit so vielen, so guten Teilnehmern, preiswürdigen Beiträgen, erhellenden und überraschenden Ideen, mit so viel Engagement für die Erforschung der Vergangenheit.« 

Thomas Paulsen betonte: »Die Bereitschaft, sich kritisch mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen ist ein Gradmesser dafür, wie offen eine Gesellschaft insgesamt ist. Davon sind wir in der Körber-Stiftung überzeugt. Deshalb gebühren meine herzlichen Glückwünsche und ein großer Dank ausdrücklich auch all denjenigen, die sich am Wettbewerb beteiligt haben.«


Die fünf Erstpreisbeiträge in der Übersicht:

Arnd-Cedric Edel, Charlene Korn, Dorothea Ecker, Jan Stötzner, Konstantin Jahn, Lissa Nolde, Magnus Türpisch, Max Geiger
5. und 6. Klasse, CJD Christophorusschule Droyßig, Sachsen-Anhalt
»Gehören die Bären nach Droyßig? Die Tradition der Droyßiger Bärenhaltung. Krise oder Aufbruch?«
Tutorin: Ines Schneider

Floria Herget
10. Klasse, Romain-Rolland-Gymnasium, Dresden, Sachsen
»Réfugiés Bienvenue? Integration und Assimilation von Hugenotten und Waldensern in Hessen-Kassel im 17. und 18. Jahrhundert«
Tutor: Tommy Sitte

Anton Höffer
12. Klasse, Europäisches Gymnasium Bertha-von-Suttner, Berlin
»Sie liebten die Krise. Linke Agitation in einem West-Berliner Neubauviertel im zeitlichen Rahmen der 68er-Bewegung«
Tutor: Thorsten Koch

Lena Huynh
13. Klasse, Friedensschule Münster Gesamtschule, Nordrhein-Westfalen
»Das Leben mit der Krise. Vietnamesische Boatpeople als Folge des Vietnamkrieges«
Tutor: Christoph Heeke

Julius Klingemann
9. Klasse, Einstein-Gymnasium Potsdam, Brandenburg
»Verleugnete Krise. Die Gruppenflucht der Potsdamer Einsteinschüler 1950«
Tutor: Dr. Dieter Rauchfuß

     
Über den Geschichtswettbewerb
Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 147.000 Teilnehmern und rund 33.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen. Auf Landesebene lobt die Körber-Stiftung 500 Preise aus, die bundesweit besten 50 werden zusätzlich auf Bundesebene mit einem Ersten, Zweiten oder Dritten Bundespreis ausgezeichnet. 

Weitere Informationen zu den Preisträgern und den Ergebnissen

Zum Grußwort des Bundespräsidenten

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Magazin für historisch-politische Bildung, Ausgabe 33
Mit den Ergebnissen des Wettbewerbs 2018/19

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