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Meldung

Historikertag nimmt gespaltene Gesellschaften in den Blick

Der 52. Deutsche Historikertag, einer der größten geisteswissenschaftlichen Kongresse Europas, diskutiert vom 25. bis 28. September in Münster über gespaltene Gesellschaften. Auch die Körber-Stiftung steuert Vorträge und Sektionen bei. Am Vorabend spricht der Politikwissenschaftler Herfried Münkler über »Zusammenhalt und Demokratie in der Krise«.

Herausforderungen für die Demokratie – Veranstaltung mit Herfried Münkler

Inwiefern gibt es Bezüge zwischen der gegenwärtigen Krise und anderen historischen Umbruchsphasen? Wie wirken sich die aktuellen Herausforderungen auf die Zukunft der Parteiendemokratie und auf das Miteinander der Gesellschaft aus? Über diese Fragen spricht und diskutiert der Politikwissenschaftler Herfried Münkler unter dem Titel »Zusammenhalt und Demokratie in der Krise – ein Blick zurück nach vorn« am 24. September 2018 um 19 Uhr im Rathaus Münster. Zu dieser Abendveranstaltung lädt die Stadt Münster gemeinsam mit der Körber-Stiftung ein. 

Migration, Fake News und Protestbewegung: Das Schülerprogramm

Auch das Schülerprogramm des Historikertags, das die Körber-Stiftung als Kooperationspartner seit 2010 maßgeblich mitgestaltet, nimmt in diesem Jahr historische Themen in den Blick, die durch gesellschaftliches Mit- und Gegeneinander geprägt sind. Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren aus Münster und Umgebung sind unter anderem dazu eingeladen, in einer interaktiven Sektion über die studentische Protestbewegung der 1968er zu diskutieren – für die einen Krise der Demokratie, für die anderen ein Aufbruch in eine demokratischere Zukunft. Neben dem Hamburger Historiker Axel Schildt wirken auch Preisträgerinnen des Geschichtswettbewerbs an der Sektion mit.

Weitere Highlights aus dem Schülerprogramm, das am 26. September stattfindet: Simone Eick berichtet, wie in dem von ihr geleiteten Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven Migrationsgeschichte(n) gesammelt, erforscht und bewahrt werden. Und ein Vortrag des Historikers Hans-Ulrich Thamer geht der polarisierenden und spaltenden Wirkung von Fake News in Geschichte und Gegenwart nach.

Internationale Sektion zu Nationalismus und Verrechtlichung der Geschichte

Zum Abschluss des Historikertags richtet die Körber-Stiftung gemeinsam mit dem Historikerverband VHD eine international besetzte Sektion zur Verrechtlichung von Geschichtsschreibung aus. »Who Protects the Truth? Nationalism and the Juridification of the Past« lautet der Titel der Debatte mit Nikolay Koposov (Atlanta),
Pawel Kowal (Warschau), Ola Hnatiuk (Kiew) und Joachim von Puttkamer (Jena). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Wiederaufstieg des Nationalismus in Europa und staatliche Einflussnahme auf Geschichtsschreibung in Form von Gesetzgebung das Verhältnis zwischen den europäischen Nachbarn beeinflusst.

Anmeldung zur Veranstaltung mit Herfried Münkler über die Stadt Münster

Zum vollständigen Schülerprogramm und zur Anmeldung

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