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1988/89

Unser Ort - Heimat für Fremde?

Die Ausschreibung von 1988 greift unter dem Titel »Unser Ort – Heimat für Fremde?« ein Thema auf, das durch die Wahlerfolge der »Republikaner« im gleichen Jahr eine beklemmende Aktualität gewinnt. Die historische Erforschung des Zusammenlebens von Einheimischen und Fremden in Deutschland soll das Verständnis zwischen den Kulturen fördern. Aus welchen Gründen und mit welchen Erfahrungen kamen Fremde? Wie reagierten die Einheimischen? Wie bewältigten Fremde die neue Situation? Wie lange blieben sie in ihrer neuen Heimat Fremde?

Die Jugendlichen nähern sich dem Thema vor allem über die Geschichte der eigenen Familie. Dabei entdecken sie, dass ihre Vorfahren aufgrund von Krieg, Verfolgung oder sozialer Not häufig selbst gezwungen waren, die alte Heimat zu verlassen. Viele Beiträge befassen sich mit der Geschichte der Flüchtlinge und Vertriebenen der Nachkriegszeit – eine Geschichte, die in den Familien noch unmittelbar präsent ist und zur Auseinandersetzung über das Verständnis für Fremde anregt.

Die ausländischen Jugendlichen erzählen von ihren Integrationsproblemen, von familiären Konflikten und vom Gefühl der inneren Zerrissenheit zwischen alter und neuer Heimat. So entsteht ein eindrucksvolles Bild des kulturellen Verständnisses von »Heimat« und »Fremdheit«.

Wettbewerb 1988/89:
5.646 Teilnehmer,
1.005 Beiträge

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