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1990/91

Tempo, Tempo ... Mensch und Verkehr in der Geschichte

Auto, Flugzeug oder Bahn haben nicht nur die persönlichen Bewegungsfreiräume erweitert, sondern gleichzeitig Probleme wie Lärm, Luftverschmutzung und Landschaftsverbrauch mit sich gebracht. Diese Erfahrung nimmt der Geschichtswettbewerb Anfang der 90er Jahre zum Anlass, nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen und Folgen der Verkehrsentwicklung zu fragen: Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Verkehr und Arbeit, Freizeit und Umwelt, Gesundheit und technischem Fortschritt?

Die Schülerinnen und Schüler untersuchen ein breites Themenspektrum von der Pferdekutsche bis zur Magnetschwebebahn. Zum »Renner« entwickelt sich die Eisenbahn, aber auch die »Lebensgeschichte« von Kanälen, Plätzen oder Straßen findet großes Interesse. Der Gegenwartsbezug reizt die Spurensucher: Historische Bahnprojekte werden aktuellen Straßenplanungen gegenübergestellt, alte Schifffahrtswege wieder entdeckt, Vorschläge für Fußgängerzonen und Verkehrsberuhigung gemacht und die Auswirkungen von Umgehungsstraßen kritisch beleuchtet – Anstöße, die vielfach in der lokalen Verkehrspolitik nachwirken.

Als das Ausschreibungsthema bereits feststeht, fällt im Winter 1989/90 die Mauer zwischen beiden deutschen Staaten. Viele Lehrer und Schüler aus Ostdeutschland fühlen sich von der Chance zu eigener und unabhängiger Forschung herausgefordert und beteiligen sich am Wettbewerb.

Wettbewerb 1990/91:
6.311 Teilnehmer,
1.226 Beiträge

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