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1996/97

Vom Armenhaus zur Suchtberatung. Zur Geschichte des Helfens.

In der öffentlichen Diskussion in Deutschland erhält in den 90er Jahren die Frage der sozialen Gerechtigkeit große Aufmerksamkeit. Der Wettbewerb zur Geschichte des Helfens will die historischen Dimensionen des Themas aufzeigen: Welchen Stellenwert hatten Solidarität und Gemeinsinn in der Gesellschaft in früheren Zeiten, und wie haben sich Not und Hilfe seither gewandelt?

Die Schülerinnen und Schüler gehen diesen Fragen vielfach an den Orten der Hilfe – Kinderheimen, Sozialstationen oder Bahnhofsmissionen – nach und nehmen dabei die wenig beachtete Arbeit staatlicher Helfer oder karitativer Einrichtungen in den Blick. Daneben widmet sich ebenfalls ein großer Teil der Beiträge einzelnen Helferpersönlichkeiten, um individuelles Engagement und Formen der Zivilcourage am konkreten Beispiel sichtbar zu machen.

Ein besonderes Interesse gilt der Zeit des Nationalsozialismus. Viele Spurensucher wollen wissen, wie Menschen unter den Bedingungen eines totalitären Systems geholfen haben. Sie verfolgen die illegalen Kontakte aus den Konzentrationslagern in die Außenwelt, erzählen vom Verstecken verfolgter Juden und porträtieren Menschen, die sich dem NS-Regime aus politischen, religiösen oder humanitären Gründen verweigerten.

Wettbewerb 1996/97:
5.266 Teilnehmer,
1.204 Beiträge

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