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1998/99

Aufbegehren, Handeln, Verändern. Protest in der Geschichte.

In demokratischen Gesellschaften sind Proteste wichtiger Teil der öffentlichen Streitkultur. Doch haben sie immer auch einen Nutzen für das Gemeinwesen? Im Wettbewerb untersuchen Jugendliche, wie Proteste in der Vergangenheit entstanden sind und wo sie zu Ausgangspunkten für aktives politisches Handeln wurden.

Topthema ist bei den Spurensuchern im Westen die Protestbewegung 1968, bei denen im Osten die friedliche Revolution in der DDR 1989. Viele Jugendliche erforschen das Engagement von Bürgerinitiativen gegen Bauprojekte, Kernkraftanlagen oder die Aufrüstung in den 70er Jahren. Aber auch das Wirken Einzelner, z. B. von couragierten Kirchenvertretern, wird zum Gegenstand zahlreicher Recherchen.

In ihrer Bewertung der Proteste zeigen sich die Jugendlichen durchweg pragmatisch. Auf wenig Verständnis trifft bei ihnen egoistisches oder opportunistisches Verhalten. Aber auch ideologisch motivierter Protest, wie etwa die globale Kapitalismuskritik der 68er, ist den Schülerinnen und Schülern zu abstrakt und damit auch unglaubwürdig. Als geeignetes Mittel zur Konfliktlösung sehen sie mehrheitlich den gemeinsamen Dialog aller Streitparteien, möglichst am »Runden Tisch«.

Wettbewerb 1998/99:
4.934 Teilnehmer,
1.151 Beiträge

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