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2004/05

Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte.

Arbeit ist für unser Leben von zentraler Bedeutung: Durch Arbeit sichern wir unsere Existenz, schaffen wir Werte und Wohlstand. Wer von Arbeit spricht, meint meist die bezahlte Lohnarbeit. Das Verständnis hat sich in der Geschichte deutlich gewandelt. Im Sprichwort »Sich regen bringt Segen« verbirgt sich eine weite Vorstellung vom Tätigsein. Gemeint sind der »Broterwerb« und die Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg, gemeint sind aber auch Wohltätigkeit und Erziehung, innere Zufriedenheit und der Einklang mit Gott und der Welt. Könnte es uns helfen, wieder mehr nach dem Sinn und nicht nur nach dem Ertrag von Arbeit zu fragen?

Viele Spurensucher fanden einen Zugang zum Thema über die Arbeitsbiografien von Verwandten. Aber auch die Geschichten von kleineren und mittleren Firmen bildeten einen der Schwerpunkte des Wettbewerbs. Zu fast allen wirtschaftlichen Bereichen und Branchen haben die Jugendlichen geforscht, im Fokus standen hier insbesondere die Land- und Forstwirtschaft. Eine ganze Reihe von Teilnehmern ist Berufen nachgegangen, die es nicht mehr gibt – vom Böttcher über den Drahtzieher bis zum Torfstecher.

Die Jugendlichen wollten wissen, wie Menschen mit den steigenden Anforderungen an ihr fachliches Können im Zuge der Technisierung umgingen, und loteten aus, welche Chancen und Risiken Selbstständigkeit in West- und seit der Wende auch in Ostdeutschland boten. Nicht zuletzt gingen Teilnehmer der Frage nach, wie Unternehmer in früheren Zeiten ihre soziale Verantwortung gegenüber den Arbeitern und Angestellten wahrgenommen haben.

Wettbewerb 2004/05:
5.922 Teilnehmer,
1.380 Beiträge

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