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2008/09

Helden: verehrt – verkannt – vergessen

Was verstehen heutige Jugendliche unter »Helden«? Worin sehen sie vorbildliches Verhalten und worin nicht? Welche unentdeckten historischen Helden stellen sie ins Rampenlicht? Inmitten der größten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland waren die Jugendlichen aufgefordert, nach den  Helden in der Geschichte zu forschen und hierbei jene Werte und Normen zu reflektieren, die an Vorbilder zu unterschiedlichen Zeiten in der Geschichte angelegt wurden.

In ihren Arbeiten gingen die Teilnehmer historischen Beispielen für Zivilcourage nach. Sie fragten nach den Interessen und Motiven der Heldenmacher und demontierten falsche Vorbilder. Dabei entwickelten die Jugendlichen ihre eigenen Heldendefinitionen. Helden waren für sie vor allem sozial verantwortlich handelnde Personen, die friedfertigen und uneigennützigen Motiven folgten und die bereit waren, für ihre Ideale und ihre Mitmenschen Opfer zu erbringen. Zugleich kritisierten sie medial inszenierten Heldenruhm, der in seiner Vergänglichkeit und Oberflächlichkeit von den Jugendlichen auch als Ausdruck einer überindividualisierten Gesellschaft verstanden wurde.

Rund ein Drittel aller Teilnehmer befasste sich mit stillen Helden und Widerstandskämpfern während des Nationalsozialismus. Häufig forschten die Kinder und Jugendlichen auch zu Alltagshelden wie Lebensrettern und zu Vorkämpfern der Demokratie und Fraurechtlerinnen. Vor allem ältere Teilnehmer interessierten sich für die Rezeptionsgeschichte lokaler Helden und für die Auseinandersetzung um Denkmäler oder die Vereinnahmung von Helden unter verschiedenen politischen Vorzeichen.

Wettbewerb 2008/09:
6.624 Teilnehmer,
1.831 Beiträge

Preisverleihungen 2009

Bundespreisverleihung

Am 6. November 2009 zeichnete Bundespräsident Horst Köhler in Schloss Bellevue die fünf besten Arbeiten beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten aus und empfing ihre Tutoren und die Vertreter der zehn besten Schulen im Wettbewerb.

Landespreisverleihungen

Im Sommer 2009 wurden auf den 14 Landespreisverleihungen des Geschichtswettbewerbs die Landessieger beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2008/09 »Helden: verehrt – verkannt« ausgezeichnet.

Landespreisverleihung Sachsen

Am 23. Juni 2009 zeichnete Hans-Jörg König, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Kultus, im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig die 16 Landessieger aus Sachsen aus. Insgesamt hatten sich 331 Jugendliche mit 99 Beiträgen beteiligt.

Landespreisverleihung Hamburg

Bildungssenatorin Christa Goetsch zeichnete am 26. Juni 2009 im KörberForum – Kehrwieder 12 die neun Landessieger aus Hamburg aus. In der Hansestadt hatten 201 Kinder und Jugendliche insgesamt 64 Beiträge beim Wettbewerb eingereicht.

Landespreisverleihung Nordrhein-Westfalen

Im Haus der Geschichte in Bonn überreichten am 29. Juni 2009 Schulministerin Barbara Sommer, der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte Hans Walter Hütter und Ulrich Wegener, Kommandeur im Bundesgrenzschutz a.D., die Urkunden an die 81 Landessieger aus Nordrhein-Westfalen. 

Landespreisverleihung Berlin / Brandenburg

Staatssekretärin Claudia Zinke (Berlin) und Staatssekretär Burkhard Jungkamp (Brandenburg) zeichneten am 3. Juli 2009 im Deutschen Historischen Museum in Berlin die zwölf Landessieger aus Berlin und Brandenburg aus. In beiden Länder nahmen insgesamt 330 Teilnehmer mit 76 Wettbewerbarbeiten teil.

Landespreisverleihung Hessen

Am 6. Juli 2009 zeichnete Landtagsvizepräsident Heinrich Heidel im Landtag in Wiesbaden die 15 hessischen Landessieger aus. In Hessen hatten 375 Schülerinnen und Schüler 100 Wettbewerbsprojekte eingereicht.

Landespreisverleihung Schleswig-Holstein

Staatssekretär Wolfgang Meyer-Hesemann und Landtagsvizepräsidentin Ingrid Franzen zeichneten am 14. Juli 2009 im Kieler Landtag die sechs Landessieger aus Schleswig-Holstein aus. In Schleswig-Holstein hatten sich 280 Jugendliche mit 41 Beiträgen beteiligt.

Landespreisverleihung Mecklenburg-Vorpommern

Im Festsaal des Schweriner Schlosses zeichneten am 15. Juli 2009 Bildungsminister Henry Tesch und Landtagsvizepräsident Andreas Bluhm die fünf Landessieger und die fünf Förderpreisträger aus Mecklenburg-Vorpommern aus. 166 Schülerinnen und Schüler hatten sich mit 81 Arbeiten beteiligt.

Landespreisverleihung Baden-Württemberg

Am 20. Juli 2009 zeichnete Staatssekretär Georg Wacker im Neuen Schloss in Stuttgart die 20 Landessieger aus Baden-Württemberg aus. Ingesamt hatten sich 599 Schülerinnen Jugendliche mit 142 Arbeiten beteiligt.

Landespreisverleihung Bremen

Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper und Dr. Klaus Wehmeier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, zeichneten am 11. August im Focke-Museum in Bremen die fünf Landessieger und vier Förderpreisträger der Hansestadt aus. In Bremen hatten 116 Jugendliche teilgenommen.

Landespreisverleihung Sachsen-Anhalt

Im Freylinghaus-Saal der Franckeschen Stiftungen zu Halle zeichnete am 14. August der Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Jan Hendrik Olbertz die sieben Landessieger aus Sachsen-Anhalt aus. 132 Schülerinnen und Schüler hatten sich mit 41 Beiträgen am Wettbewerb beteiligt.

Landespreisverleihung Thüringen

Ministerpräsident Dieter Althaus zeichnete am 18. August in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt die vier Landessieger beim aus. Weitere vier Beiträge wurden mit einem Förderpreis gewürdigt. Insgesamt hatten sich 61 Schülerinnen und Schüler aus Thüringen am Wettbewerb beteiligt.

Landespreisverleihung Niedersachsen

Im Historischen Museum am Hohen Ufer in Hannover zeichnete die niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister Neumann die 25 Landessieger beim Geschichtswettbewerb aus. 802 Kinder und Jugendliche hatten sich mit 234 Beiträgen am Geschichtswettbewerb beteiligt. Damit war Niedersachsen gemessen an den Teilnahme- und Beitragszahlen das zweistärkste Land im Wettbewerb.

Landespreisverleihung Rheinland-Pfalz

Am 31. August zeichnete Staatssekretärin Vera Reiß die im Foyer des Landesarchivs und der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer die 20 Landessieger beim Geschichtswettbewerb aus. Insgesamt hatten sich 447 Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz mit 133 Beiträgen beteiligt. Die Jury vergab weitere 20 Förderpreise im Bundesland.

Landespreisverleihung Bayern

Staatssekretär Dr. Marcel Huber zeichnete in der Residenz Würzburg am 1. Oktober 2009 die 16 bayerischen Landessieger aus. Kooperationspartner der Körber-Stiftung für die Landespreisverleihung war das Haus der Bayerischen Geschichte. Insgesamt hatten sich Bayern 768 Schülerinnen und Schüler mit 118 Beiträgen am Wettbewerb beteiligt. Die Jury vergab weitere 17 Förderpreise.

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