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Teilnehmerbereich

Herzlich willkommen im Teilnehmerbereich!

Schön, dass du hier bist! Auf dieser Seite erfährst du alles, was du rund um den Geschichtswettbewerb wissen musst. Wie recherchiere ich Literatur und Quellen zu meinem Thema? Welche Beitragsformen kann ich beim Wettbewerb einreichen? Antworten auf diese Fragen sowie Tipps und Hilfestellung für dein Projekt findest du auf dieser Seite. Zudem berichten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Erfahrungen.

Bis zum 28. Februar 2019 hast du Zeit, ein historisches Thema zu erforschen und einen Beitrag zum Wettbewerb einzureichen.

Was ist der Geschichtswettbewerb?

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FAQ

Fragen und Antworten rund um den Ablauf und die Teilnahme beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sind hier zusammengefasst.

Häufig gestellte Fragen (PDF)

»Ich mache mit!«

Download (PDF)

Der Spurensucher-Pass bestätigt dir die Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Schreibe deinen Namen in das Feld und zeige ihn bei deinem Archiv- oder Museumsbesuch vor.

Gedruckt findest du den Pass auf der Rückseite vom Projektheft (s.u.).

Thema & Aufgabe 2018/19

»So geht’s nicht weiter. Krise Umbruch Aufbruch«

… lautet das Thema der 26. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten.

Das Thema

Wir alle kennen es, wenn eine Situation an einen kritischen Punkt kommt und alles um einen herum plötzlich fremd wirkt und man nicht mehr weiterweiß. Man ist überfordert und fühlt sich hilflos. So etwas bezeichnet man als Krise. Eine Krise ist ein Ausnahmezustand, also eine nicht übliche Situation im Leben eines Menschen. Zum Beispiel Krankheit, Trennung oder jemand verliert seine Arbeit. Zu den Krisen zählen auch Umweltkatastrophen oder Wirtschaftskrisen.

Auch früher gab es schon Situationen, die Menschen vor besondere Herausforderungen gestellt haben. Das ist nichts Neues. Diese Umbrüche und Wendepunkte veränderten die Menschen und auch das Leben der Menschen. Daher mussten die Menschen handeln, damit ein Zusammenleben wieder funktionieren konnte.

Zum Beispiel:

  • Die Demokratie in Athen geriet in die Krise. Später auch das Römische Reich.
  • Bauernkriege und die Reformation waren ebenso Umbrüche. Bei der Reformation kam es zur Bildung der evangelischen Kirche.
  • Auch das Ende vieler Handwerksberufe durch die Industrialisierung galt als Umbruch. Industrialisierung bedeutet, dass viele Produkte nicht mehr mit der Hand, sondern mit Hilfe von Maschinen hergestellt wurden.
  • Politische und soziale Krisen sorgten für Umstellungen innerhalb der Gesellschaft.
  • Revolutionen (z. B. radikale Veränderungen einer politischen Lage), Aufstände, Migrationsbewegungen (z. B. flohen Menschen aus verschiedenen Gründen aus ihrem Herkunftsland) und die Verfolgung von Minderheiten haben damals Familien auseinandergebracht oder zerstört.
  • Der Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie. So wurden z. B. zahlreiche Werke geschlossen und viele Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.
  • Die Atomkatastrophe von Tschernobyl, bei der ein Reaktor des Atomkraftwerks explodiert ist. An den Folgen der radioaktiven Strahlung starben sehr viele Menschen.

Krise als Neuanfang

Im ersten Moment ist eine Krise oftmals etwas Negatives, doch blickt man auf Krisen zurück, entstanden daraus oft auch Neuanfänge, denn die Menschen mussten umdenken und sich erneut anpassen. Bei technischen Katastrophen beispielsweise mussten die Sicherheitssysteme angepasst werden oder durch den Zusammenbruch von politischen Systemen stellten die Menschen ihre alten Denkweisen in Frage und wurden zum Umdenken angeregt.

Die Menschen wurden auch immer wieder selbst aktiv, wenn es um die Bewältigung von politischen Krisen ging. Sie gründeten den ersten Frauenbildungsverein (dort kämpften Frauen z. B. um das Frauenwahlrecht) und es gab die Studenten-Protestbewegung (Studenten protestierten gegen den Vietnamkrieg) oder die Bürgerrechtsbewegung in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Bei den Bürgerrechtsbewegungen versammelten sich viele Gruppen von Menschen und haben sich für die Menschenrechte eingesetzt.

Krisen und Umbrüche wirkten sich jedoch nicht auf alle Menschen gleich aus. Wie überall gab es Gewinner und Verlieren. Während Gewinner von einer Krisensituation profitieren konnten, indem sie die Opfer einer Krise ausbeuten konnten, mussten Verlierer im schlimmsten Falle sogar mit ihrem Leben bezahlen.

Anregungen für den Wettbewerb

Für deine eigene Spurensuche können dir folgende Fragen helfen:

  • Wie haben die Menschen damals die Krisen, Umbrüche und Aufbrüche wahrgenommen?
  • Wie sind die Menschen damals mit den Krisen, Umbrüchen und Aufbrüchen umgegangen?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten hatten die Menschen damals? Wie konnten die Ausnahmesituationen bewältigt werden?
  • Wie lebten die Menschen danach zusammen? Konnten die Menschen aus der Krisenerfahrung lernen? Wie wird heute auf damalige Krisen geschaut?

Die Aufgabe

Wähle ein geschichtliches Beispiel zum Wettbewerbsthema »Krise, Umbruch, Aufbruch«, das dich besonders interessiert. Überlege, was du auf deiner Spurensuche herausfinden möchtet. Wichtig: Dein Thema muss entweder etwas mit deinem Wohn- oder Schulort oder mit der Geschichte deiner Familie etwas zu tun haben.

Suche und sammle Materialien und Quellen zu deinem Thema. Dies können Fotos, Dokumente, Pläne, Briefe oder Berichte sein. Diese Materialien und Quellen findest du an Orten wie, Museen, Bibliotheken, Archiven, bei der Stadt oder Gemeinde, Vereinen oder Unternehmen. Vielleicht findest du ja sogar Materialien in deiner Familie oder kannst du Zeitzeugen und Experten du deinem Thema befragen? Private Fotos, Tagebücher und Briefe sind immer spannende Quellen. Wichtig ist auch eine unterschiedliche Sichtweise von Personen und Einrichtungen auf dein Thema, daher sind verschiedene Quellen besonders interessant.

Präsentiere deine Ergebnisse. Du kannst deinen Beitrag zum Geschichtswettbewerb schriftlich, als Film, Hörspiel, Theaterstück, in einer Ausstellung, in einem Erzählcafé oder einer anderen Form präsentieren – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Bei den kreativen Darstellungsformen ist es ebenfalls wichtig einen Arbeitsbericht zu verfassen, damit die Jury sieht, dass du historisch geforscht hast, also deine Vorgehensweise, wo du recherchiert hast, deine Schwierigkeiten und Erfolge und zu guter Letzt deine Quellen, die du verwendet hast.

Beschreibe anschaulich und differenziert an deinem Beispiel, wie die jeweilige Krise entstanden ist, welchen Verlauf und welchen Ausgang sie nahm. Schildere, was die Krise war, wie sie zustande kam und ob sie den Alltag der Menschen beeinflusst hat. Gab es Menschen die unter einer Krise oder einem Umbruch litten oder hat auch jemand davon profitiert? Beschreibe auch, wie die betroffenen Personen handelten und wie sie mit der Situation umgingen. Gehe auch auf die Folgen der Krise ein und beschreibe ihre Auswirkungen, bewirkte sie einen Aufbruch zum Besseren?

Erkläre an deinem Beispiel, wie die Menschen die Krise wahrgenommen haben und wie sich das Leben der Menschen verbessert hat. Warum haben sie unterschiedlich gehandelt? Wie hat sich das Leben der Menschen durch die Krise verändert? Nenne Gründe für mögliche andere Einflüsse, die zu dieser Krise geführt haben können.

Beurteile an deinem Thema das Handeln der Menschen in der Krise und die Veränderungen, die aus ihr entstanden sind. Überprüfe, ob die Folgen der von dir untersuchten Krise langfristig spürbar waren oder es sogar bis heute sind. Überlege dir, ob man aus früheren Krisen oder Umbrüchen für heute lernen kann. Bringe auch deine persönliche Meinung in deine Überlegungen ein.

Kennzeichne in deiner Arbeit, woher du deine Informationen hast (Quellen aus Archiven, Gegenstände, Fotos, Bücher, Internetseiten, Interviews usw.) Notiere dazu all deine Quellen am Ende deines Beitrags in einer Liste.

Reflektiere in einem Arbeitsbericht deine Erfahrungen während des Geschichtswettbewerbs: Zeige, wo und wie du deine Informationen gefunden hast. Beschreibe was besonders gut lief und wo du Schwierigkeiten hattest, beschreibe wie du diese Hindernisse gelöst hast. Was hat dir besonders großen Spaß gemacht und was hast du dabei gelernt? Hast du noch Fragen, die du in deinem Beitrag nicht beantworten konntest? Schreibe auch diese Fragen in deinen Arbeitsbericht.

Preise: Mitmachen lohnt sich!

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine persönliche Urkunde. Darüber hinaus lobt die Körber-Stiftung 550 Geldpreise auf Bundes- und Landesebene aus. Die Auszeichnung der besten Arbeiten in den Bundesländern erfolgt auf den Landespreisverleihungen. Die 250 Landessieger im Wettbewerb haben anschließend die Chance, auch einen von 50 Bundespreisen zu erringen. Die Erstpreisträger und ihre Tutoren werden vom Bundespräsidenten persönlich in Schloss Bellevue ausgezeichnet. Prämiert wird auch die erfolgreichste Schule in jedem Bundesland. Die erfolgreichsten Tutoren einer Wettbewerbsrunde werden zu einer mehrtägigen Akademie eingeladen. Bundespreisträger in der Oberstufe können sich außerdem für ein Sonderauswahlverfahren der Studienstiftung des deutschen Volkes qualifizieren und sich für europäische History Camps des Geschichtsnetzwerkes EUSTORY bewerben.

Bundesebene

5 erste Preise zu je 2.000 Euro
15 zweite Preise zu je 1.000 Euro
30 dritte Preise zu je 500 Euro

Landesebene

250 Preise für einen Landessieg zu je 250 Euro
250 Förderpreise zu je 100 Euro

Sonderpreise 2018/19

In der 26. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten werden neben den Preisen auf Landes- und Bundesebene zusätzlich Sonderpreise vergeben. In diesem Jahr lobt die WDR-Geschichtsredaktion vier Sonderpreise für die besten Radiosendungen aus, und die GEOlino-Redaktion prämiert die fünf kreativsten Gruppenbeiträge (ab fünf Personen) in der Altersgruppe bis Klasse 6. Beiträge, die die Anforderungen der Sonderpreise erfüllen, nehmen automatisch am Bewertungsverfahren der Sonderpreise teil. Zusätzlich nehmen sie auch am regulären Bewertungsverfahren teil. Eine Anmeldung für die Sonderpreise ist demnach nicht erforderlich. Bitte beachten Sie die ausführlichen Anforderungen zu den Sonderpreisen.

Ausführliche Anforderungen GEOlino-Sonderpreis (PDF)
Ausführliche Anforderungen WDR-Sonderpreis (PDF)

Materialien

Verschiedene Materialien helfen dir bei deiner Projektarbeit. Du kannst die Hefte herunterladen oder kostenfrei per E-Mail an gw@koerber-stiftung.de bestellen.

Das Wettbewerbsmagazin spurensuchen enthält die offizielle Ausschreibung, gibt Anregungen zum Thema, methodische Hilfestellungen und Serviceangebote.

Das Projektheft für Schülerinnen und Schüler leitet in Kurzform durch alle Phasen der Projektarbeit.

Plakate zum Wettbewerb

Bestellen Sie die Plakate zum Wettbewerb per E-Mail an gw@koerber-stiftung.de.

Anregungen für junge Spurensucher

Du möchtest mehr über Revolutionen, Umbrüche und Neuanfänge erfahren? Bestell die Juni- Ausgabe von ›GEOlino Zeitreise‹, kostenfrei unter: gw@koerber-stiftung.de.

Arbeitsmaterialien

Arbeitsblätter zur historischen Projektarbeit

Jeder Wettbewerbsbeitrag ist einzigartig. Aber viele Fragen stellen sich im Rahmen jeder Spurensuche: Passt meine Fragestellung zum Wettbewerbsthema? Wo finde ich Material zu meinem Thema? Wie werte ich Quellen und Interviews aus?

Die Arbeitsblätter für Schülerinnen und Schüler stellt die wichtigsten Schritte der historischen Projektarbeit vor. Du findest Informationen und Tipps zu jedem Abschritt sowie Checklisten und Arbeitsblätter, die du zur Vorbereitung nutzen oder direkt für die Arbeit in der Geschichts-AG oder im Archiv verwenden kannst.

Du kannst dir den vollständigen Leitfaden herunterladen, um einen Gesamtüberblick zu erhalten. Oder du wählst genau das Kapitel aus, das du gerade brauchst, um weiter an deinem Beitrag zu arbeiten.

Gesamtausgabe (PDF)

Schritt für Schritt

1. Themensuche
Themensuche und Fragestellung (PDF)

2. Recherche
Recherchewege (PDF)
Archivrecherche (PDF)
Zeitzeugeninterview (PDF)

3. Darstellungsform
Darstellungsformen (PDF)
Kreative Darstellungsformen (PDF)

4. Auswertung der Quellen
Auswertung von Quellen (PDF)
Literatur (PDF)
Gliederung (PDF)

5. Literatur- und Quellenverzeichnis
Zitate und Literaturangaben (PDF)

6. Arbeitsbericht
Arbeitsbericht (PDF)

7. Zeit- und Projektplanung
Zeit- und Projektplanung (PDF)

Recherchetipps

Am Anfang jeder historischen Projektarbeit steht die Recherche. Es gilt Quellen und Material zu finden, die dir bei der Bearbeitung deines Themas und deiner Fragestellung helfen. Historische Dokumente, Nachschlagwerke und Fachliteratur findest du in Archiven, Museen und Bibliotheken, am besten bei dir in der Nähe. Das Stöbern dort kann dir auch helfen, ein Thema zu finden. Vielleicht gibt es im Archiv Dokumente, die von einem spannenden Ereignis erzählen?

Archive in Deutschland

Archive spielen beim Geschichtswettbewerb eine große Rolle: Durch sie erhält man die Möglichkeit mit dem Quellenmaterial einen direkten Zugang zur Geschichte des eigenen Ortes, der eigenen Region, des Landes zu erhalten.

Die Suche nach Archiven in Deutschland zeigt ein breit gefächertes Angebot quer über die Bundesrepublik verteilt. Oftmals ist es lohnenswert, bereits im Vorfeld Kontakt mit einzelnen Archiven aufzunehmen, um sich direkt und auch in größeren Gruppen anzumelden.

In dieser Karte findest du eine Auswahl an Archiven. Viel Spaß bei der Suche!

Kreative Beiträge

Tipps für kreative Beiträge beim Geschichtswettbewerb

Du kannst deinen Beitrag nicht nur in schriftlicher Form einreichen; ob Film, Hörspiel, Ausstellung oder Comic – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Beispiele und Tipps für Kreative Darstellungsformen findest du hier:
Kreative Darstellungsformen (PDF)

Worauf du bei kreativen Beiträgen achten solltest:

Beitragsform

Überlege, welche Beitragsform sich für dein gewähltes Thema eignet. Wenn du zum Beispiel viele Interviews führen wirst, bietet sich ein Film oder Audiobeitrag an. Wenn du mit Fotos oder Bildern arbeitest, ist es einfacher, diese in einer Ausstellung oder einer Präsentation aufzuarbeiten. Du kannst toll zeichnen oder schreiben? Dann kannst du auch einen Comic zeichnen oder eine Kurzgeschichte verfassen. Überlege dir, wo deine Stärken liegen – denn die Teilnahme macht gleich doppelt Spaß, wenn du dein Thema mit einem Hobby oder einer Leidenschaft verbinden kannst.

Technische Umsetzung

Die Auswahl der Beitragsform sollte auch mit Blick auf die dafür erforderliche Technik entschieden werden. Informiere dich rechtzeitig, ob du beispielsweise für einen Film eine Kamera zur Verfügung hast und dich entsprechend mit der Bedienung auskennst.

»Roter Faden«

Auch für kreative Beiträge ist eine Gliederung wichtig. Überlege dir im Vorfeld genau, wie du dein Thema bearbeiten und darstellen möchtest, es empfiehlt sich zum Beispiel ein Drehbuch oder ein Konzept zu schreiben. Zeige deinen Beitrag vor dem Abschicken am besten einer Person, die noch nichts über dein Thema weiß, so kannst du überprüfen, ob dein Thema verständlich aufbereitet ist – für die Leserschaft sollte ein »roter Faden« erkennbar und nachvollziehbar sein.

Quellenarbeit

Bei jeder Beitragsform muss erkenntlich werden, woher du deine Informationen und Materialien hast. Dafür empfiehlt es sich, ein Literatur- und Quellenverzeichnis anzulegen und es entweder in deinen Beitrag einzugliedern oder schriftlich beizulegen. Verwendete Fotos oder Bilder solltest du beschreiben und erklären, warum du sie für dein Thema ausgewählt hast und wofür sie stehen.

Einreichen

Bei kreativen Beiträgen achte darauf, dass Film- oder Audiodateien auf handelsüblichen Windows-PCs problemlos abspielbar sind. Die Dateien sollten ohne weitere Installation gestartet und abgespielt werden können. Filme oder Hörspiele sollten eine Laufzeit von insgesamt 45 Minuten nicht überschreiten. Beiträge, die nicht online hochgeladen werden können (Spiele, Fotopräsentation etc.), sollten zunächst als Fotodokumentation mit einer kurzen schriftlichen Erklärung zu Idee, Umsetzung und Anwendung eingereicht werden.

Interview: »Ein Film transportiert Emotionen am besten«

Filme sind eine beliebte Beitragsform beim Geschichtswettbewerb geworden. Paula Lange sprach mit den Schülern Lea Emmel und Marvin Stelter über ihre Erfahrungen bei dem Filmprojekt zum Geschichtswettbewerb.

Ihr habt beim Wettbewerb 2014/15 »Anders sein. Außenseiter in der Geschichte« einen Film eingereicht. Was hat euch an der Beitragsform »Film« besonders gefallen?

Lea Emmel: Besonders gut gefallen hat mir die Bandbreite an verschiedenen Aufgabenfeldern, die ein Film mit sich bringt. Ob vor oder hinter der Kamera, in der Technik oder beim Schreiben des Drehbuchs – jeder konnte sich irgendwie einbringen. Außerdem bot uns der Film die Möglichkeit, unsere Forschungsergebnisse lebhaft zu präsentieren.

Marvin Stelter: Generell schafft man es am besten durch Filme, Emotionen zu transportieren. Die Authentizität der befragten Personen wird dann am besten widergespiegelt.

Welche Herausforderungen waren mit der Produktion des Films verbunden?

Lea Emmel: Eine Herausforderung war das Auswerten des stundenlangen Filmmaterials. Wir wollten alles Mögliche präsentieren, mussten uns aber auf das Wesentliche beschränken. Somit hatten wir die Aufgabe zu entscheiden, was wichtig ist und was nicht – das war nicht immer einfach.

Marvin Stelter: Es war schwierig, ein genaues Drehbuch zu verfassen, da alles bis auf die Sekunde genau durch getaktet sein musste. Nur wenige aus dem Kurs hatten Erfahrung mit der Bedienung einer professionellen Filmkamera. Dennoch waren dies nur Kleinigkeiten, die wir mit der Zeit in den Griff bekamen. Selbst das Schneiden des Films war nach längerer Auseinandersetzung mit dem Programm zwar noch mühsame Kleinstarbeit, hat aber dennoch sehr viel Spaß gemacht und klappte am Ende problemlos.

Ihr habt viele Zeitzeugeninterviews geführt. Wie gestaltete sich die Suche nach passenden Gesprächspartnern?

Lea Emmel: Wir haben einige Gesprächspartner gefunden, da viele Menschen in unserer Region mit dem Thema »Aussiedler« und deren Integration konfrontiert sind – bewusst oder unbewusst. Somit ließen wir unsere Kontakte spielen und hatten schnell eine ausreichende Anzahl von bereitwilligen Menschen, die mit ihren persönlichen Erfahrungen und Geschichten den Grundbaustein für unser Projekt lieferten.

Wie hat euch euer Tutor beim Projekt unterstützt?

Lea Emmel: Vor allem organisierte er für uns eine professionelle Filmausrüstung vom »Offenen Kanal« in Mainz, die wir selbstständig nutzen konnten. Während unserer Arbeit an dem Film stand er uns bei Fragen und kleinen Startschwierigkeiten motivierend zur Seite.

Marvin Stelter: Da kann ich mich nur anschließen. Dadurch, dass wir die Technik des Offenen Kanals Mainz nutzen konnten, hatten wir viel bessere Möglichkeiten, unsere Ideen umzusetzen. Ohne sein Engagement wäre das Projekt wahrscheinlich um einiges chaotischer verlaufen.

Was würdet ihr anderen Jugendlichen empfehlen, die ein Filmprojekt planen?

Lea Emmel: Ich empfehle den Film nicht zu lang zu gestalten, damit der Zuschauer nicht das Interesse verliert. Bei der Produktion sollte man sich immer wieder klar machen, was die Aussage des Films sein soll. Hilfreich dabei ist ein detailliertes Drehbuch mit einem erkennbaren »roten Faden«.

Marvin Stelter: Eine feste und klare Aufgabenverteilung von Beginn an ist sehr wichtig (z.B. Drehbuch, Filmen, Schneiden, Interviews vorbereiten/durchführen etc.). Außerdem sind eine (halbwegs) professionelle Kamera und ein gutes Schnittprogramm notwendig, um die Arbeiten an einem Film angenehm zu gestalten.

Die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Herzog-Johann-Gymnasiums in Simmern (Rheinland-Pfalz) wurden für ihren Film »Auf der Suche nach Heimat Deutsche unter Deutschen als Fremde« beim Geschichtswettbewerb 2014/15 mit einem Landessieg ausgezeichnet.

Weiterlesen: Ein Interview mit dem Tutor Andreas Hintze findet sich im
Magazin spurensuchen (PDF), Seite 28.

Illustrationen: Anke Bär

Tipps zur technischen Umsetzung

Die technische Umsetzung bei Film- oder Audioprojekten ist nicht immer leicht. Deutschlandweit gibt es Medienanstalten und Verbände, die Medien zugänglich machen und medienpädagogische Projekte unterstützen. Sie bieten eine Plattform für eigene Radiobeiträge, richten Medienwerkstätten ein oder stellen Materialien zur Verfügung.

Es gibt bundesweite Verbände wie zum Beispiel den Bundesverband Offener Kanäle (bundesweite Übersicht der offenen Kanäle, PDF), außerdem die bundesweite Medienanstalt, die kostenlose Unterstützung bei der Erstellung multimedialer Beiträge anbieten.

Außerdem gibt es gemeinnützige Unternehmen wie Tide in Hamburg oder Alex Berlin, die sowohl Beratung und Schulungen als auch technische Unterstützung bei der Produktion von Film und Radio bieten.

Übersicht Landesmedienanstalten

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin/Brandenburg
Bremen
Hamburg/Schleswig-Holstein
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Saarland
Thüringen

Teilnahmebedingungen & Einreichung

Teilnehmen können alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland unter 21 Jahren – allein, in Gruppen oder mit der gesamten Klasse. Für die Teilnahme am Geschichtswettbewerb ist keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme erfolgt durch Eingabe der Beitragsdaten und Upload eines Beitrags in der Einreichdatenbank bis zum Einsendeschluss am 28. Februar. Eingereichte Beiträge müssen in deutscher Sprache verfasst sein. Die Beitragsform ist von den Teilnehmenden frei wählbar – schriftlicher Beitrag, Filme, Hörspiele, Multimediapräsentationen, Ausstellungen, Spiele usw. – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Die Beiträge werden beim Geschichtswettbewerb online über www.gw-einreichen.de eingereicht. Ab dem 1. September ist die Einreichdatenbank freigeschaltet. Alle Teilnehmerdaten und die Beiträge müssen bis zum Einsendeschluss eingegeben und hochgeladen werden. Mit der Einreichung müssen sich die Teilnehmenden mit den Teilnahmebedingungen und Datenschutzhinweisen einverstanden erklären. Die vollständigen Teilnahmebedingungen und Datenschutzhinweise können Sie hier herunterladen.

Teilnahmebedingungen (PDF)

Datenschutzhinweise (PDF)

Hinweise zur Einreichdatenbank (PDF)

Preisträgerinnen und Preisträger erzählen von ihren Erfahrungen

Seit Wettbewerbsgründung 1973 haben sich mehr als 141.000 junge Leute mit über 31.500 Beiträgen am Geschichtswettbewerb beteiligt. Einige von unseren Preisträgerinnen und Preisträgern berichten hier von ihren Erfahrungen.

Teile auch deine Erlebnisse und Erfahrungen während deiner historischen Spurensuche auf Instagram und Facebook! #MeineSpurensuche #geschichtswettbewerb

Arved Schreiber, Teilnahme 2016/17, Rheinland-Pfalz
»Mein persönliches Highlight war das Gespräch mit meinem 93-jährigen Zeitzeugen, welcher mir die Existenz einer bis dato unbekannten Thingstätte bestätigte.«

Friederike Krause, Teilnahme 2002/03 und 2004/05, Nordrhein-Westfalen
»Wenn man sich mit (der eigenen) Geschichte beschäftigt, muss man sich immer wieder fragen: Was sagt mir das heute, und was bedeutet das vielleicht für morgen?«

Peter von Elsner, Teilnahme 2014/15, Sachsen-Anhalt
»Besonders das Erforschen von Originalquellen in Archiven und der Einblick in wissenschaftliches Arbeiten haben mich gereizt. Tatsächlich wurden die Archivbesuche die spannendsten Erfahrungen während der Arbeitsphase: Alte Akten zu entziffern, die vor mir nur wenige Personen betrachtet hatten, war sehr aufregend.«

Daniel Erb, Teilnahme 2012/13, Hessen
»Mein schönster Moment war – neben der Einladung zur Bundespreisverleihung nach Berlin – der Augenblick, als ich die fertig gedruckte Arbeit in den Händen hielt. Das hat mir das Gefühl gegeben, dass sich die Mühen der vergangenen Monate absolut gelohnt haben.«

Luise Maidowski, Teilnahme 2006/07 und 2008/09, Nordrhein-Westfalen
»Besonders die kreative Auseinandersetzung mit Geschichte hat mich gereizt, am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilzunehmen. Er bot mir völlig andere Möglichkeiten und Blickwinkel, als mir die Schule je ermöglichen konnte.«

Clemens Weinbrenner, Teilnahme 2008/09, Baden-Württemberg
»Besonders toll ist, dass ich über meine Teilnahme am Wettbewerb hinaus an Workshops und Seminaren für Preisträger teilnehmen konnte und weiter gefördert wurde. So konnte ich schon von vielen Angeboten profitieren.«

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