Teilnehmerbereich

Herzlich willkommen im Teilnehmerbereich!

Es ist wieder soweit! Unter dem Motto ›Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft‹ startet am 1. September 2020 der 27. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Einsendeschluss ist am 28. Februar 2021.

In diesem Jahr ist allerdings alles etwas anders: Durch die Corona-Krise hat sich dein Schulalltag verändert, Museen und Archive sind vielleicht nicht wie gewohnt zu besuchen, Interview-Treffen müssen besonders vorbereitet werden – die Arbeit an deinem Forschungsprojekt zum Wettbewerb wird sich daher möglicherweise etwas anders gestalten. Eines aber bleibt sie: eine Spurensuche!

Auf den folgenden Seiten erfährst du alles, was du rund um den Geschichtswettbewerb wissen musst. Wie recherchiere ich Literatur und Quellen zu meinem Thema? Welche Beitragsformen kann ich beim Wettbewerb einreichen? Antworten auf diese Fragen sowie viele (digitale) Tipps und Hilfestellungen für dein Projekt findest du auf dieser Seite. Zudem berichten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Erfahrungen.

Tipp: Am 8. September 2020 fand ein digitaler Auftaktworkshop statt, bei dem Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Erfahrungen berichtet haben. Hier kannst du das Gespräch als Video anschauen.

Am 16. und 19. November 2020 (je von 16.00 bis 17.00 Uhr) bieten wir zwei weitere Online-Termine für Teilnehmende an, melde dich zur »Digitalen Sprechstunde« an. Hier geht es zur Anmeldung.

Was ist der Geschichtswettbewerb?

#MeineSpurensuche

Der Geschichtswettbewerb ist auf Instagram. Poste Fotos von deiner Spurensuche und teile dein Erlebnis! #MeineSpurensuche #geschichtswettbewerb

Instagram

FAQ

Fragen und Antworten rund um den Ablauf und die Teilnahme beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sind hier zusammengefasst.

Häufig gestellte Fragen (PDF)

Geschichtswettbewerb 2020/21

»Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft«

… so lautet das Thema der 27. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten.

Ob sportinteressiert, selbst Sport treibend oder ablehnend: Sport begegnet uns allen und überall: in Schule, Freizeit und Medien. Durch die aktuelle Corona-Pandemie wurde der Sport, wie wir ihn kennen, jedoch zeitweise stillgelegt. Was wir heute Sport nennen, wurde zu verschiedenen Zeiten auf unterschiedlichste Art und Weise betrieben. Vom antiken Olympia bis in die Allianz Arena, vom Weltrekordversuch zum Pausenhofkick – die Geschichte des Sports reicht über Jahrtausende und vom ganz Großen bis ins Kleine.  Sport war zu allen Zeiten ein Abbild der Gesellschaft und ist es bis heute, denn es zeigte immer auch die ganze Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Gesellschaft auf.

Vom 1. September 2020 bis zum Einsendeschluss am 28. Februar 2021 sind alle Kinder und Jugendlichen – vom Grundschulalter bis 21 Jahren – eingeladen, sich zum neuen Thema auf historische Spurensuche zu begeben.

Das aktuelle Wettbewerbsmagazin spurensuchen enthält die offizielle Ausschreibung, gibt Anregungen zum Thema, methodische Hilfestellungen und Serviceangebote.

Das Projektheft für Schülerinnen und Schüler leitet in Kurzform durch alle Phasen der Projektarbeit, außerdem bietet dir der Kalender Platz für deine Termine und das Heft beinhaltet den Spurensucher-Pass!

Beide Hefte kannst du kostenfrei bestellen, per E-Mail an gw@koerber-stiftung.de.

Download spurensuchen (PDF)

Spurensuchen Magazin zum Durchblättern

Download Projektheft (PDF)

Plakate

Du kannst die Plakate auch kostenfrei bestellen, per E-Mail an gw@koerber-stiftung.de.

Videos

Sollten die Videos nicht angezeigt werden, lassen Sie bitte Marketing-Cookies zu. Die Möglichkeit zur entsprechenden Auswahl bietet Ihnen dieser Link.
Alternativ können Sie die Links Dieses Video auf Youtube ansehen verwenden.

 

Themenbeispiel: Behindertensport

Claudia Firner vom Deutschen Sport & Olympia Museum über die Weitsprung-Prothese von Markus Rehm, zweifacher Paralympics-Sieger 2016, und die Entwicklung des Behindertensports

Themenbeispiel: Frauen im Sport

Claudia Firner vom Deutschen Sport & Olympia Museum über Körperbilder, Geschlechterrollen und Vorurteile - die Geschichte des Frauensports


Themenbeispiel: Rettungsschwimmen

Kai Hilger vom Deutschen Sport & Olympia Museum über die Gründung der DLRG 1913 und die Bedeutung des Rettungsschwimmens bis heute

Themenbeispiel: Turnen

Kai Hilger vom Deutschen Sport & Olympia Museum über Geschichte der deutschen Turnbewegung im 19. Jahrhundert


Ausschnitt aus dem Theaterstück »Johann Trollmann«

Der Schauspieler Andreas Kunz erzählt in diesem Theaterstück den Lebensweg und die Geschichte des Boxers Johann Trollmann
Copyright: Rike Reiniger, Theaterstückverlag München

Video-Reihe »Digitale Werkzeugkiste«

Der Moderator und Journalist Johannes Büchs gibt in seiner neuen Video-Reihe zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten Tipps und Hinweise zur Online-Recherche, dem Videodreh, Interviewtechniken und zur Audioaufnahme sowie Hilfestellung für den Dateiupload des Beitrags zum Wettbewerb.

Arbeitsmaterialien

Anleitung zur historischen Projektarbeit

Jeder Wettbewerbsbeitrag ist einzigartig. Aber viele Fragen stellen sich im Rahmen jeder Spurensuche: Passt meine Fragestellung zum Wettbewerbsthema? Wo finde ich Material zu meinem Thema? Wie werte ich Quellen und Interviews aus?

Die Anleitung zur historischen Projektarbeit für Schülerinnen und Schüler stellt die wichtigsten Schritte der historischen Projektarbeit vor. Du findest Informationen und Tipps zu jedem Abschritt sowie Checklisten und Arbeitsblätter, die du zur Vorbereitung nutzen oder direkt für die Arbeit in der Geschichts-AG oder im Archiv verwenden kannst.

Du kannst dir den vollständigen Leitfaden herunterladen, um einen Gesamtüberblick zu erhalten. Oder du wählst genau das Kapitel aus, das du gerade brauchst, um weiter an deinem Beitrag zu arbeiten.

Download Anleitung (PDF)

Gerne schicken wir dir auch einen Ausdruck der Anleitung der Post zu, melde dich per E-Mail an gw@koerber-stiftung.de

Wegweiser

Der »Wegweiser« stellt regionale Rechercheorte sowie Anregungen und Unterstützungsmöglichkeiten für Tutoren und Teilnehmende zusammen.

Bayern-Wegweiser

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Berlin-Wegweiser

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Brandenburg-Wegweiser

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Bremen-Wegweiser

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Hamburg-Wegweiser

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Mecklenburg-Vorpommern-Wegweiser

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Saarland-Wegweiser

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(Digitale) Recherchetipps

Am Anfang jeder historischen Projektarbeit steht die Recherche. Es gilt Quellen und Material zu finden, die dir bei der Bearbeitung deines Themas und deiner Fragestellung helfen. Historische Dokumente, Nachschlagwerke und Fachliteratur findest du in Archiven, Museen und Bibliotheken. Durch die aktuelle Corona-Pandemie empfehlen wir die digitalen Recherchemöglichkeiten vermehrt zu nutzen.

Tipps für die digitale Recherche im Archiv

Aufgrund der Auswirkunken der Corona-Krise können Archive nicht wie gewohnt für die historische Spurensuche besucht werden. Viele Archive bieten auch digitale Recherchemöglichkeiten an, zum Beispiel in Form digitaler Findbüchern oder als Digitalisate von Archivalien.

Viele Archive bieten zudem einen telefonische Beratung an oder geben Auskunft per E-Mail; sprechen Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Ihr Wettbewerbsprojekt an.

Im Archivportal-D finden Sie Informationen über Archiveinrichtungen aus ganz Deutschland. Zudem wird digitales Archivgut für die Nutzung bereitgestellt.

Auswahl regionaler Portale und Projekte zur Archivpädagogik und digitaler Recherchemöglichkeiten im Archiv.

Baden-Württemberg
Landesarchiv Baden-Württemberg, Online-Findmittel
Rechercheratgeber
Unterrichtsmaterialien des Stadtarchivs Heilbronn
Landesarchiv Baden-Württemberg, Themenbereich Sport
Ulmer Geschichte im Netz​​​​​​​

Bayern
Archive in Bayern
Staatliche Archive Bayern, Online-Findmittel
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Archivpädagogik

Berlin
Landesarchiv Berlin, Online-Angebot
Quellen und Unterrichtsvorschläge der BStU

Brandenburg
Brandenburgisches Landesarchiv, Online-Recherche

Bremen
Staatsarchiv Bremen, Archivpädagogik
Staatsarchiv Bremen, Online Archivdatenbank

Hamburg
Staatsarchiv Hamburg, Archivpädagogik
Staatsarchiv Hamburg, Online-Findmittel

Hessen
Hessisches Landesarchiv, Online Archivdatenbank
Digitales Archiv Marburg

Mecklenburg-Vorpommern
Landesarchiv Mecklenburg-Vorpommern, Recherchedatenbank
Digitale Bibliothek

Niedersachsen
Niedersächsisches Landesarchiv, Online Archivdatenbank

Nordrhein-Westfalen
Landesarchiv NRW
Archive in NRW, Online-Bestände
Bildungspartner Archiv und Schule

Rheinland-Pfalz
Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Online-Datenbank
Landeshauptarchiv Koblenz, Online-Bildarchiv
Bildungsserver Rheinland-Pfalz, Archivpädagogik

Saarland
Landesarchiv Saarland, Online Datenbank
Stadtarchiv Saarbrücken, Online-Recherche
Festschriften Sportvereine, Stadtarchiv Saarbrücken (PDF)
Saarländisches Sportarchiv

Sachsen
Sächsisches Staatsarchiv

Sachsen-Anhalt
Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Archivgut online
Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Online-Recherche

Schleswig-Holstein
Landesarchiv Schleswig-Holstein, Online-Recherche

Thüringen
Archivportal Thüringen, digitales Archiv
Schulportal Thüringen, Lernort Archiv

Archive in Deutschland

Archive spielen beim Geschichtswettbewerb eine große Rolle: Durch sie erhält man die Möglichkeit mit dem Quellenmaterial einen direkten Zugang zur Geschichte des eigenen Ortes, der eigenen Region, des Landes zu erhalten.

Die Suche nach Archiven in Deutschland zeigt ein breit gefächertes Angebot quer über die Bundesrepublik verteilt. Oftmals ist es lohnenswert, bereits im Vorfeld Kontakt mit einzelnen Archiven aufzunehmen, um sich direkt und auch in größeren Gruppen anzumelden.

In dieser Karte findest du eine Auswahl an Archiven. Viel Spaß bei der Suche!

Themenbeispiele aus dem Archiv

Zum Thema des neuen Geschichtswettbewerbs finden sich zahlreiche Materialien in den Archiven. Themenbeispiele sind reichlich vorhanden, die als Anregungen dienen können.

Downloads als PDF:

Weitere Beispiele und Archivbestände zum neuen Wettbewerbsthema schicken Sie gern per E-Mail an gw@koerber-stiftung.de.

Geschichte kreativ erzählen

Tipps für kreative Beiträge beim Geschichtswettbewerb

Du kannst deinen Beitrag nicht nur in schriftlicher Form einreichen; ob Film, Hörspiel, Ausstellung oder Comic – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Beispiele und Tipps für kreative Darstellungsformen findest du hier (PDF)

Worauf du bei kreativen Beiträgen achten solltest:

Beitragsform

Überlege, welche Beitragsform sich für dein gewähltes Thema eignet. Wenn du zum Beispiel viele Interviews führen wirst, bietet sich ein Film oder Audiobeitrag an. Wenn du mit Fotos oder Bildern arbeitest, ist es einfacher, diese in einer Ausstellung oder einer Präsentation aufzuarbeiten. Du kannst toll zeichnen oder schreiben? Dann kannst du auch einen Comic zeichnen oder eine Kurzgeschichte verfassen. Überlege dir, wo deine Stärken liegen – denn die Teilnahme macht gleich doppelt Spaß, wenn du dein Thema mit einem Hobby oder einer Leidenschaft verbinden kannst.

Technische Umsetzung

Die Auswahl der Beitragsform sollte auch mit Blick auf die dafür erforderliche Technik entschieden werden. Informiere dich rechtzeitig, ob du beispielsweise für einen Film eine Kamera zur Verfügung hast und dich entsprechend mit der Bedienung auskennst.

»Roter Faden«

Auch für kreative Beiträge ist eine Gliederung wichtig. Überlege dir im Vorfeld genau, wie du dein Thema bearbeiten und darstellen möchtest, es empfiehlt sich zum Beispiel ein Drehbuch oder ein Konzept zu schreiben. Zeige deinen Beitrag vor dem Abschicken am besten einer Person, die noch nichts über dein Thema weiß, so kannst du überprüfen, ob dein Thema verständlich aufbereitet ist – für die Leserschaft sollte ein »roter Faden« erkennbar und nachvollziehbar sein.

Quellenarbeit

Bei jeder Beitragsform muss erkenntlich werden, woher du deine Informationen und Materialien hast. Dafür empfiehlt es sich, ein Literatur- und Quellenverzeichnis anzulegen und es entweder in deinen Beitrag einzugliedern oder schriftlich beizulegen. Verwendete Fotos oder Bilder solltest du beschreiben und erklären, warum du sie für dein Thema ausgewählt hast und wofür sie stehen.

Einreichen

Bei kreativen Beiträgen achte darauf, dass Film- oder Audiodateien auf handelsüblichen Windows-PCs problemlos abspielbar sind. Die Dateien sollten ohne weitere Installation gestartet und abgespielt werden können. Filme oder Hörspiele sollten eine Laufzeit von insgesamt 45 Minuten nicht überschreiten. Beiträge, die nicht online hochgeladen werden können (Spiele, Fotopräsentation etc.), sollten zunächst als Fotodokumentation mit einer kurzen schriftlichen Erklärung zu Idee, Umsetzung und Anwendung eingereicht werden.

Interview: »Ein Film transportiert Emotionen am besten«

Filme sind eine beliebte Beitragsform beim Geschichtswettbewerb geworden. Paula Lange sprach mit den Schülern Lea Emmel und Marvin Stelter über ihre Erfahrungen bei dem Filmprojekt zum Geschichtswettbewerb.

Ihr habt beim Wettbewerb 2014/15 »Anders sein. Außenseiter in der Geschichte« einen Film eingereicht. Was hat euch an der Beitragsform »Film« besonders gefallen?

Lea Emmel: Besonders gut gefallen hat mir die Bandbreite an verschiedenen Aufgabenfeldern, die ein Film mit sich bringt. Ob vor oder hinter der Kamera, in der Technik oder beim Schreiben des Drehbuchs – jeder konnte sich irgendwie einbringen. Außerdem bot uns der Film die Möglichkeit, unsere Forschungsergebnisse lebhaft zu präsentieren.

Marvin Stelter: Generell schafft man es am besten durch Filme, Emotionen zu transportieren. Die Authentizität der befragten Personen wird dann am besten widergespiegelt.

Welche Herausforderungen waren mit der Produktion des Films verbunden?

Lea Emmel: Eine Herausforderung war das Auswerten des stundenlangen Filmmaterials. Wir wollten alles Mögliche präsentieren, mussten uns aber auf das Wesentliche beschränken. Somit hatten wir die Aufgabe zu entscheiden, was wichtig ist und was nicht – das war nicht immer einfach.

Marvin Stelter: Es war schwierig, ein genaues Drehbuch zu verfassen, da alles bis auf die Sekunde genau durch getaktet sein musste. Nur wenige aus dem Kurs hatten Erfahrung mit der Bedienung einer professionellen Filmkamera. Dennoch waren dies nur Kleinigkeiten, die wir mit der Zeit in den Griff bekamen. Selbst das Schneiden des Films war nach längerer Auseinandersetzung mit dem Programm zwar noch mühsame Kleinstarbeit, hat aber dennoch sehr viel Spaß gemacht und klappte am Ende problemlos.

Ihr habt viele Zeitzeugeninterviews geführt. Wie gestaltete sich die Suche nach passenden Gesprächspartnern?

Lea Emmel: Wir haben einige Gesprächspartner gefunden, da viele Menschen in unserer Region mit dem Thema »Aussiedler« und deren Integration konfrontiert sind – bewusst oder unbewusst. Somit ließen wir unsere Kontakte spielen und hatten schnell eine ausreichende Anzahl von bereitwilligen Menschen, die mit ihren persönlichen Erfahrungen und Geschichten den Grundbaustein für unser Projekt lieferten.

Wie hat euch euer Tutor beim Projekt unterstützt?

Lea Emmel: Vor allem organisierte er für uns eine professionelle Filmausrüstung vom »Offenen Kanal« in Mainz, die wir selbstständig nutzen konnten. Während unserer Arbeit an dem Film stand er uns bei Fragen und kleinen Startschwierigkeiten motivierend zur Seite.

Marvin Stelter: Da kann ich mich nur anschließen. Dadurch, dass wir die Technik des Offenen Kanals Mainz nutzen konnten, hatten wir viel bessere Möglichkeiten, unsere Ideen umzusetzen. Ohne sein Engagement wäre das Projekt wahrscheinlich um einiges chaotischer verlaufen.

Was würdet ihr anderen Jugendlichen empfehlen, die ein Filmprojekt planen?

Lea Emmel: Ich empfehle den Film nicht zu lang zu gestalten, damit der Zuschauer nicht das Interesse verliert. Bei der Produktion sollte man sich immer wieder klar machen, was die Aussage des Films sein soll. Hilfreich dabei ist ein detailliertes Drehbuch mit einem erkennbaren »roten Faden«.

Marvin Stelter: Eine feste und klare Aufgabenverteilung von Beginn an ist sehr wichtig (z.B. Drehbuch, Filmen, Schneiden, Interviews vorbereiten/durchführen etc.). Außerdem sind eine (halbwegs) professionelle Kamera und ein gutes Schnittprogramm notwendig, um die Arbeiten an einem Film angenehm zu gestalten.

Die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Herzog-Johann-Gymnasiums in Simmern (Rheinland-Pfalz) wurden für ihren Film »Auf der Suche nach Heimat Deutsche unter Deutschen als Fremde« beim Geschichtswettbewerb 2014/15 mit einem Landessieg ausgezeichnet.

Weiterlesen: Ein Interview mit dem Tutor Andreas Hintze findet sich im
Magazin spurensuchen (PDF), Seite 28.

Illustrationen: Anke Bär

Tipps zur technischen Umsetzung

Die technische Umsetzung bei Film- oder Audioprojekten ist nicht immer leicht. Deutschlandweit gibt es Medienanstalten und Verbände, die Medien zugänglich machen und medienpädagogische Projekte unterstützen. Sie bieten eine Plattform für eigene Radiobeiträge, richten Medienwerkstätten ein oder stellen Materialien zur Verfügung.

Es gibt bundesweite Verbände wie zum Beispiel den Bundesverband Offener Kanäle (bundesweite Übersicht der offenen Kanäle, PDF), außerdem die bundesweite Medienanstalt, die kostenlose Unterstützung bei der Erstellung multimedialer Beiträge anbieten.

Außerdem gibt es gemeinnützige Unternehmen wie Tide in Hamburg oder Alex Berlin, die sowohl Beratung und Schulungen als auch technische Unterstützung bei der Produktion von Film und Radio bieten.

Übersicht Landesmedienanstalten

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin/Brandenburg
Bremen
Hamburg/Schleswig-Holstein
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Saarland
Thüringen

Preise und Auszeichnungen

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs erhalten eine persönliche Urkunde. Darüber hinaus lobt die Körber-Stiftung insgesamt 550 Geldpreise auf Bundes- und Landesebene aus. Die Auszeichnung der besten Arbeiten in den Bundesländern erfolgt auf den Landespreisverleihungen. Die 250 Landessieger im Wettbewerb haben anschließend die Chance, auch einen von 50 Bundespreisen zu erringen. Die Erstpreisträger und ihre Tutoren werden vom Bundespräsidenten persönlich in Schloss Bellevue ausgezeichnet.

Bundesebene
Fünf erste Preise zu je 2.500 Euro
15 zweite Preise zu je 1.500 Euro
30 dritte Preise zu je 750 Euro

Landesebene
250 Preise für Landessieger zu je 500 Euro
250 Förderpreise zu je 200 Euro

Darüber hinaus gibt es noch folgendes zu gewinnen:

  • Preise für die erfolgreichsten Schulen der Bundesländer in Höhe von insgesamt 40.000 Euro.
  • Preise für den erfolgreichsten Gruppenbeitrag (ab zehn Personen) in jedem Bundesland in Höhe von je 1.000 Euro.
  • Bis zu 100 Sachpreise im Gesamtwert von 2.000 Euro.

Die 25 erfolgreichsten Tutoren einer Wettbewerbsrunde werden zu einer mehrtägigen Akademie eingeladen. Bundespreisträger in der Oberstufe können sich außerdem für ein Sonderauswahlverfahren der Studienstiftung des deutschen Volkes qualifizieren und sich für europäische History Camps des Geschichtsnetzwerkes EUSTORY bewerben. Zusätzlich gibt es zahlreiche Preisträgeraktivitäten, die in Kooperation mit Partnern ausgerichtet werden.

Über Alumni des Geschichtswettbewerbs und Aktivitäten nach der Wettbewerbsteilnahme berichten wir im Alumnibereich.

Sonderpreis 2020/21

Das Deutsche Sport & Olympia Museum in Köln bietet in seiner Dauerausstellung eine aktive Zeitreise durch fast 3.000 Jahre Sportgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart. Das Museum lobt für diese Wettbewerbsrunde fünf Sonderpreise aus.

Beiträge, die sich mit der Geschichte der Olympischen und Paralympischen Spiele beschäftigen, nehmen automatisch am Auswahlverfahren teil.

Die Siegerbeiträge werden im Rahmen einer Sonder-Preisverleihung im Museum präsentiert.

www.sportmuseum.de

Preisträgerinnen und Preisträger erzählen von ihren Erfahrungen

Seit Wettbewerbsgründung 1973 haben sich mehr als 141.000 junge Leute mit über 31.500 Beiträgen am Geschichtswettbewerb beteiligt. Einige von unseren Preisträgerinnen und Preisträgern berichten hier von ihren Erfahrungen.

Teile auch deine Erlebnisse und Erfahrungen während deiner historischen Spurensuche auf Instagram und Facebook! #MeineSpurensuche #geschichtswettbewerb

Arved Schreiber, Teilnahme 2016/17, Rheinland-Pfalz
»Mein persönliches Highlight war das Gespräch mit meinem 93-jährigen Zeitzeugen, welcher mir die Existenz einer bis dato unbekannten Thingstätte bestätigte.«

Friederike Krause, Teilnahme 2002/03 und 2004/05, Nordrhein-Westfalen
»Wenn man sich mit (der eigenen) Geschichte beschäftigt, muss man sich immer wieder fragen: Was sagt mir das heute, und was bedeutet das vielleicht für morgen?«

Peter von Elsner, Teilnahme 2014/15, Sachsen-Anhalt
»Besonders das Erforschen von Originalquellen in Archiven und der Einblick in wissenschaftliches Arbeiten haben mich gereizt. Tatsächlich wurden die Archivbesuche die spannendsten Erfahrungen während der Arbeitsphase: Alte Akten zu entziffern, die vor mir nur wenige Personen betrachtet hatten, war sehr aufregend.«

Daniel Erb, Teilnahme 2012/13, Hessen
»Mein schönster Moment war – neben der Einladung zur Bundespreisverleihung nach Berlin – der Augenblick, als ich die fertig gedruckte Arbeit in den Händen hielt. Das hat mir das Gefühl gegeben, dass sich die Mühen der vergangenen Monate absolut gelohnt haben.«

Luise Maidowski, Teilnahme 2006/07 und 2008/09, Nordrhein-Westfalen
»Besonders die kreative Auseinandersetzung mit Geschichte hat mich gereizt, am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilzunehmen. Er bot mir völlig andere Möglichkeiten und Blickwinkel, als mir die Schule je ermöglichen konnte.«

Clemens Weinbrenner, Teilnahme 2008/09, Baden-Württemberg
»Besonders toll ist, dass ich über meine Teilnahme am Wettbewerb hinaus an Workshops und Seminaren für Preisträger teilnehmen konnte und weiter gefördert wurde. So konnte ich schon von vielen Angeboten profitieren.«

Zehra Bülbül, Teilnahme 2018/19, Hamburg
»Ich war stolz, als ich den Verschluss für mein Tagebuch gebastelt hatte und das fertige Buch vor mit lag! Zwischendurch war ich nah dran aufzugeben. Das Anschauen von Projekten aus dem letzten Wettbewerb hat mich aber motiviert, weiterzumachen.«