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Der Geschichtswettbewerb 2020/21

»Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft«

… so lautet das Thema der 27. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten 2020/21.

Ob sportinteressiert, selbst Sport treibend oder ablehnend: Sport begegnet uns allen und überall: in Schule, Freizeit und Medien. Durch die aktuelle Corona-Pandemie wurde der Sport, wie wir ihn kennen, jedoch zeitweise stillgelegt. In der Krise wurde deutlich: Sport ist einerseits Wirtschaftsfaktor, aber nimmt insbesondere für die Gesellschaft eine wichtige Rolle ein.

Was wir heute Sport nennen, wurde zu verschiedenen Zeiten auf unterschiedlichste Art und Weise betrieben. Vom antiken Olympia bis in die Allianz Arena, vom Weltrekordversuch zum Pausenhofkick – die Geschichte des Sports reicht über Jahrtausende und vom ganz Großen bis ins Kleine.

Vom 1. September 2020 bis zum Einsendeschluss am 28. Februar 2021 sind alle Kinder und Jugendlichen – vom Grundschulalter bis 21 Jahren – eingeladen, sich zum neuen Thema auf historische Spurensuche zu begeben.

Die Teilnahme am Geschichtswettbewerb wird in diesem Jahr daher anders sein: das Lernen in großen Gruppen muss verstärkt digital stattfinden, außerschulische Lernorte sind nicht wie gewohnt zu besuchen und auch Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen können nur auf Abstand oder über das Telefon realisiert werden.  Doch können diese Veränderungen auch eine Chance sein, neue Formate und Fertigkeiten zu erproben und zu vertiefen – dazu möchten wir Sie sehr herzlich ermutigen.

Das aktuelle Wettbewerbsmagazin spurensuchen enthält die offizielle Ausschreibung, gibt Anregungen zum Thema, methodische Hilfestellungen und Serviceangebote.
Das Projektheft für Schülerinnen und Schüler leitet in Kurzform durch alle Phasen der Projektarbeit.

Download spurensuchen (PDF)

Spurensuchen Magazin zum Durchblättern

Download Projektheft (PDF)

Hinweis:

Im Teilnehmerbereich finden Schülerinnen und Schüler genauere Informationen und Tipps zum diesjährigen Geschichtswettbewerb.

Im Tutorenbereich finden Lehrerinnen und Lehrer genauere Informationen und Tipps zum diesjährigen Geschichtswettbewerb.

Thema & Aufgabe

Das Thema

Ob selbst aktiv, als Fan oder sogar, wenn er uns gar nicht interessiert – Sport begegnet uns überall: in Schule, Freizeit und Medien. Die Ausbreitung der Corona-Pandemie hat den Sport jedoch zeitweise stillgelegt. Vereine kämpfen um ihre Existenz, Sportlerinnen und Sportler wissen nicht, wie es weitergeht, und das Gemeinschaftsgefühl, das durch den Sport vor Ort gelebt wird, fehlt bis auf Weiteres. Während der organisierte Sport abgesagt werden muss, wächst bei den Menschen in Zeiten von Kontaktbeschränkungen das Bedürfnis nach körperlicher Bewegung. In der Krise wird deutlich: Sport ist einerseits Wirtschaftsfaktor, aber nimmt insbesondere für die Gesellschaft eine wichtige Rolle ein.

Was wir heute Sport nennen, wurde zu verschiedenen Zeiten auf unterschiedliche Art und Weise beschrieben. Beispiele für körperliche Ertüchtigung, Bewegungskultur und Leibeserziehung im Turnen und in der Gymnastik reichen weit zurück: Im antiken Griechenland wurden Olympische Spiele gefeiert, junge Athleten übten sich im Wettlauf und anderen Disziplinen. Die Römer liebten Circus- und Gladiatorenspiele, im Mittelalter gab es Ritterturniere sowie zahlreiche unterschiedliche Leibesübungen und Spiele. Seit dem 19. Jahrhundert schließlich dienten Turnen und Sport als Ausgleich für Fabrik-und Büroarbeit, und in den Schulen gab es ein neues Unterrichtsfach Turnen.

Sport war zu allen Zeiten ein Abbild der Gesellschaft und ist es bis heute. Sport zeigte immer auch die ganze Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Gesellschaft auf: Der Profi-und Spitzensport stand beispielsweise mit seinem Streben nach Rekorden und Bestleistungen nicht selten in deutlichem Kontrast zum Breiten- und Freizeitsport, der Fair Play und Teamgeist zu vermitteln suchte. Der Zugang zu Sportarten wie Polo, Golf, Tennis oder Segeln konnte von Faktoren wie Wohlstand oder dem Wohnort abhängen. Nicht selten wurden Menschen im Sport aber auch aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihres sozialen Status offen diskriminiert und ausgegrenzt: Das zeigen Beispiele wie der Ausschluss jüdischer Sportlerinnen und Sportler und die ›Gleichschaltung‹ der Vereine im Nationalsozialismus oder das Verbot des Frauenfußballs bis 1970. Auf Exklusion im Sport reagierten viele Gruppen mit der Gründung eigener Vereine und Organisationen: Menschen mit Handicap organisierten sich im Parasport, der mit den Paralympischen Spielen heute für Anerkennung und Sichtbarkeit von behinderten Sportlerinnen und Sportlern sorgt; ›Gastarbeiter‹ schlossen sich in eigenen Vereinen und Mannschaften zusammen, von denen inzwischen einige für alle geöffnet sind und mittlerweile Beispiele für gelebte Integration darstellen. 

Heute steht das olympische Motto ›schneller, höher, stärker‹ auch für unsere Leistungsgesellschaft. Es bezieht sich jedoch nicht nur auf die Wettkämpfe und Erfolge im Mannschafts-oder Individualsport, sondern umfasst auch den Umgang mit dem Körper im Allgemeinen. In der Geschichte wurde das Ideal vom sportlichen Körper immer wieder ideologischen Zwecken unterworfen: Das gilt für den ›Körperkult‹ in der NS-Ideologie ebenso wie für das Doping von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern in der DDR. 
Darüber hinaus waren sportliche Großereignisse stets ein Spielfeld politischer Interessen, ob als Propagandamittel oder als Bühne für Protestaktionen und Boykotte. Wie sportliche Aktivitäten als Mittel der Sinnstiftung und als Teil von Bildung und Erziehung genutzt wurden, lässt sich an der höfischen Erziehung des Mittelalters ebenso ablesen wie an der militärischen Erziehung oder Leibesertüchtigung im 19. und 20. Jahrhundert. 

Die Geschichte des Sports lässt sich auch am Wandel von Sportstätten und der Weiterentwicklung von Sportarten, -geräten und -bekleidung ablesen. Aus den Ascheplätzen sind Fußballarenen und multifunktionale Sportparks geworden. Straßenspiele wie Gummitwist, Völkerball, Rollschuhlaufen und Skateboard fahren haben Kinder auch außerhalb des Vereinssportwesens zu körperlicher Bewegung motiviert. Durch Migration und Globalisierung verändern sich Sportarten und neue kommen dazu. Lokale und regionale Besonderheiten vom friesischen Boßeln über Wintersport bis hin zu sorbischen Volkstänzen sind Ausdruck von Sport und Bewegungskultur, die weit zurückreichen und bis heute vor Ort gepflegt werden. 

Sport hat sich durch Wirtschaft, Technik und Industrie verändert. Er wurde zum Zuschauersport und damit auch ein ›Produkt‹ von Vermarktung und Kommerzialisierung. Gleichzeitig entwickelte sich der Sport zu einem sozialen Großereignis und Massenphänomen, der Menschen vor den Bildschirmen, beim sogenannten Public Viewing, in den Hallen und Stadien verbindet. Die Medien spielten eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und Bekanntmachung von Idolen sowie Heldinnen und Helden. Schließlich ist Sport zum Symbol eines Lebensstils und des Umgangs mit dem Körper geworden. Sporttourismus ist ein wichtiger Faktor für die regionale Wirtschaft, er hat vielerorts die Landschaft und deren Nutzung geprägt und verändert. 

Die historische Spurensuche zur Rolle und Bedeutung von Sport (in diesem weiten Sinn) für die Gesellschaft und den Alltag der Menschen vor Ort fordert dazu auf, Sportpersönlichkeiten und deren Handlungsmöglichkeiten in den Blick zu nehmen und zu prüfen, welche Auswirkungen der Sport auf das persönliche Leben und die Gemeinschaft hatte. Anhand der historischen Beispiele können heutige Entwicklungen sowie Sport als Impuls und Mittel gesellschaftlichen Engagements analysiert und reflektiert werden.

Die Aufgabe

WÄHLT ein historisches Beispiel zum Thema ›Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft‹, das euch besonders interessiert. Überlegt, was ihr auf eurer Spurensuche herausfinden möchtet. Wichtig: Euer Thema muss entweder einen regionalen Bezug zu eurem Wohn- oder Schulort oder einen biografischen Bezug zu eurer Familie haben. Grenzt euer Thema anhand der von euch entwickelten Forschungsfrage ein.

SUCHT UND SAMMELT Materialien zu eurem Thema. Achtet darauf, dass die Materialien euch möglichst unterschiedliche Sichtweisen auf ein-und denselben Sachverhalt vermitteln. Quellen findet ihr in Archiven, Museen und Bibliotheken, bei Stadt- und Gemeindeverwaltungen, lokalen Medien und Geschichtswerkstätten. Insbesondere Vereine, Verbände und Sportinitiativen können über Quellen zum Thema Sport verfügen und euch bei der Suche nach Informationen unterstützen. Auch organisierter Sport wie Betriebssport in Unternehmen oder Dienstsport bei der Polizei, Feuerwehr oder DLRG kann Informationsquelle sein. Im öffentlichen Raum können Straßennamen, Sportstätten und deren Namen Hinweise geben oder gegenständliche Quellen wie Urkunden, Pokale, Sportgeräte und -bekleidung sowie Denkmäler. Denkt daran, dass auch private Sammlungen von Fotos, Briefen und Dokumenten oder euer Schularchiv für euer Thema interessant sein können. Und überlegt, ob Zeitzeugen und Experten zu eurem Thema Auskunft geben können.

PRÜFT, welche Quellen und Informationen ihr digital bzw. online finden könnt und ob ihr Interviews mit Zeitzeugen und Experten auch telefonisch oder als Video führen und aufnehmen könnt.

BESCHREIBT anschaulich und differenziert an eurem Beispiel, wie Sport den Alltag der Menschen geprägt und beeinflusst hat. Beschreibt auch, wie, warum und welcher Sport betrieben wurde, wer ihn ausgeübt hat (und wer nicht), wo er stattgefunden hat und wie er sich im Laufe der Zeit verändert hat. Schildert, welche Rolle Sport innerhalb der Gesellschaft einnahm und welche Bedeutung er für den Einzelnen und die Gemeinschaft hatte. Beschreibt – wenn es euer Thema betrifft –, inwiefern sich technische Entwicklungen auf den Sport auswirkten, welchen Einfluss Sport auf die lokale Wirtschaft und Politik nahm (und umgekehrt) und wie Sport in den Medien dargestellt wurde.

ERKLÄRT, wie sich soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Interessen auf den Sport und seine Entwicklung ausgewirkt haben. Geht darauf ein, warum Sportlerinnen und Sportler und andere Sportpersönlichkeiten (zum Beispiel Vereinsfunktionäre, Trainerinnen und Trainer) unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten besaßen und untersucht die Folgen und Konflikte, die sich daraus ergaben oder gelöst wurden. Erläutert, welche Auswirkungen die Ausübung des Sports auf das Leben der Sportlerinnen und Sportler hatte, aber auch inwiefern Sportereignisse Einfluss auf das öffentliche Leben in Städten, Dörfern und Gemeinden nahmen. Berücksichtigt jeweils den historischen Hintergrund und die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen für euer Beispiel.

BEURTEILT an eurem Beispiel, welchen Einfluss Sport auf die Gesellschaft hatte – und umgekehrt. Bewertet, wie und ob sich Wertvorstellungen einer Zeit und Verhaltensweisen im Sport verändert
haben und inwiefern sie sich von unserer heutigen Sicht unterscheiden. Überlegt, ob und inwiefern man aus eurem Thema für heute lernen kann.

KENNZEICHNET in eurer Arbeit die Herkunft eurer gesammelten Informationen (Quellen aus Archiven, Gegenstände, Fotos, Bücher, Internetseiten, Interviews usw.).

REFLEKTIERT in einem zusätzlichen Arbeitsbericht die Erfahrungen, die ihr beim Geschichtswettbewerb gesammelt habt: Zeigt, wo und wie ihr eure Informationen gefunden habt. Beschreibt besondere Erfolge oder Schwierigkeiten und stellt dar, was besonders Spaß gemacht hat und wie ihr mit Hindernissen umgegangen seid. Erwähnt auch Fragen, die offengeblieben sind.

Als Anhaltspunkte und Anregungen können folgende Fragen dienen:

  • Welche Rolle spielte Sport und welche Funktion hatten körperliche Übungen und Spiele zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Gesellschaft?
  • Wie wirkte sich Sport auf das persönliche Leben und die Gemeinschaft aus?
  • Wo und wie haben Menschen in deinem lokalen oder familiären Umfeld Sport ausgeübt?
  • Welchen Einfluss hatte Sport auf das soziale Miteinander und deine Region – und umgekehrt?
  • Wie prägte Sport lokale, nationale und internationale Beziehungen? Welche Konflikte wurden (aus)gelöst?
  • Welche Auswirkungen hatten politische Entscheidungen, historische Ereignisse und Rahmenbedingungen auf den Sport?
  • Welche Formen sozialen und politischen Engagements wurden durch Sport befördert?
  • Wie wird heute an Persönlichkeiten des Sports, an Sportereignisse und Vereine erinnert?

Die offiziellen Ausschreibungsunterlagen:

Download (PDF)

Aufruf des Bundespräsidenten

Aufruf von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Geschichtswettbewerb 2020/21

Der Aufruf zum Download (PDF)

›Bewegte Zeiten‹ – als das Thema für den neuen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgewählt wurde, in dem es um die Beziehung zwischen Sport und Gesellschaft geht, da konnte niemand ahnen, dass der Startschuss für den Wettbewerb ausgerechnet in sehr unbewegte Zeiten fallen würde. Und noch mehr: Wir hätten uns solch unbewegten Zeiten, wie sie die Corona-Pandemie für uns alle mit sich brachte und bringt gar nicht vorstellen können. Lock down, Stillstand in vieler Hinsicht: das war und ist für uns alle und natürlich auch für mich eine ganz neue Erfahrung.

Wir sind also alle zusammen gerade dabei, einen sogenannten ›historischen Moment‹ zu erleben, etwas, was in der Geschichte noch nicht da war. Und wir spüren, wie sonst nur selten, was das ist: Geschichte. Es ist die ständige Veränderung, das Erscheinen von etwas, das niemand voraussehen kann, das plötzlich vieles verändert und das die Welt danach tief prägen wird.

Genau das will ja auch der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten immer wieder zeigen. Nichts von dem, was heute unsere Welt prägt, war immer schon so wie heute. Und nichts wird immer so sein. Alles ist in Bewegung, alles hat eine bestimmte Vergangenheit und eine ungewisse Zukunft. Wenn wir verstehen wollen, woher unsere Welt kommt, dann müssen wir fragen, wie sich alles entwickelt hat, wie es entstanden ist oder gemacht wurde. Kurz: Wir müssen nach der Geschichte fragen.

Das gilt auch im Sport. Auch der kommt uns selbstverständlich vor. Aber er ist es keineswegs. Vor hundertfünfzig Jahren gab es nirgendwo ein Stadion. Keiner in Deutschland wusste, was Fußball ist. Olympische Spiele waren eine Erinnerung älterer Geschichtslehrer an das antike Griechenland. In Vereinsnamen wie ›Schalke 04‹ oder ›Hannover 96‹ stecken die Gründungsdaten, die zeigen, wann es ungefähr mit dem Sport bei uns so richtig losgegangen ist: so um die Wende vom neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert. Selbst das Wort ›Sport‹ haben wir aus dem Englischen übernommen. Als ich zur Schule ging, bekam man eine Note nicht für ›Sport‹ sondern noch im Fach ›Leibesübungen‹.

Wie der Sport in sehr kurzer Zeit ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft geworden ist: das finde ich eine unglaublich spannende Geschichte. Und ich meine nicht nur den großen, professionellen Sport, bei dem die meisten von uns nur zuschauen. Ich meine die Tatsache, dass eine Stadt ohne Fitness-Studios nicht mehr denkbar ist, dass Millionen für sich alleine laufen, mit Musik im Ohrhörer oder ohne; ich meine, dass Millionen Menschen in Vereinen Sport machen, dass dabei Menschen mit Behinderung integriert werden, dass dabei Menschen unterschiedlichster Herkunft Teams und Mannschaften bilden, dass dabei der einzelne durch Freude an der eigenen Leistung Selbstbewusstsein und Lebensfreude bekommen kann.

Sport hat auch eine politische Dimension: er kann die Welt um ein einzelnes Ereignis wie Olympische Spiele versammeln, er kann aber auch für Propaganda missbraucht und instrumentalisiert werden. All das im Großen wie im Kleinen zu erforschen und dessen Geschichte darzustellen, das finde ich hochinteressant. Wenn ich nicht meiner geregelten Tätigkeit als Bundespräsident nachgehen müsste, hätte ich Lust, mich an meinem eigenen Wettbewerb zu beteiligen. Aber bei der Siegerehrung wäre ich dann vielleicht auch befangen.

Ihr aber, liebe Schülerinnen und Schüler, ihr habt die Möglichkeit dazu. Sportgeschichte gibt es überall zu finden und zu erzählen: in der eigenen Familie, in den Vereinen in der Nähe, an Schulen, in Betrieben. Sport in den Medien ist auch ein Thema. Und wie und warum wird jemand im Sport ein Star? Wie und warum gehen Sportler mit Erfolg oder mit Scheitern um?

Ich bin wirklich sehr gespannt, was für Ergebnisse uns diesmal erreichen und was Ihr alles neu herausfinden werdet. Und mit ›uns‹ meine ich auch die Menschen und Institutionen, die das alles möglich machen, die Lehrerinnen und Lehrer, die sich als Tutoren für den Wettbewerb engagieren, die Mitglieder der Jurys, des Kuratoriums und des Wissenschaftlichen Beirats, die Mitarbeiter der Körber-Stiftung. Denn ermöglicht wird der Geschichtswettbewerb immer auch durch viele engagierte Menschen in Bibliotheken, Archiven und Museen, durch Zeitzeugen und Familienmitglieder, die Euch bei Eurer Geschichtsforschung unterstützen. Ihnen allen danke ich herzlich! Die Bedingungen für die historische Spurensuche werden in diesem Jahr auch von der Corona-Pandemie bestimmt. Auch für den Wettbewerb gilt deshalb, was wir gegenwärtig vielerorts erfahren: manche kreative und digitale Lösung ist gefragt, wenn herkömmliche Wege nicht weiterführen.

Liebe Schülerinnen und Schüler, ich freue mich, wenn viele von Euch am aktuellen Geschichtswettbewerb teilnehmen. Und ich freue mich darauf, bei der Preisverleihung im nächsten Jahr einigen von Euch begegnen zu können.

Preise und Auszeichnungen

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs erhalten eine persönliche Urkunde. Darüber hinaus lobt die Körber-Stiftung insgesamt 550 Geldpreise auf Bundes- und Landesebene aus. Die Auszeichnung der besten Arbeiten in den Bundesländern erfolgt auf den Landespreisverleihungen. Die 250 Landessieger im Wettbewerb haben anschließend die Chance, auch einen von 50 Bundespreisen zu erringen. Die Erstpreisträger und ihre Tutoren werden vom Bundespräsidenten persönlich in Schloss Bellevue ausgezeichnet.

Bundesebene
Fünf erste Preise zu je 2.500 Euro
15 zweite Preise zu je 1.500 Euro
30 dritte Preise zu je 750 Euro

Landesebene
250 Preise für Landessieger zu je 500 Euro
250 Förderpreise zu je 200 Euro

Darüber hinaus gibt es noch folgendes zu gewinnen:

  • Preise für die erfolgreichsten Schulen der Bundesländer in Höhe von insgesamt 40.000 Euro.
  • Preise für den erfolgreichsten Gruppenbeitrag (ab zehn Personen) in jedem Bundesland in Höhe von je 1.000 Euro.
  • Bis zu 100 Sachpreise im Gesamtwert von 2.000 Euro.

Die 25 erfolgreichsten Tutoren einer Wettbewerbsrunde werden zu einer mehrtägigen Akademie eingeladen. Bundespreisträger in der Oberstufe können sich außerdem für ein Sonderauswahlverfahren der Studienstiftung des deutschen Volkes qualifizieren und sich für europäische History Camps des Geschichtsnetzwerkes EUSTORY bewerben. Zusätzlich gibt es zahlreiche Preisträgeraktivitäten, die in Kooperation mit Partnern ausgerichtet werden.

Über Alumni des Geschichtswettbewerbs und Aktivitäten nach der Wettbewerbsteilnahme berichten wir im Alumnibereich.

Sonderpreis 2020/21

Das Deutsche Sport & Olympia Museum in Köln bietet in seiner Dauerausstellung eine aktive Zeitreise durch fast 3.000 Jahre Sportgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart. Das Museum lobt für diese Wettbewerbsrunde fünf Sonderpreise aus.

Beiträge, die sich mit der Geschichte der Olympischen und Paralympischen Spiele beschäftigen, nehmen automatisch am Auswahlverfahren teil.

Die Siegerbeiträge werden im Rahmen einer Sonder-Preisverleihung im Museum präsentiert.

www.sportmuseum.de

Themenbeispiele

Videos

Sollten die Videos nicht angezeigt werden, lassen Sie bitte Marketing-Cookies zu. Die Möglichkeit zur entsprechenden Auswahl bietet Ihnen dieser Link.
Alternativ können Sie die Links Dieses Video auf Youtube ansehen verwenden.

 

Themenbeispiel: Behindertensport

Claudia Firner vom Deutschen Sport & Olympia Museum über die Weitsprung-Prothese von Markus Rehm, zweifacher Paralympics-Sieger 2016, und die Entwicklung des Behindertensports

Themenbeispiel: Frauen im Sport

Claudia Firner vom Deutschen Sport & Olympia Museum über Körperbilder, Geschlechterrollen und Vorurteile - die Geschichte des Frauensports


Themenbeispiel: Rettungsschwimmen

Kai Hilger vom Deutschen Sport & Olympia Museum über die Gründung der DLRG 1913 und die Bedeutung des Rettungsschwimmens bis heute

Themenbeispiel: Turnen

Kai Hilger vom Deutschen Sport & Olympia Museum über Geschichte der deutschen Turnbewegung im 19. Jahrhundert


Ausschnitt aus dem Theaterstück »Johann Trollmann«

Der Schauspieler Andreas Kunz erzählt in diesem Theaterstück den Lebensweg und die Geschichte des Boxers Johann Trollmann
Copyright: Rike Reiniger, Theaterstückverlag München

Webkaleidoskop

Fitness und Körperkult: Wie der Fitnessboom in Schweinfurt begründet wurde.
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Doping: Wie die ehemalige Ruderin Iris Buchholz den Leistungssport in der DDR erlebte.
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Sport mit Handicap: Wie nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Kriegsversehrtensport der Behindertensport wurde.
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Ballett: Wie Friedrich der Große eine Ballettschule für ›Berliner Bürgermädchen‹ gründete.
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Sporttourismus: Wie der erste Skilift der Welt im Schwarzwald den Weg für den modernen Skitourismus ebnete.
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Fechten in Nürnberg: Wie die Stadt zum historischen Zentrum der Fechtkunst wurde.
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Lager-Sport: Wie sich die Bedeutung von Sport in den Konzentrationslagern manifestierte.
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Lupo-Martini: Wie der älteste Gastarbeiterverein entstand.
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Wunderpferd Halla: Wie die Stute alleine den Sieg holte.
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Rhönrad: Wie Otto Feick das Rhönrad erfand.
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Alle Themenbeispiele aus dem Magazin spurensuchen zum Download (PDF)

Teilnahmebedingungen & Einreichung

Teilnehmen können alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland unter 21 Jahren – allein, in Gruppen oder mit der gesamten Klasse. Für die Teilnahme am Geschichtswettbewerb ist keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme erfolgt durch Eingabe der Beitragsdaten und Upload eines Beitrags in der Einreichdatenbank bis zum Einsendeschluss am 28. Februar. Eingereichte Beiträge müssen in deutscher Sprache verfasst sein. Die Beitragsform ist von den Teilnehmenden frei wählbar – schriftlicher Beitrag, Filme, Hörspiele, Multimediapräsentationen, Ausstellungen, Spiele usw. – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Die Beiträge werden beim Geschichtswettbewerb online über www.gw-einreichen.de eingereicht. Ab dem 1. September ist die Einreichdatenbank freigeschaltet. Alle Teilnehmerdaten und die Beiträge müssen bis zum Einsendeschluss eingegeben und hochgeladen werden. Mit der Einreichung müssen sich die Teilnehmenden mit den Teilnahmebedingungen und Datenschutzhinweisen einverstanden erklären. Die vollständigen Teilnahmebedingungen und Datenschutzhinweise können Sie hier herunterladen.

Teilnahmebedingungen (PDF)

Datenschutzhinweise (PDF)

Einverständniserklärung zur Teilnahme (PDF)

Hinweise zur Einreichdatenbank (PDF)

Bewertungskriterien

Die Landesjurys begutachten und bewerten die eingereichten Beiträge. Sie vergeben bis zu 250 Förderpreise und 250 Preise für einen Landessieg. Jeder Beitrag erhält mindestens zwei unabhängige Gutachten. Die Bundesjury begutachtet die Landessiegerarbeiten erneut und vergibt 50 Bundespreise. Die Jurys setzen sich unter anderem aus Historikern, Fachdidaktikern, Archiv- und Museumspädagogen sowie Lehrkräften zusammen.

Grundlage für die Bewertung bildet die Ausschreibung (die Gelben Seiten), die zum 1. September im Magazin spurensuchen veröffentlicht wird. Die Jurys berücksichtigen dabei die individuellen Voraussetzungen jedes Teilnehmenden, vor allem aber Schulart und Alter. Die altersbezogene Differenzierung spiegelt sich auch in den Bewertungsformularen und -kriterien wider.

Auszüge aus dem Leitfaden für Juroren des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten 2018/19 können Sie als Beispiel für die Richtlinien zum Bewertungsverfahren einsehen.

Hinweise zu den Bewertungskriterien (PDF)
Bewertungsbogen bis Klasse 6 (PDF)
Bewertungsbogen Klasse 7 bis 10 (PDF)
Bewertungsbogen ab Klasse 11 (PDF)

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