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Aktuelles
  • EUSTORY Preisverleihung mit dem Deutschen Botschafter in Frankreich, Nikolaus Meyer-Landrut, und Geneviève Darrieussecq, Staatssekretärin bei der französischen Ministerin für Streitkräfte (Foto: Fédération des Maisons Franco-Allemandes)
  • Nikolaus Meyer-Landrut, Deutscher Botschafter in Frankreich, Geneviève Darrieussecq, Staatssekretärin bei der französischen Ministerin für Streitkräfte mit Preisträgerin (Mitte) (Foto: Fédération des Maisons Franco-Allemandes)
  • Teil des Wettbewerbsposters 2017/2018 (Foto: Fédération des Maisons Franco-Allemandes)
  • - Meldung

    Grenzüberschreitende Erinnerung an den Ersten Weltkrieg

    In ganz Europa finden in diesem Jahr Gedenkfeierlichkeiten anlässlich der Beendigung des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren statt. Einen eigenen Zugang zu den Ereignissen hat der binationale französisch-deutsche EUSTORY-Geschichtswettbewerb in den letzten Jahren rund 2.000 Schülerinnen und Schülern ermöglicht.

    Der Wettbewerb, den die »Fédération des Maisons Franco-Allemandes« (Föderation deutsch-französischer Häuser) seit 2012 ausrichtet, hatte sich in den letzten drei Wettbewerbsrunden mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt. Es war ein Krieg mit mehr als 17 Millionen Toten, der Europa einschneidend verändern sollte. Gut 2.000 Schüler aus Frankreich und Deutschland haben sich seit Wettbewerbsbeginn rund um das Thema auf Spurensuche begeben und mit ihren Projektarbeiten gezeigt, wie relevant das Thema heute noch für sie ist. Die Ergebnisse der diesjährigen Wettbewerbsrunde wurden auf Einladung des deutschen Botschafters in Frankreich, Nikolaus Meyer-Landrut, am 18. Juni mit einer Preisverleihung im Stadtpalst »Hôtel Beauharnais« in Paris gewürdigt. Zwei der Preise wurden von Geneviève Darrieussecq, Staatssekretärin bei der französischen Ministerin für Streitkräfte, an die erfolgreichsten Projekte verliehen.

    Das Thema »Krieg und Frieden im Kontext des Ersten Weltkriegs. Vom Schützengraben hin zu einem vereinten Europa« ermutigte in diesem Jahr 1.151 junge französische und deutsche Schülerinnen und Schüler, den Weg zum Frieden nach Jahren der Feindseligkeiten, Leiden und Kriegsgräuel des Ersten Weltkriegs zu erforschen. Insgesamt wurden 134 Gruppenbeiträge eingereicht. Die Preisträger erforschten zum Beispiel Friedensbewegungen während des Ersten Weltkriegs oder individuelle Kriegserfahrungen anhand der Tagebücher ihrer Urgroßväter.

    Seit dem Start des EUSTORY Geschichtswettbewerbs in Frankreich vor sechs Jahren wurde die europäische Dimension des Wettbewerbs mit einem Fokus auf das deutsch-französische Verhältnis zunehmend gestärkt: Französische Lehrer, die als Tutoren eine Klasse oder eine Gruppe von Schülern betreuen, sind eingeladen, ihre Projekte und pädagogische Arbeit in Zusammenarbeit mit einer deutschen Partnerklasse oder -gruppe durchzuführen und umgekehrt, damit sie sich mit ihren europäischen Nachbarn austauschen und eine andere Sichtweise in ihre Arbeit einbringen können. Mit einer Kooperation zwischen der »French American School« und der »German Pacific School« aus San Diego, USA, hat in diesem Jahr zum ersten Mal ein französisch-deutsches Tandem von der anderen Seite des Atlantiks teilgenommen und direkt einen zweiten Preis erhalten.

    »Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern eine Tugend, ein Zustand des Geistes, des Willens von Mitgefühl und Vertrauen.« Mit diesem Satz fasste ein Mitglied der Jury den transatlantischen Wettbewerbsbeitrag zusammen. In ihrem Video stellen die Schüler durch ein Schachspiel mit lebenden Figuren Schlachten zwischen Deutschen und Franzosen dar. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Kämpfe, sondern auch die Gefühle der Soldaten auf beiden Seiten, sowie die Idee des Friedens. Überzeugt hat die Jury die symbolische Verwendung des Schachbrettes verbunden mit einer kreativen Scriptentwicklung sowie der ästhetisch sehr guten Umsetzung in einen zweisprachigen Kurzfilm. An dem Projekt arbeiteten insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler mit.

    Mit seinen acht Kulturzentren in Aix, Brest, Dijon, Nantes, Nizza, Pau, Paris und Tours organisiert und verwaltet die Föderation deutsch-französischer Häuser den Wettbewerb. Unterstützt wird er von der »Mission du Centenaire«, dem Französischen Verband für Geschichts- und Geographielehrer, dem Goethe-Institut in Frankreich, dem Institut Français Deutschland, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk sowie der Körber-Stiftung.

    Mehr über EUSTORY

    Weitere Informationen zum deutsch-französischen Geschichtswettbewerb in Deutsch, Englisch und Französisch.


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