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Großes Interesse am Geschichtswettbewerb

Am 28. Februar war Einsendeschluss beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch«. Insgesamt beteiligten sich mehr als 5.500 Kinder und Jugendliche mit 1.997 Beiträgen. Es ist die beitragsstärkste Ausschreibung seit 1993.

Nach Krisen, Umbrüchen und Aufbrüchen brauchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer offensichtlich nicht lange zu suchen. Sie fanden sie in der eigenen Familie oder Region. Flucht- und Migrationserfahrungen haben in dieser Wettbewerbsrunde eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Darüber hinaus wurden Erlebnisse der Groß- und Urgroßeltern aus dem Zweiten Weltkrieg wie Hunger, Kinderlandverschickung oder Kriegsgefangenschaft stark aufgegriffen. Ebenfalls beliebt als Themen waren das geteilte Deutschland und die Auswirkungen von Mauerbau und -fall auf das Alltagsleben der Menschen. Aber auch die Revolution 1918/19, der Niedergang des Bergbaus und Umweltkatastrophen haben Schülerinnen und Schüler zur Spurensuche motiviert. 

»Dass bundesweit so viele Kinder und Jugendliche das Wettbewerbsthema inhaltlich so vielfältig und differenziert aufgegriffen haben, freut uns sehr. Die Resonanz zeigt, wie stark Krisen und Umbrüche der Vergangenheit in die heutige Lebenswelt junger Menschen hineinwirken«, so Gabriele Woidelko, Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik der Körber-Stiftung.

Kreative Zugänge zu Geschichte

Die stärkste Beteiligung verzeichnen Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen. In den Bundesländern Berlin, Bremen und Hessen sind die Beitragszahlen im Vergleich zur vorherigen Ausschreibung besonders stark gestiegen. Rund 700 Tutorinnen und Tutoren betreuten die Schülerarbeiten.

Die Mehrheit der Beiträge besteht aus schriftlichen Arbeiten, aber auch kreative Zugänge wie Filme und Audio-Projekte werden bei den Teilnehmenden immer beliebter. Andere Schüler bereiteten ihre Spurensuche in Form von Gesellschaftsspielen, Comics, fiktiven Tagebüchern oder Briefwechseln auf.
Anfang Juni 2019 werden die Preisträgerinnen und Preisträger auf Landesebene bekanntgegeben. Im Sommer werden die besten Arbeiten sodann auf Landesebene ausgezeichnet, bevor im November die Bundessieger in Berlin durch den Bundespräsidenten geehrt werden.

Die Termine für die Landespreisverleihungen (PDF)

Über den Geschichtswettbewerb
Seit 1973 richtet die Körber-Stiftung den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten aus. Mit bislang über 146.500 Teilnehmern und rund 33.500 Projekten ist er der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland.

www.geschichtswettbewerb.de 
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