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Grundschüler mit GEOlino-Sonderpreis beim Geschichtswettbewerb ausgezeichnet

Über eine zusätzliche Auszeichnung beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten konnten sich Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse der Schwanenschule aus Wermelskirchen (Nordrhein-Westfalen) freuen: die 13-köpfige Grundschul-Gruppe wurde jetzt mit dem 1. GEOlino-Sonderpreis ausgezeichnet.

Zum Rahmenthema »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« haben sich die Kinder mit ihrer Schulgeschichte auseinandergesetzt. Sie wollten wissen, wie Kinder ihres Alters in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg an der Schule lernen konnten und wie die Bedingungen aussahen. Für ihre Recherchen arbeiteten die Grundschüler mit Archivmaterialien aus dem Bergischen Geschichtsverein, der Schulchronik und führten Zeitzeugeninterviews mit ehemaligen Schülern. Ihre Ergebnisse präsentieren die Jungforscher in Form eines Theaterstücks, in dem sie verschiedene Szenen zeigen, die damalige Krisensituationen im Schulalltag in den Mittelpunkt stellen. Zudem setzen sich die Schüler auch ganz individuell mit dem Thema ›Krise‹ auseinander und vergleichen die damalige Situation mit ihrem heutigen Schulalltag.

»Das Auswendiglernen der Texte für das Theaterstück hat mir am meisten Spaß gemacht. Außerdem habe ich durch die Arbeit gelernt, dass man aus einer Krise auch etwas Gutes machen kann und sich gegenseitig helfen kann«, fasst die Schülerin Luisa zusammen. »Ein handlungsorientierter Zugang zum Thema ist wichtig für die Gruppe, dann ist die Teilnahme am Wettbewerb mit allen Kindern machbar. Wir alle sind an dem Projekt sehr gewachsen«, bilanziert die Tutorin Gunhild Dahlhoff. Auf Einladung von Gruner+Jahr und der Körber-Stiftung hat die Gruppe einen Tag in Hamburg verbracht und unter anderem die GEOlino-Redaktion besucht und hinter die Kulissen des Kindermagazins geschaut. 

Im Rahmen der 26. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs hat die GEOlino-Redaktion insgesamt fünf Sonderpreise für die kreativsten Gruppenbeiträge (ab fünf Personen) in der Altersgruppe bis Klasse 6 ausgelobt. Die vier weiteren Sonderpreise gehen an Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Gemeinschaftsschule Herbsleben (Thüringen), der Evangelischen Schule Frohnau Berlin, der Grundschule Albert Klaus in Huy (Sachsen-Anhalt) und der Grunewald-Grundschule in Berlin.

»Wir freuen uns über das große Interesse von GEOlino und die Vergabe der Sonderpreise. Die Auszeichnung der jüngsten Spurensucherinnen und Spurensucher ist für uns eine schöne Form der Wertschätzung. Zugleich möchten wir die Projekte der jüngeren Teilnehmenden so auch stärker in den Fokus rücken und zeigen, dass die erfolgreiche Teilnahme am Geschichtswettbewerb auch mit Kindern möglich ist«, so Carmen Ludwig, Programmleiterin des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten in der Körber-Stiftung.

Die fünf Preisträgerarbeiten in der Übersicht (PDF)

Über den Geschichtswettbewerb
Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 146.500 Teilnehmern und rund 33.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.


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