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  • Handlungsfelder einer Age-friendly City (Darstellung Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung nach WHO-Leitfaden)
  • - Meldung

    Hamburg soll »age-friendly« werden

    2030 werden mehr als 30 Prozent der Hamburger 60 Jahre und älter sein. Wie viele andere Städte muss die Hansestadt also »age-friendly« – altersfreundlich – werden. Was das heißt, haben nun die Hamburger Grünen und Vertreterinnen und Vertreter anderer »age-friendly Cities« diskutiert.

    »Im Sinne einer age-friendly City« wolle man das Hamburger Demografiekonzept von 2014 »zu einem quartiersorientierten Aktionsplan, der behördenübergreifend umgesetzt wird«, entwickeln. So steht es im Hamburger Koalitionsvertrag der SPD und der Grünen von 2020. Welche Programme und Strukturen dazu beitragen, dass eine Stadt altersfreundlich ist, war am Weltseniorentag (1. Oktober) Thema einer internationalen Videokonferenz auf Initiative der Hamburger Grünen. Deutsche und internationale »age-friendly Cities« haben in diesem Format ihre Konzepte vorgestellt, die den Kriterien und Handlungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Thema folgen. Unter anderem warb Manfred Huber, Leiter des Regional Office for Europe der WHO in Kopenhagen, für die Unterstützung der Mitgliedsstädte durch strategische Anleitung, praktische Checklisten und regelmäßigen Austausch.

    Vom KörberForum in den Koalitionsvertrag

    An die Dringlichkeit des Themas erinnerte die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Christa Möller-Metzger von den Grünen: Bereits 2030 würden mehr als 30 Prozent der Menschen an Alster und Elbe jenseits der 60 sein. In diesem Kontext plädiert Karin Haist, Altersexpertin der Körber-Stiftung, für einen umfassenden Ansatz: Zu den Aufgaben einer altersfreundlichen Kommune gehörten nicht nur die Versorgung der Älteren und eine barrierefreie Infrastruktur, sondern auch die soziale und kulturelle Teilhabe – »also auch der Blick auf das, was Ältere für das Gemeinwesen einbringen können«, so Haist.

    Auch die Körber-Stiftung orientiert sich seit vielen Jahren in ihrem Programm »Alter und Kommune« an den WHO-Kriterien für altersfreundliche Städte. Ein Projekt des Programms ist zum Beispiel das Körber Demografie-Symposium im KörberForum, wo auch Möller-Metzger das Konzept der »age-friendly Cities« kennengelernt hat.

    Das nächste Körber Demografie-Symposium wird am 4. und 5. November die Folgen der Corona-Krise für die Arbeit von deutschen Städten und Gemeinden im demografischen Wandel diskutieren. Macht die Krise Verwaltungen digitaler und die lokale Gesellschaft solidarischer?

    zum Körber Demografie-Symposium 2020


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