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Themenwoche »Eingeloggt!«

»Ich bin bekennender Nichtnutzer«, gesteht Renate Finger. Aber die Neugier ist da. Renate Finger testet, wie man mit Obst und Alufolie einen Computer steuert und sogar Töne erzeugt. Das Ganze heißt MakeyMakey und ist ein Angebot, das im Rahmen von »Eingeloggt!«, der ersten Woche zum Thema »Alter und Digitalisierung« in Bergedorf, stattfand.

Die Themenwoche »Eingeloggt!« bot für Ältere unterschiedliche Zugänge, um sich mit der digitalen Welt auseinanderzusetzen. Zwar kennen sich immer mehr Ältere mit den digitalen Techniken aus, über die Hälfte der über 70-Jährigen sind aber noch nicht online. Insgesamt fanden 14 Workshops und Angebote statt, die die Hamburger Volkshochschule, Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen und Haus im Park der Körber-Stiftung in Bergedorf initiiert hatten und kostenlos anboten. Neben den Neueinsteigern wandten sich diese aber auch an technikaffinere Ältere. Es konnten Tablets oder Smartphones ausprobiert, eine VR-Brille getestet oder eine Trickfilm-Werkstatt mit dem Enkel zu besucht werden. Die versierteren Älteren erstellten Blogs, programmierten interaktive Karten oder bauten Feinstaubsensoren.

Neben den Möglichkeiten Anwendungen auszutesten, Kompetenzen zu erweitern und Wissen zu teilen, ging es gleichzeitig aber auch darum »sichtbar zu machen, dass es bereits eine Reihe von Angeboten gibt. »Eingeloggt!« war ein erster Schritt, die Akteure vor Ort miteinander zu vernetzen« erläutert, Caterina Römmer, Leiterin Bildung und Kultur, Haus im Park der Körber-Stiftung, die Idee der Veranstaltungsreihe. Neben den drei Initiatoren waren Tide.akademie, Wege aus der Einsamkeit e.V. und Code for Hamburg mit Angeboten vertreten.

Das Alter der Teilnehmer war so gemischt wie der Wissenstand. Ein Großteil der Teilnehmer, die sich mit dem Thema Social Media beschäftigten waren zwischen 70 und 75 Jahren alt. Sie brachten erste Erfahrungen mit und kannten sich in einigen Bereichen sehr gut aus. Was alle beschäftigte, war das Thema Sicherheit und die Souveränität über die eigenen Daten. Es wurde sehr genau abgewogen, welche Internetdienste genutzt werden. Denn diese kosten zwar kein Geld, aber man bezahle mit der Preisgabe von persönlichen Daten, erläuterte ein Teilnehmer.

Warum man sich auf jeden Fall mit der digitalen Welt beschäftigen muss, erklärte Renate Finger: mit der »komplett Abstinenz«, riskiere man den Zugang zu einem immer größer werdenden Teil des gesellschaftlichen Lebens zu verlieren. Sie denkt aber auch an Menschen, die aufgrund von Einschränkungen, Krankheiten wie beispielsweise Demenz keine Möglichkeiten haben, Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien zu erwerben. Für diese Menschen müsse es analoge Alternativen – wie beispielsweise den Einkaufsladen, den Treffpunkt vor Ort, aber auch Menschen, die beraten und helfen können – geben.

Die Technik entwickelt sich rasant weiter und bietet für ältere Menschen auch die Chance, länger in den eigenen vier Wänden leben zu können. Doch nur der kompetente Umgang mit digitalen Anwendungen ermöglicht diese Selbstständigkeit. Besonders Menschen über 75 müssen dabei verstärkt in den Blick genommen werden, denn sie kommen weniger selbstverständlich, automatisch oder spielerisch mit neuen Technologien in Berührung als jüngere Jahrgänge. Ein entsprechend auf die Zielgruppe zugeschnittenes Angebot wie das 1 x 1 der Tablets und Smartphones war daher sehr begehrt. Die breite Nachfrage an diesen und anderen Angeboten, zeigte, dass Ältere durchaus ihre Kenntnisse im Umgang mit den digitalen Möglichkeiten erweitern möchten. Die Themenwoche »Eingeloggt!« vernetzte die lokalen Akteure miteinander, ergänzte sich in den niedrigschwelligen Angeboten und machte diese sichtbar.

Video zu »Eingeloggt!«

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Wir setzen die Präsenz-Veranstaltungen sowie das Kursangebot der Körber-Stiftung im Haus im Park weiterhin aus. Auch das Restaurant im Park und das Theater ist in dieser Zeit geschlossen, sofern die Bundesregierung nicht wieder ihren Betrieb erlaubt. Die Physikalische Therapie der BiP bleibt geöffnet, das Haus im Park ist für weiteren Publikumsverkehr aber gesperrt. Wir hoffen, dass diese Maßnahmen dazu beitragen neue Infektionen mit dem Corona-Virus so gering wie möglich zu halten. Informieren Sie sich bitte auf dieser Website über neue Entwicklungen und auch alternative digitale Angebote unserer Dozenten, die wir hier zur Verfügung stellen werden.

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Um noch mehr Menschen die Teilhabe an unseren Angeboten und Veranstaltungen zu ermöglichen, kennzeichnen wir außerdem auch die Veranstaltungen, die sich insbesondere an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen richten, mit einem lilafarbenen Symbol.

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