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Haus im Park
  • Grafik: Svenja Mix
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    "Wir machen uns ja doch Gedanken umeinander!“

    Der erste Generationendialog Bergedorf hat gezeigt: Wenn Jung und Alt miteinander reden, entdecken sie viele Gemeinsamkeiten und großes Verständnis füreinander. Doch es entstehen auch neue Fragen. Eine digitale Pinnwand zeigt alle Erkenntnisse aus der Online-Begegnung am 28. Mai und lädt zum Mitdiskutieren ein.

    „Nicht übereinander, sondern miteinander reden“ – diesem Leitspruch von Stifter Kurt A. Körber folgte der erste Generationendialog Bergedorf, bei dem Jung und Alt aus Bergedorf Standpunkte und Perspektiven austauschten. In Zusammenarbeit mit der Stadtteilschule Bergedorf lud die Körber-Stiftung am 28. Mai ältere Bergedorfer*innen und Oberstufenschüler*innen zur interaktiven Online-Begegnung ein. Angeleitet von jüngeren und älteren Gesprächslots*in sprachen insgesamt rund 50 Teilnehmende über ihre Geschichten aus 16 Monaten Corona-Pandemie. Von Einsamkeit über das Erlernen neuer technischer Möglichkeiten bis hin zur Neuentdeckung der Natur und der „kleinen Dinge im Leben“: Die Lebenswelten der Teilnehmenden waren oft von ähnlichen positiven wie negativen Eindrücken geprägt. Auch die Frage nach den besonderen Herausforderungen im Alltag für die jüngere und die ältere Generation förderte mehr verbindende als trennende Erfahrungen zutage. So war für alle der Wechsel von Freizeit (Sport, Freunde und Familie treffen), Schule oder Beruf in den digitalen Raum herausfordernd. Auch die Enge daheim, die gesteigerte Zeit zu zweit oder in der Familie zuhause, war nicht nur bereichernd, sondern auch streckenweit anstrengend für Jung wie Alt.

    Den Dialog fortführen und institutionalisieren

    „Wir machen uns ja doch Gedanken umeinander“ stellt eine Teilnehmende in einer Kleingruppendiskussion erleichtert und erstaunt fest. Und auch das Plenum des Generationendialoges gibt in einer Blitzumfrage an, dass die Corona-Krise den Zusammenhalt von Jung und Alt weder verschlechtert noch verbessert hat. Viel mehr fehle der Kontakt außerhalb der vertrauten Freundes- und Familienkreise zueinander, um sich über die eigenen Sorgen, Ängste, Wünsche und Bedürfnisse auszutauschen.

    Viele Teilnehmende, Gesprächslotsinnen und Gesprächslotsen wünschen sich am Ende der Veranstaltung, dass es mehr Begegnung zwischen den Generationen gibt, um gemeinsam das Zusammenleben zu gestalten. Und auch Thimo Witting, Schulleiter der Stadtteilschule Bergedorf, betont in seinem Grußwort zum Auftakt der Veranstaltung: „Es braucht eine Institutionalisierung des Dialogs von Jung und Alt an Schulen ebenso wie in Begegnungszentren wie dem Haus im Park oder dem künftigen KörberHaus.“ Denn das Verbindende wirft auch neue Fragen auf: Wie gehen wir aus der Pandemie zurück in die Normalität? Was haben wir gelernt? Und was können wir gemeinsam für das Miteinander in Bergedorf tun?

    Schau Dir die die Ergebnisse an und diskutiere online mit!

    Zum Schluss verständigen sich die Gesprächslotsinnen und Gesprächslotsen mit den Teilnehmenden auf über „16 Schätze“. Diese Schätze sind wertvolle Erfahrungen sowie Wünsche und Impulse für das zukünftige Miteinander in Bergedorf. Die beim ersten Bergedorfer Generationendialog gesammelten  Herausforderungen, Standpunkte und Aspekte zum Thema „Corona & Wir“ kannst Du auf der interaktiven Pinnwand online einsehen. Dort kannst Du auch an die Diskussion anknüpfen und deine Meinung, Lesetipps oder weitere Beiträge anpinnen. Schau gleich hier vorbei! 


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