X

Meldung

Auseinandersetzung mit dem Tod

Die Evaluation der Pilot-Ausstellung »Dialog mit dem Ende« im vergangenen Jahr zeigt deutlich: Viele Menschen nehmen die Möglichkeit an, sich auf diese Weise mit dem Sterben auseinanderzusetzen. 2020 legt die Körber-Stiftung ein besonderes Augenmerk auf den Abschied und den Umgang mit Trauer.

Andreas Heinecke, Dialog im Dunkeln e.V. und Mitglied im Konzeptionsteam der Ausstellung, sagt über seine Erfahrungen: »Die Rückmeldungen zeigen, dass die Ausstellung helfen kann, das Thema Tod aus der Verdrängung in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Aus Verdrängung wird offene Kommunikation.« Eine weitere Erkenntnis der Auswertung ist, dass die Auseinandersetzung mit dem Sterben eng verknüpft ist mit der Frage, was ein gutes Leben und insbesondere ein gutes Leben im Alter ausmacht. Doris Kreinhöfer, Körber-Stiftung: »Schnell wurde im Austausch mit Protagonisten wie auch Besuchern der Ausstellung klar, dass die Beschäftigung mit dem vermeintlich jenseitigen Thema zu den essenziellen Fragen führt, wie ich das diesseitige Leben gestalte.«

Gemeinsam mit starken Partnern möchte die Körber-Stiftung 2020 in Hamburg und bundesweit einen öffentlichen Rahmen schaffen, um sich den Themen »Abschied« und »Umgang mit Trauer« zu stellen.

Vom 7. Februar bis 14. Juni unterstützt die Körber-Stiftung die Ausstellung »Trauern. Von Verlust und Veränderung« in der Hamburger Kunsthalle. Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen der internationalen Gegenwartskunst, die um die Phänomene Verlust, Trauer und Wandel kreisen. Ein breites Veranstaltungsprogramm begleitet die Ausstellung.

Im Februar startet die Körber-Stiftung zusammen mit Hamburg Leuchtfeuer die Kulturreihe »Mitten im Leben«. Erfahrungen von Verlust, Lebensumbrüchen und Neuanfängen führen zu Leid, oftmals aber auch zu Wachstum. Diesem Phänomen und den damit gemachten Erfahrungen geht die Reihe mit drei jährlichen Veranstaltungen nach. Auf der Bühne des Thalia Theaters erzählt die Hamburger Theaterfamilie Maertens am 16. Februar von ihren Herausforderungen, Lebensumbrüchen und ihrem Umgang mit Veränderungen und Abschieden.

Ein Benefiz-Konzert der besonderen Art findet am 27. März im Theater Haus im Park der Körber-Stiftung statt: Projektkünstler Stefan Weiller inszeniert Geschichten von Menschen im Hospiz zu Lesungen mit musikalischer Begleitung und lässt den Zuschauer gefühlvoll teilhaben am letzten Lied, durch das der Mensch eine eigene Erinnerung in die Welt setzt.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg setzt sich die Körber-Stiftung in der Veranstaltungsreihe »Gebundenes Leben« mit der Verarbeitung von Abschied und Trauer in der Literatur auseinander.

Und auch die Ausstellung »Dialog mit dem Ende« wird weiterentwickelt: Gemeinsam mit der Beisheim Stiftung und Dialog im Dunkeln e.V. arbeitet die Körber-Stiftung an der Fortsetzung dieser erfolgreichen Ausstellung an  öffentlichen Orten. Ab Juni 2020 wird die Ausstellung durch Deutschland touren. Weitere Informationen zu Orten und Terminen folgen.

zum Buch »Über die Vergänglichkeit«

zum Video »Dialog mit dem Ende« (ein Blick in die Ausstellung)


Mehr zu: #Gesellschaft #Tod
to top