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Meldung

Jung und Alt »werkeln« gemeinsam

Sieht einfach aus, braucht aber viel Erfahrung. Wie man richtig hobelt, sägt oder Holz miteinander verbindet, erfahren Schülerinnen und Schüler der BSO7 in der Holzwerkstatt des Haus im Park der Körber-Stiftung. Als Vorbereitung auf ein Berufspraktikum können sie seit Mitte September die Werkstatt regelmäßig besuchen.

Damit ist der Startschuss für das neue Kooperationsprojekt der BS07 – Berufliche Schule Wirtschaft, Verkehrstechnik und Berufsvorbereitung Bergedorf – und der Körber-Stiftung gefallen. So bauen die Schule und die Körber-Stiftung ihre Zusammenarbeit weiter aus. Nach einem Brand 2014 war die Holzwerkstatt in den Räumen der Schule beherbergt worden. Zwei Jahre später hat man aus der Not eine Tugend gemacht und die Körber-Stiftung ist dauerhafter Mieter in den Werkstatträumen der Schule geworden. Zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Älteren haben sich immer wieder so ganz nebenbei Begegnungen ergeben. Die Jugendlichen machten in den Pausen einen Abstecher in die Holzwerkstatt, die Seniorinnen und Senioren kamen auf dem Flur ins Gespräch mit dem einen oder anderen. Aber auch erste Projektideen wurden umgesetzt, wie beispielsweise der Bau von Seifenkisten oder Drachen. Dafür stehen den Schülern nun erfahrene Holzwerkerinnen und Holzwerker zur Seite, die nicht nur manchen Kniff verraten können, sondern auch Zeit und Interesse mitbringen.

Die Schule und die Holzwerkstatt arbeiten so in dem neuen Projekt Hand in Hand. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Holzwerker werden durch Mentoren von der Schule unterstützt. Zusätzlich finden in regelmäßigen Abständen Schulungen und Austauschtreffen statt. Im Vordergrund des neuen Projekts steht aber nicht die Vermittlung fachlicher, sondern die Vermittlung und Stärkung sozialer Kompetenzen, unter anderem durch den Austausch zwischen den Generationen. Es geht um das Miteinander, dafür braucht es Zeit und Geduld, was im betrieblichen Alltag oftmals zu kurz kommt. Die Schülerinnen und Schüler, die an dem Vor-Praktikum teilnehmen, können sich noch ohne Leistungs- oder Gruppendruck in eine neue Situation einfinden. Die Holzwerker gehen individuell auf Fragen und Fähigkeiten der Schüler ein, ohne benoten zu müssen. Wichtiger ist, dass man sich versteht. Und durch die persönliche Beziehung fallen Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit auf einmal viel leichter. Die Schülerinnen und Schüler wiederum bauen den Senioren eine Brücke zu ihrer Generation. Durch die Begegnungen erfahren die Älteren, was Jugendliche heute beschäftigt und interessiert.

 


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