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Aarhus macht‘s vor: Dokk 1 – Offene Räume, einladend und multifunktional

Was trägt dazu bei, ein Haus für Begegnungen von Anfang an – baulich und konzeptionell – einladend zu machen? Ein Besuch im Dokk 1 in der dänischen Stadt Aarhus gibt vielfältige Anregungen. 

Das Dokk 1 hat seit seiner Eröffnung 2015 überregionale Bekanntheit erlangt. Es ist ein Neubau am Hafenrand, der nicht nur architektonisch Furore macht, sondern auch die größte öffentliche Bücherei Skandinaviens beherbergt. Von Anfang an sollte das Projekt mehr als ein Bibliotheksstandort sein: Das spektakuläre Gebäude verbindet die Stadt mit dem vorher nur industriell genutzten Hafen und versteht sich auch als ein Haus der Begegnung und Interaktion für alle Bürgerinnen und Bürger, als Stätte der Wissensvermittlung, als Ort der Demokratie und genauso als hybride Kulturarena. Dass das alles auch eingelöst wird, dafür gibt es viele Gründe und Erfolgsfaktoren.

Das Dokk1 ist im Stadtraum ist sichtbar und gut zugänglich. Dazu zählen die Verkehrsanbindung mit eigener Haltestelle und Tiefgarage ebenso wie die Transparenz des Baus: Die Architektur selbst gewährt von außen Einblicke und von innen Durchblicke. Breite Treppen sind mit Rampen für Besucher im Rollstuhl verbunden, laden aber auch gleichzeitig zum Sitzen oder Spielen ein. Als Solitär am Hafenrand lockt das Dokk1 schon von weitem Besucher an – die im Innenraum dann mit großem Empfangstresen willkommen geheißen und rundum informiert werden. Zur Attraktivität des Hauses für die ganze Bevölkerung trägt bei, dass schon im Erdgeschoss das Bürgerbüro der Stadt untergebracht ist. Wer seinen Pass verlängert, ist also nur noch wenige Schritte von den Räumen der Bücherei entfernt. Und die haben es in sich.

Ja, Bücherregale und Stationen für die – digitale – Ausleihe gibt es auch im Dokk 1. Schranken allerdings nirgends. „Zugang zu Wissen ist wichtiger als Kontrolle“ ist die Devise von Susanne Gilling, Head of Library Services. Das Gebäude mit dem 360 Grad Blick nach außen beherbergt viele helle und weite Räume, von großen offenen Fluchten mit wenigen Regalen und vielen Sitzgruppen zu kleinen Studienkabinetten, von einer Kinderlese- und Spiellandschaft zu Sesseln mit Blick auf den Hafen. Hier wird gelesen, für die Uni gearbeitet, diskutiert, gechillt, gemalt, gearbeitet, gespielt. Die Räume sind multifunktional: Wo heute eine Ausstellung gezeigt wird, kann morgen eine Veranstaltung stattfinden. Das Design ist skandinavisch zeitlos und hochwertig, die Schallisolierung funktioniert grandios: Tobende Kinder, Diskussionsgruppen und in ihre Lektüre vertiefte Besucher stören sich nicht. 

Auch Partnerschaften und Partizipation öffnen Räume

Das Dokk1 ist aber nicht nur räumlich offen: Viele Organisationen gestalten das Programm mit und haben Zugang zu den Räumen. Entsprechend vielseitig sind die Angebote. Literatur, Musik oder Schreiben sind Schwerpunkte, aber es gibt auch ein Festival für Entrepreneure und kulturelle Startups oder Willkommenskurse für Neubürger. Das heißt für die Macher der Bibliothek, so Lisbeth Overgaard, Head of Community Engagement, Partnerships and Communication: Nicht alles selbst anbieten müssen und Ressourcen sparen – aber auch: nicht allein definieren, was gebraucht wird und eigene Ideen im Zweifel auch einmal loslassen müssen. Schon in der Planung, lange, bevor überhaupt Architekten auf den Plan traten, waren Co-Creation und Beteiligung angesagt. Viele Partner waren in die konzeptionelle Vorbereitung der neuen Bibliothek eingebunden, in die Programmplanung, Raumgestaltung, aber auch in Fragen von Öffnungszeiten oder Namensgebung: die Nutzer, die Mitarbeiter, Partnerorganisationen, lokale Communities. Planer und Architekten „müssen zuhören, was Nutzer und Besucher wollen“, so das Credo von Lisbeth Overgaard. Und sie ist auch überzeugt: Partnerschaften sind nicht nur ein Gewinn für öffentliche Häuser, sie ändern auch das Mindset der Beteiligten. Sie brauchen allerdings Zeit, Vertrauen und den Aufbau guter persönlicher Beziehungen. 

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Fax +49 • 40 • 72 57 02 - 24
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Leitung Haus im Park der Körber-Stiftung
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Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 33
E-Mail roemmer@koerber-stiftung.de

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Barrierefreiheit

Mit unserem – kostenpflichtigen – Fahrdienst ermöglichen wir auch gehbehinderten Menschen den Besuch des Haus im Park. Unser Kleinbus ist mit einer Hebebühne ausgestattet. Bei Interesse bitten wir um Ihre Voranmeldung. Wir prüfen dann, ob zu dem von Ihnen gewünschten Zeitpunkt eine Fahrmöglichkeit zwischen 9 und 14.30 Uhr (dienstags bis 15.30 Uhr) besteht. Unsere hauptamtliche Fahrerin Sabine Bartels wird unterstützt durch Klaus Steinbeck, der einmal wöchentlich ehrenamtlich unsere Gäste fährt. Sekretariat, Telefon + 49 (0)40 72 57 02-12.

Das Theater Haus im Park verfügt über zwei rollstuhlgerechte Plätze. Wenn Sie diese bei Veranstaltungen in Anspruch nehmen möchten, bitten wir Sie, sich vorab unter hip@koerber-stiftung.de anzumelden.

Eine induktive Höranlage im Saal ermöglicht es hörgeschädigten Gästen, den Saalton mit einem geeigneten Hörgerät drahtlos zu empfangen. Alternativ leihen die Tontechniker am Regiepult im Saal auf Anfrage mobile Signalempfänger an Besucher aus. Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem Tonempfang haben, zögern Sie bitte nicht, unsere Tontechniker anzusprechen.

Für gehörlose Gäste bieten wir ausgewählte Veranstaltungen unseres Programms auch in deutscher Gebärdensprache an. Sie erkennen sie in unserem Veranstaltungskalender am roten Symbol.
Für Gehörlose ist eine Anmeldung erforderlich unter hip@koerber-stiftung.de.

Um noch mehr Menschen die Teilhabe an unseren Angeboten und Veranstaltungen zu ermöglichen, kennzeichnen wir außerdem auch die Veranstaltungen, die sich insbesondere an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen richten, mit einem lilafarbenen Symbol.

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