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Die altersfreundliche Stadt Tampere setzt auf Service unter einem Dach

Die drittgrößte finnische Stadt ist eine altersfreundliche Stadt. Sie gehört zum globalen Netzwerk der Age Friendly Cities der Weltgesundheitsorganisation und hat ihre Ambitionen, gutes Altern vor Ort mit der Teilhabe und Beteiligung älterer Menschen zu verbinden, strategisch im Projekt »TampereSenior« konkretisiert.

Mit einer Laufzeit von 2012 bis 2020 verfolgt »TampereSenior« vor allem die Idee, dass Menschen so lange und zufrieden wie möglich in ihrem Umfeld bleiben und aktiv am Leben teilnehmen können. Viele Angebote und Dienstleistungen sind darauf ausgerichtet, aber es geht dabei nicht nur um das Wohnen oder quartiersnahe Versorgung. In Tampere wurde vielmehr ein ganz spezieller öffentlicher Ort entwickelt, der unterschiedlichste Serviceangebote unter einem Dach versammelt und dabei von vielen Menschen leicht und zentral erreichbar ist. Seit 2009 gibt es das »Kotitori« – übersetzt: Marktplatz. Die Servicestelle ist in einem Gebäude am größten Platz der Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus untergebracht, sie teilt sich die Etage und den Wartebereich mit dem Tourismus- und Veranstaltungsbüro der Stadt und der Zentrale der öffentlichen Verkehrsbetriebe. Das heißt: Auch Zufallsbesucher landen hier. Und das ist ausdrücklich gewünscht.

Kirsi Nurmi, Referentin des Stadtrats für das Management von TampereSenior, nennt das Kotitori einen »one-stop shop«: Das Informationsbüro ist für alle Fragen älterer Menschen eingerichtet und bietet gleichzeitig öffentliche und private Dienstleistungen an. Wenn es zum Beispiel um selbstständiges Leben zuhause geht oder auch um häusliche Pflege, dann haben die städtischen Mitarbeiter keine Berührungsängste, neben kommunalen Pflegediensten auch private zu vermitteln – ebenso wie auch technische Assistenzsysteme  verschiedener Unternehmen im Kotitori besichtigt und ausgeliehen werden können. Das reale Kotitori wird um eine digitale Serviceplattform ergänzt, und es gibt auch quartiersnahe Ableger, die so genannten »Lähitori«. 

Lähitori sind lokale Marktplätze für Beratung und Aktivitäten

Lähitori kann ebenfalls mit Marktplatz übersetzt werden; Kirsi Nurmi nennt aber noch eine zweite Bedeutung: »local welfare hub«. In vier Stadtvierteln gibt es bereits solche Wohlfahrts-Marktplätze, weitere sind im Rahmen der Age-Friendly-Strategie geplant. Auch sie werden an gut frequentierten Orten untergebracht, im Einkaufszentrum zum Beispiel. Das Lähitori im Stadtteil Kuusela ist unter einem Dach mit einem Altenheim und einem Kindergarten und bietet Café, Bibliothek, Fitnessraum sowie Veranstaltungen und Kurse vieler Träger aus dem öffentlichen, privaten oder Engagementbereich. Jeder kann hierherkommen, um Menschen zu treffen, Angebote wahrzunehmen und eigene Projekte zu etablieren. Die zweite Säule des Kuusela Lähitori ist die Beratung. Eine Krankenschwester, ein Physiotherapeut und ein Sozialberater informieren ältere Menschen individuell und umfassend zu allen Fragen rund um Prävention, Gesundheit und Soziales. Sie verstehen sich als langfristige Ansprechpartner und versuchen, für ihre Kunden Lösungen zu finden – der Verweis an andere Einrichtungen soll die Ausnahme sein. Das Lähitori wird auch deshalb von seinen Kunden gern genutzt, weil sie an vielen Stellen beteiligt werden: »Co-Planning« ist das Zauberwort, das zum Beispiel durch eine »Kunden-Jury«, gemeinsame Programmplanungsgruppen oder auch regelmäßige Besucherbefragungen eingelöst wird.

Der Blick über den Tellerrand zeigt also insgesamt: Bei aller denkbaren Unterschiedlichkeit ist die Einrichtung öffentlicher Orte eine sinnvolle Maßnahme für Kommunen, die demografiefest sein wollen. Hilfreich ist es, solche Orte in breiter Trägerschaft und die Angebote in Kooperation mit Partnern und unter Beteiligung der Nutzer zu entwickeln. Auch die Räume selbst – ihre Lage, ihre Nachbarschaft, ihre Architektur und ihr Design – sind für den Erfolg entscheidend. Von besonderer Bedeutung aber ist es, so zeigen die internationalen Beispiele, eine räumliche wie gesellschaftliche Offenheit zu kreieren. Das Architekturbüro Schmidt Hammer Lassen, das das Dokk 1 in Aarhus entworfen hat, nennt solche offenen Orte „den dritten Raum“ und beschreibt sie als »a welcoming, non-commercial environment that lies between the home and the workplace«. In einem solchen »dritten Raum«, so die Architekten, fließen Information und Ideen, der Zugang ist frei, offen und allen möglich, unabhängig von ihren Interessen, ihrem Hintergrund oder ihrem sozialen Status. 

Eigentlich ganz einfach!


 

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Leitung Haus im Park der Körber-Stiftung
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Das Theater Haus im Park verfügt über zwei rollstuhlgerechte Plätze. Wenn Sie diese bei Veranstaltungen in Anspruch nehmen möchten, bitten wir Sie, sich vorab unter hip@koerber-stiftung.de anzumelden.

Eine induktive Höranlage im Saal ermöglicht es hörgeschädigten Gästen, den Saalton mit einem geeigneten Hörgerät drahtlos zu empfangen. Alternativ leihen die Tontechniker am Regiepult im Saal auf Anfrage mobile Signalempfänger an Besucher aus. Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem Tonempfang haben, zögern Sie bitte nicht, unsere Tontechniker anzusprechen.

Für gehörlose Gäste bieten wir ausgewählte Veranstaltungen unseres Programms auch in deutscher Gebärdensprache an. Sie erkennen sie in unserem Veranstaltungskalender am roten Symbol.
Für Gehörlose ist eine Anmeldung erforderlich unter hip@koerber-stiftung.de.

Um noch mehr Menschen die Teilhabe an unseren Angeboten und Veranstaltungen zu ermöglichen, kennzeichnen wir außerdem auch die Veranstaltungen, die sich insbesondere an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen richten, mit einem lilafarbenen Symbol.

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