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Studenten im Pflegeheim – die neue Win-win-Situation?

Ein Studentenheim: Schmutziges Geschirr, Tütensuppe, laute Musik. Ein Pflegeheim: Hygieneplan, pürierte Kost, Plastikorchideen. Passen diese unterschiedlichen Lebenswelten zusammen? Im Gespräch mit Doris Kreinhöfer, Körber-Stiftung, berichten ein freiwillig engagiertes Ehepaar aus Münster über ihr Projekt »Wohnen für Hilfe« und die Einrichtungsleitung des Wohn- und Sorgezentrums Humanitas Deventer in Holland über ihr Projekt der »Wohnstudenten«.

Doris Kreinhöfer hat vorab beide Wohnprojekte besucht. Das sind ihre Eindrücke:

Das Wohn- und Sorgezentrum Humanitas Deventer ist ein besonderer Ort. Schon im Foyer zeigt sich ein deutlicher Unterschied zu den meisten bekannten Einrichtungen: Ein freundlich zugewandter Empfangsmitarbeiter unterhält sich mit jedem, der vorbeikommt. Und das sind viele: Zwei mobile Bewohner des Hauses leihen sich das Doppel-Fahrrad aus, das zum Verleihen im Foyer steht und klönen kurz mit weiteren Mitbewohnern. Eine Dame in einem Liegend-Rollstuhl rollt vor Verlassen des Hauses noch eben am Empfang vorbei; ein Herr am Rollator kommt mit seinem jungen Begleiter vorbei, bevor beide zusammen spazieren gehen. Das am großen Gemeinschaftstisch im Foyer sitzende Grüppchen von Bewohnern und Studenten, die den Bewohner-Blog schreiben, macht lautstark Späße und bezieht den Empfang mit ein.

Peter geht mit Besuchern durch das Haus. Besucher, die täglich kommen, um sich dieses besondere Haus anzusehen. Peter ist als »Hineinhorcher« eingestellt. Er horcht, was so auf den Gängen, auf den Wohnebenen und in den Gruppen geredet wird. »Höre ich dreimal das gleiche Thema, hake ich nach, ob es Handlungsbedarf gibt.« Peters Job ist tatsächlich, aufzuspüren, ob es Unzufriedenheiten oder Probleme gibt.

Das Haus ist, obwohl ein Sechziger-Jahre-Bau, freundlich gestaltet. Es gibt viele Plätze, um in Gemeinschaft zu sein. Spürbar ist: Es geht hier um Leben. Dass auch Hilfe und Betreuung vor Ort ist – das ist eine Ergänzung zum guten Leben – nicht ihr Mittelpunkt.

Der Beginn dieser Wandlung von einem ganz herkömmlichen Pflegeheim zu einem lebendigen Ort war der Einzug der »Wohnstudenten«. Gea Sijpkes, Einrichtungsleiterin des Hauses, berichtet am 4. Juli im Haus im Park von den Erfahrungen, die Bewohner, Mitarbeiter und Studenten seit 2012 gesammelt haben.

In Münster leben Theresa (19) und Gisela (82) zusammen. Gisela wohnt in einem Haus mit einem schönen Garten. Vor Jahren ist ihr Mann gestorben. Sie war ungern allein in ihrem Haus und fühlte sich unsicher, wenn sie allein unter die Dusche ging, ohne dass jemand helfen könnte, falls sie stürzt. Erwin Stroot, freiwillig Engagierter, legte ihr ans Herz, einer Studentin Wohnraum für Hilfe zur Verfügung zu stellen. Gisela  tat das – mittlerweile wohnt die achte Studentin in Folge bei ihr. Gisela ist glücklich über diese Möglichkeit, nicht allein zu sein und auch Hilfe zu bekommen. Theresa und Gisela  gehen gemeinsam einkaufen, seit Gisela nicht mehr Auto fährt. Theresa ist zu Hause, wenn Gisela unter die Dusche geht, sie gehen auch mal zusammen ins Theater, beide nehmen Anteil am Leben der anderen.

Von den Erfahrungen des Projekts »Wohnen für Hilfe« in Münster berichteten auf einer Veranstaltung im Haus im Park der Körber-Stiftung Ursula und Erwin Stroot. Beide Projekte sorgen für die Verbesserung der Lebensqualität von alten Menschen – ohne Reformen, hohe Kosten und bürokratischen Aufwand. Notwendig scheint vor allem Mut zum Querdenken und unkonventionellem Handeln zu sein. Lassen sich Querdenker und Mutige auch in Hamburg finden? 


 

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KörberHaus

2019 zieht die Körber-Stiftung mit dem Angebot des Haus im Park in das KörberHaus in der Mitte von Bergedorf.

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Kontakt

Haus im Park
Gräpelweg 8
21029 Hamburg
Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 0
Fax +49 • 40 • 72 57 02 - 24
E-Mail hip@koerber-stiftung.de

Susanne Kutz
Leitung Bereich Alter und Demografie
Leitung Haus im Park der Körber-Stiftung
Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 36
E-Mail kutz@koerber-stiftung.de

Dorothea Kerrutt
Leiterin Kommunikation und Veranstaltungsmanagement

Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 13
E-Mail kerrutt@koerber-stiftung.de

Doris Kreinhöfer
Stv. Leiterin im Haus im Park

Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 16
E-Mail kreinhoefer@koerber-stiftung.de

Caterina Römmer
Leiterin Bildung und Kultur

Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 33
E-Mail roemmer@koerber-stiftung.de

Öffnungszeiten

Büro
Montag bis Freitag: 8.30 bis 18.00 Uhr

Café
Montag bis Freitag: 10.00 bis 18.00 Uhr

Physikalische Therapie
Montag bis Donnerstag: 08.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr
Freitag: 08.00 bis 12.30 Uhr

Anfahrt

Bahnstation Bergedorf, vom Zentralen Busbahnhof (ZOB) Bergedorf mit der Linie 235 oder Linie 8810 Richtung Reinbek/Wentorf drei Stationen bis zum Rathaus Bergedorf und zu Fuß zum Gräpelweg 8. Von Wentorf und Reinbek mit dem Bus zum Rathaus Bergedorf.

Erstellen Sie hier einen Fahrplan mit öffentlichen Verkehrsmitteln (HVV). Geben Sie dazu Ihren Abfahrtsort und die gewünschte Abfahrts- bzw. Ankunftszeit ein.

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Das BegegnungsCentrum auf Online-Karten:
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Barrierefreiheit

Mit unserem – kostenpflichtigen – Fahrdienst ermöglichen wir auch gehbehinderten Menschen den Besuch des Haus im Park. Unser Kleinbus ist mit einer Hebebühne ausgestattet. Bei Interesse bitten wir um Ihre Voranmeldung. Wir prüfen dann, ob zu dem von Ihnen gewünschten Zeitpunkt eine Fahrmöglichkeit zwischen 9 und 14.30 Uhr (dienstags bis 15.30 Uhr) besteht. Unsere hauptamtliche Fahrerin Sabine Bartels wird unterstützt durch Klaus Steinbeck, der einmal wöchentlich ehrenamtlich unsere Gäste fährt. Sekretariat, Telefon + 49 (0)40 72 57 02-12.

Das Theater Haus im Park verfügt über zwei rollstuhlgerechte Plätze. Wenn Sie diese bei Veranstaltungen in Anspruch nehmen möchten, bitten wir Sie, sich vorab unter hip@koerber-stiftung.de anzumelden.

Eine induktive Höranlage im Saal ermöglicht es hörgeschädigten Gästen, den Saalton mit einem geeigneten Hörgerät drahtlos zu empfangen. Alternativ leihen die Tontechniker am Regiepult im Saal auf Anfrage mobile Signalempfänger an Besucher aus. Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem Tonempfang haben, zögern Sie bitte nicht, unsere Tontechniker anzusprechen.

Für gehörlose Gäste bieten wir ausgewählte Veranstaltungen unseres Programms auch in deutscher Gebärdensprache an. Sie erkennen sie in unserem Veranstaltungskalender am roten Symbol.
Für Gehörlose ist eine Anmeldung erforderlich unter hip@koerber-stiftung.de.

Um noch mehr Menschen die Teilhabe an unseren Angeboten und Veranstaltungen zu ermöglichen, kennzeichnen wir außerdem auch die Veranstaltungen, die sich insbesondere an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen richten, mit einem lilafarbenen Symbol.

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