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History@debate: Krieg der Emotionen – Ehre, Schande und Scham im Ersten Weltkrieg

Mittwoch, 23. April 2014, 15.00 bis 16.30 Uhr
Hauptstadtbüro der Körber-Stiftung
(nicht-öffentlich)

Von der patriotischen Kriegsbegeisterung über Appelle an die soldatische Ehre bis zur Trauer um die Toten – die Geschichte des ersten Weltkriegs ist auch eine Geschichte aufgeladener Emotionen, kollektiver Ehr- und Schamgefühle. Wie leicht sich Emotionen rund um den Krieg bis heute mobilisieren lassen, zeigen die jüngst in mehreren europäischen Ländern wieder aufflackernden und erhitzt geführten Debatten um Kriegsschuld und nationale Erinnerung. Die Historikerinnen Ute Frevert und Dorothee Wierling diskutieren, welche Bedeutung »Ehre«, »Schande« und »Scham« im Ersten Weltkrieg hatten, und beleuchten das Wechselspiel der Inszenierung öffentlicher und privater Emotionen.
Die Veranstaltung im Hauptstadtbüro der Körber-Stiftung wurde live übertragen. Fragen und Kommentare konnten auf Twitter über den Hashtag #hist14 direkt in die Debatte eingebracht werden.

Ute Frevert ist Direktorin am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Honorarprofessorin an der Freien Universität Berlin. Zuvor lehrte die Historikerin an den Universitäten Yale, Bielefeld und Konstanz. Die DFG zeichnete sie 1998 mit dem renommierten Leibniz-Preis aus. Ute Frevert ist Mitglied der British Academy, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Ihre Publikationen in den Bereichen der Sozial-, Kultur- und Politikgeschichte der Moderne, der Emotionsgeschichte und der Geschlechtergeschichte wurden in zahlreichen Sprachen veröffentlicht. Zuletzt erschien »Vertrauensfragen: Eine Obsession der Moderne«.

Dorothee Wierling ist stellvertretende Direktorin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte und Honorarprofessorin an der Universität Hamburg. Derzeit ist sie Gerda Henkel Gastprofessorin am Deutschen Historischen Institut und der London School of Economics. Zuvor lehrte sie u.a. an der University of Washington in Seattle und der University of Michigan in Ann Arbor. Ihre Forschungsinteressen liegen auf der Sozial- und Mentalitätsgeschichte des späten 19. und 20. Jahrhunderts sowie dem Verhältnis von Biografie und Geschichte. Zuletzt erschien » Eine Familie im Krieg. Leben, Sterben und Schreiben 1914-1918«.

Moderation: Sven Felix Kellerhoff, leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte der WELT und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zur deutschen Zeitgeschichte. Zuletzt erschien: »Heimatfront. Der Untergang der heilen Welt – Deutschland im Ersten Weltkrieg«

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