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History@debate: Europa 1914. Schlafwandler oder Brandstifter?

Freitag, 24. Januar 2014, 15.00 bis 16.30 Uhr
Hauptstadtbüro der Körber-Stiftung
(nicht-öffentlich)

Im Sommer 2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal – und seit einiger Zeit ist vor allem in der deutschen und angloamerikanischen Geschichtswissenschaft Bewegung in die Diskussion über Voraussetzungen und Ursachen des Krieges gekommen. Waren die europäischen Mächte und ihre führenden Politiker »Schlafwandler«, die einen Krieg durch rechtzeitiges und verantwortliches Handeln hätten verhindern können? War der Weltkrieg ein Ergebnis von Missverständnissen und Fehleinschätzungen? Oder doch eine zwangsläufige Folge der aggressiven Außenpolitik einzelner Staaten? Gerd Krumeich, Herfried Münkler und Sönke Neitzel diskutieren die gegenwärtigen Forschungspositionen, ihre historische Bewertung – und die Folgerungen, die sich daraus für das Zusammenleben in Europa nach dem Krieg ergeben.

Die Veranstaltung war vollständig online zu verfolgen und konnte über den Hashtag #hist14 live auf Twitter kommentiert werden.

Moderation: Juliane Haubold-Stolle, Projektleiterin der Austellung Erster Weltkrieg am Deutschen Historischen Museum Berlin

Gerd Krumeich ist emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und Vizepräsident des Centre de Recherche de l’Historial de la Grande Guerre. Er hat zahlreiche Nachschlagewerke, Sammelbände und Monographien zur Geschichte des Ersten Weltkriegs verfasst, zuletzt »Juli 1914. Eine Bilanz«

Herfried Münkler ist Professor für Theorie der Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin und Autor mehrerer Studien zu Theorie und Geschichte des Krieges, zuletzt »Der Große Krieg. Die Welt 1914-1918«.

Sönke Neitzel ist Professor für International History an der London School of Economics and Political Science und Autor zahlreicher Werke zur Militärgeschichte, insbesondere im Zeitalter der Weltkriege.

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