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Konfetti und starke Vorbilder zum mint:pink-Auftakt

»Mamma, Papa, Aeroplano, das waren meine ersten Worte«, erzählte Grazia Vittadini, Chief Technology Officer bei Airbus. Sie ist die erste Frau im Vorstand des Unternehmens und ein perfektes Role Model für die Programmteilnehmerinnen von mint:pink, die sich zum Auftakt auf Einladung von Alexander Otto im ECE Atrium versammelten.

Was sich im Nachhinein wie eine logische und selbstverständliche Folge einer technischen Karriere anhört, war keineswegs von Anfang an gewiss: Grazia Vittadini ist vielseitig interessiert, sie hat Musik studiert, Ballett getanzt – und ein Ingenieursstudium mit dem Schwerpunkt Luftfahrt absolviert, um sich schließlich für den Weg in die Luftfahrttechnik zu entscheiden. Ob es auch Probleme gab, fragte Isabel von der Sophie-Barat-Schule, die gemeinsam mit dem Moderator Johannes Büchs die Ingenieurin interviewte.

Im Studium in Mailand seien sie drei Frauen unter 300 Studierenden gewesen, erwiderte die heutige Technikchefin von Airbus lachend, und bei ihrem ersten Job sei ihr als Frau der Eintritt in die Fertigungshalle verboten worden. Aber sonst? »Ihr müsst euren Leidenschaften folgen, das ist das Wichtigste!«, das jedenfalls sei ihr Rezept für eine glückliche Berufswahl. Neben der technischen Leidenschaft ist Grazia Vittadini in ihrem Engagement für mehr Frauen in der Technik und in Führungspositionen von einer festen Überzeugung getrieben: »Homogene Teams sind nicht optimal, man kommt viel weiter, wenn man divers ist«.

Am Ende der Veranstaltung, deren Höhepunkt wie jedes Jahr eine imposante Kettenreaktion mit Konfettibombe am Ziel der 36 Tische ist, an denen die Schülerinnen nachmittags gebastelt, geklebt und montiert haben, wird Grazia Vittadini noch sehr lange von vielen Schülerinnen umlagert und befragt. Ein motivierender Programmstart mit guten Aussichten für die Zukunft: »Das Basteln an der Zukunft ist auch für uns ein Thema – eure Berufschancen sind wirklich ausgezeichnet«, so Gastgeber Alexander Otto.

Die Initiative NAT möchte den Anteil von jungen Frauen in MINT-Studiengängen und -Berufen erhöhen. Dazu wurde 2013 das Programm mint:pink entwickelt, es ermöglicht den Teilnehmerinnen den Einblick in die Welt der MINT-Berufe und -Studiengänge und lässt sie hinter die Kulissen von Laboren und Werkstätten blicken. Sie experimentieren in Schullaboren treffen Technikerinnen, Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen. Das Projekt wird mit über 60 Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Schule und Forschung umgesetzt. Projektpartner sind die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Körber-Stiftung und seit 2017 auch die Stadt Norderstedt.

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