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Input für die altersfreundliche Stadt

Zwanzig Bürgermeister, Sozialdezernenten und Stadtplaner aus deutschen Kommunalverwaltungen trafen sich beim Stadtlabor demografische Zukunftschancen im KörberForum. Für Input und Anregungen auf dem Weg zur altersfreundlichen Stadt sorgte auch Referent Franz Müntefering, der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen.

Sie verantworten in Flensburg oder Schwerin, im Saarpfalz-Kreis oder der Stadt Bitterfeld-Wolfen die demografische Zukunft ihrer Kommune. Die Teilnehmer beim zweiten Treffen des Stadtlabors demografische Zukunftschancen sorgten für einen regen Austausch. Thematisch ziehe man dieses Mal konzentrische Kreise, begrüßten Karin Haist und Jonathan Petzold vom Team Demografie die »Stadtlaboranten«. Man starte bei den Herausforderungen, die sich einer Stadt im demografischen Wandel im Großen stelle – das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Generationen. Die Demografiewerkstatt Kommune des Bundesfamilienministeriums ließ dazu hinter ihre Kulissen blicken.

Im zweiten Programmblock wurde der Fokus enger: Dann ging es dann um die Handlungsfelder einer altersfreundlichen Stadt und um gangbare Wege dahin – basierend auf der Studie »Stadt für alle Lebensalter« des Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der Körber-Stiftung. Im dritten Schritt nahmen die Teilnehmenden Erfahrungen und Strategien des lokalen Demografiemanagements in den Blick, angeleitet von der Beratungsagentur Next:Public. Für den kollegialen Austausch und innovative Diskursformate unterstützte die Akademie für Ehrenamtlichkeit das Stadtlabor.

Den zweitägigen Austausch beschloss schließlich der SPD-Politiker Franz Müntefering, heute Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen. Der demografische Wandel sei lokal zu gestalten – und auch gestaltbar, so Müntefering, »wir dürfen ihn nur nicht verdrängen«. Denn die Kommune sei der Lebensraum für Ältere. Den Anwesenden sprach er Mut zu und sein Vertrauen aus. Wenn die Kommunen finanziell nur ordentlich ausgestattet seien, dann könnten die ihren Aufgaben in einer alternden Gesellschaft auch gerecht werden: »Die Kommunen können das«.

Das Stadtlabor demografische Zukunftschancen ist eine dreiteilige Workshopreihe der Körber-Stiftung für kommunale Schlüsselakteure des demografischen Wandels. Die 20 Teilnehmer des ersten Jahrgangs werden sich im Juni in einer der Teilnehmerstädte treffen. Im November 2019 startet dann der nächste Durchgang.

Interview mit Franz Müntefering

 


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