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  • Der türkische Journalist Can Dündar lebt im Exil in Berlin
  • - Meldung

    Internationaler Tag der Pressefreiheit

    Wie steht es um die Pressefreiheit? Am Internationalen Tag der Pressefreiheit wird jährlich Anfang Mai daran erinnert, unter welch schwierigen Bedingungen Journalistinnen und Journalisten in vielen Ländern ihrer Arbeit nachgehen. Die Coronakrise verschärft die Situation vielerorts.

    Die im April veröffentlichte Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen zeigt auch in diesem Jahr: Autoritäre Machthaber und repressive Gesetze erschweren die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten weltweit. Laut Reporter ohne Grenzen wurden in diesem Jahr bereits zehn Journalistinnen und Journalisten aufgrund ihrer journalistischen Tätigkeit getötet, rund 300 sind derzeitig inhaftiert. Viele mehr werden aufgrund ihrer freien Meinungsäußerung oder ihres Einsatzes für die Demokratie verfolgt und müssen fliehen.

    »Exiljournalistinnen und Exiljournalisten wissen, wie wichtig es ist, die Pressefreiheit zu verteidigen. Denn sie haben erfahren, was es heißt, seiner Grundrechte beraubt, bedroht und verfolgt zu werden«, sagt Theresa Schneider, Programmleiterin für Exil bei der Körber-Stiftung. Viele von ihnen wurden in ihren Heimatländern angefeindet, angeklagt oder inhaftiert und suchen nun Schutz in anderen Ländern. Deutschland ist dabei eines der Hauptzielländer.

    Im letzten Jahr hat die Körber-Stiftung die Broschüre »Exiljournalismus in Deutschland« veröffentlicht, die ein Lagebild der aktuellen Situation liefert. Die Publikation zeigt auf, mit welchen Herausforderungen exilierte Medienschaffende konfrontiert werden und welche Unterstützungsformate es gibt. Darüber hinaus gibt sie Impulse zur Verbesserung der Situation von Exiljournalisten. »Wir tragen in Deutschland eine besondere Verantwortung, Menschen zu schützen, die sich für die Pressefreiheit stark gemacht haben«, so Theresa Schneider.

    Download der Broschüre (PDF) auf Deutsch und Englisch


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