+
Körber Demografie-Symposien > Symposien > Symposium 2021

Körber Demografie-Symposium 2021

Die individuelle Lebenserwartung steigt und der Anteil der Älteren in unserer Gesellschaft nimmt zu. Das ist dann eine gute Botschaft, wenn Menschen im Alter gut leben können: möglichst lange selbstständig zuhause, gesund und sozial eingebunden und in Orten mit altersfreundlicher Infrastruktur. Wir fragen, wie innovative Technologien und digitale Lösungen gutes Altwerden unterstützen können – und was die kommunal Verantwortlichen dafür vor Ort tun können.

»Smart Age. Technologien für die altersfreundliche Stadt«
12. Körber Demografie-Symposium 2021
für kommunale Entscheider und Entscheiderinnen.
Termin: 3. November (abends) und 4. November 2021 (ganztägig)
Ort: KörberForum – Kehrwieder 12, 20457 Hamburg
und als Online-Konferenz

Technische Innovation für ein gutes Leben im Alter – das beschränkt sich nicht auf die viel diskutierten Roboter in der Pflege. Vom Technikeinsatz in der Wohnung, um Sicherheit und Selbstbestimmung zu unterstützen, über digitale Teilhabe und Kommunikation bis zur smarten Ausstattung des öffentlichen Raums reicht die Palette der Möglichkeiten. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig innovative Technologien und digitale Teilhabe sind, gerade für Ältere. Aber es geht unter dem Titel »Smart Age« auch um die Rolle von Verwaltung in der Entwicklung und Erprobung neuer Technologien, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. Mithilfe digitaler Möglichkeiten kann ein neues Zusammenleben vor Ort gemeinsam und zukunftsfähig gestaltet werden.

Auch das 12. Körber Demografie-Symposium wendet sich wieder an diejenigen, die vor Ort für die Gestaltung von demografischem Wandel und alternder Gesellschaft verantwortlich sind. Auf die lokalen Entscheiderinnen und Entscheider warten Beiträge aus der Wissenschaft, smarte Ideen aus der Innovationsstadt Helsinki und Welfare Technology zum Anfassen.

Seien Sie dabei! Sie sind herzlich zum 12. Körber Demografie-Symposium eingeladen. Es wird voraussichtlich in Hamburg sowie digital stattfinden.

Weitere Informationen folgen auf dieser Seite in Kürze.

zur Anmeldung

Programm

Mittwoch, 3. November 2021

 
19.00 bis 20.30 Uhr

Key Note
Smartes Altern: Passt das höhere Lebensalter zu digitalen Technologien – und umgekehrt?

Die COVID-19 Pandemie hat (auch) die Digitalisierung im Bereich des höheren Lebensalters in den Mittelpunkt gerückt. Was wissen wir zu den Potenzialen von digitalen Technologien für ein gutes Leben im Alter? Warum geht alles in der Umsetzung so langsam? Oder liegen auch Chancen in einem »entschleunigten« Prozess der Digitalisierung des späten Lebens? Wo überall werden Kommunen dringend gebraucht, um diesen Übergangsprozess »bürgernah« voranzubringen? Und wie offen sind Ältere überhaupt für technische Innovationen? Das sind die zentralen Fragen im Vortrag des Psychologen und Altersforscher Hans-Werner Wahl.

Die öffentliche Veranstaltung der Reihe »Demografie 3D« im KörberForum ist gleichzeitig die Key Note für das 12. Körber Demografie-Symposium unter dem Titel »Smart Age. Technologien für die altersfreundliche Stadt«.

Prof. Dr. Hans-Werner Wahl, Direktor Netzwerk Alternsforschung, Universität Heidelberg


Donnerstag, 4. November 2021

 
10.15 bis 10:25 Uhr

Begrüßung
Alter und Digitalisierung als Thema der Körber-Stiftung

Digitalisierung eröffnet einer alternden Gesellschaft viele Möglichkeiten, gutes Leben im Alter zu gestalten. Das ist die Überzeugung der Körber-Stiftung. In ihrem Bereich Alter und Demografie bietet die Stiftung Plattformen für die praktische und lokale Erprobung digitaler altersfreundlicher Angebote. Zugleich will die Stiftung mit dem diesjährigen Demografie-Symposium als Agendasetter wirken – und die gesellschaftliche Debatte zu digitalen Defiziten in Deutschland, aber erst recht den großen Chancen von Smart Age in die Kommunen tragen.

Eva Nemela, Bereichsleiterin Alter und Demografie der Körber-Stiftung


10.25 bis 11:20 Uhr

Studienpräsentation
Technologien für die altersfreundliche Stadt

Zur Frage, wie Technik gutes Altern unterstützen kann und warum Kommunen für ihr Altersmanagement smarte Technologien brauchen, wird eine Studie präsentiert, die das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und die Körber-Stiftung für das Symposium erstellt haben. Sie liefert einen Überblick über smarte Technologien für Gesundheit, Sicherheit, häusliche Versorgung und soziale Aktivitäten älterer Bürgerinnen und Bürger – und konkrete Praxisbeispiele dazu aus deutschen Städten. Die Studie bietet außerdem Bewertungskriterien für solche Technologien, gesellschaftliche Hindernisse für Smart Age in Deutschland und Handlungsempfehlen für die kommunale Verwaltung und Politik. Dazu erscheint die Themenbroschüre »Spotlight Demografie 6« der Körber-Stiftung.

Victoria Herrmann-Feichtenbeiner, ‎Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung


11.20 bis 12.45 Uhr

Stadtpräsentation
»The most functional city in the world« - Das Beispiel Helsinki, Kalatasama

Internationaler Vorreiter in Sachen Technik, Digitalisierung und Altersfreundlichkeit ist die Stadt Helsinki. Im Modelstadtteil Kalasatama erprobt die finnische Hauptstadt neue Formen des Zusammenlebens und die Rolle, die technische Innovationen dabei spielen können. Ganz wichtig: Technologie ist Mittel zum Zweck für eine aktive Bürgergesellschaft – die Menschen stehen im Mittelpunkt. In Bezug auf Altersfreundlichkeit bedeutet dies mehr als Assistenzsysteme und Mobilität (wobei auch diese Themen vorbildlich gelöst werden), sondern vor allem gesellschaftliche Teilhabe und Mitgestaltung. Unter dem Stichwort Co-Creation wird gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil die Zukunft entworfen. Die Stadtverwaltung sieht sich dabei als Moderatorin und Managerin der Bürgerinteressen und ist damit Speerspitze eines internationalen Trends hin zu mehr Beteiligung. Denn die Menschen vor Ort wissen am besten, was bei ihnen vor der Haustür passieren muss. Mit Open Data und maximaler Transparenz haben die Verantwortlichen in Helsinki so einen direkten Draht zu den Menschen etabliert. Um den Prozess zu gestalten, wurde mit dem Forum Virium Helsinki eine Institution geschaffen, die Projekte zu den Themen soziale Innovation, technischer Fortschritt und wirtschaftliche Entwicklung entwickeln und die Stadt so zu »the smartest city in the world« macht.

VertreterInnen und Vertreter aus Helsinki und Teilnehmende der Expedition Age & City werden über den strategischen Ansatz und konkrete Projekte berichten.


12.45 Uhr bis 13.00

Kurzinterview
Welfare Technology zum Anfassen: Das DokkX in Aarhus, Dänemark

Technische Innovationen, die die Selbstständigkeit, Teilhabe und Mobilität von Menschen fördern, nennen die Dänen Welfare Technology oder sogar »Freiheitstechnologie«. Mit dem DokkX unterhält die Stadt Aarhus ein eigenes Center für solche Technologien. Von der Treppe, die zur Hebebühne werden kann, bis zum tremorsicheren Essbesteck können die Bürger und Bürgerinnen im Center alles kennenlernen, ausleihen oder bewerten, was gutes Leben im Alter technisch unterstützt. Der dazugehörige mobile Ausstellungsbus bringt die Innovationen in die Stadtteile von Aarhus – und heute auch zum KörberForum in Hamburg.

Ivan Kjaer Laudridsen, Head of Health and assisted living technologies, DokkX, Aarhus, Dänemark


14.00 bis 16.00 Uhr

Kurzimpuls aus Wissenschaft und Praxis 1
Gaming für Ältere und Gamification als gesellschaftlicher Treiber

Wie können digitale Spiele in der Prävention und Therapie von Alterserkrankungen – z.B. Demenz – eingesetzt werden und wie kommt die digitale Innovation in den Alltag der Pflege? Der Sozialunternehmer und politische Philosoph Manoucher Shamsrizi glaubt an die motivierende Kraft des Spiels für Ältere, sich aktiv und gesund am sozialen Leben zu beteiligen. Er stellt sein Social Startup »RetroBrain« vor und plädiert dafür, Gamification, Virtual Reality oder künstliche Intelligenz als gesellschaftliche Treiber zu nutzen.

Manouchehr Shamsrizi, Gründer RetroBrain, Hamburg

Impuls aus Wissenschaft und Praxis 2
Was ist smart an der Smart City?

Was macht eine Stadt »smart«? Die Volkswirtin und Strategieberaterin Chirine Etezadzadeh geht in ihrer Definition weit über ein rein technisches Begriffsverständnis hinaus. Ihr geht es um eine Stadtentwicklung, die smarte Lösungen nutzt, um Kommunen resilient und nachhaltig zu machen, die Versorgung der Stadtbewohner sowie die Funktionsfähigkeit der Kommunen zu sichern und gleichsam den globalen und lokalen Herausforderungen vom Klimawandel bis zur alternden Gesellschaft gerecht zu werden. Wenn Städte in Deutschland smarter werden wollen, müssen Verwaltung und Stadtgesellschaft ihren Beitrag leisten. Veränderungsbereitschaft, um Prozesse und Services neu zu denken, ist ebenso gefragt wie ein kritisches Bewusstsein: Was verbessert das Zusammenleben wirklich?

Prof. h. c. Dr. Chirine Etezadzadeh, Gründerin und Leiterin des SmartCity.institute in Stuttgart.

Closing Note
Warum wir die Megatrends Demografie und Digitalisierung zusammen denken müssen

Die Digitalisierung kann die Zukunft des Altwerdens und die Gestaltung des demografischen Wandels verbessern. Das ist die Überzeugung von Prof. Thomas Schildhauer, Gründungsdirektor des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft und Initiator des neuen Forschungscenters Digital Urban Center for Aging & Health (»DUCAH«) in Berlin. Das DUCAH will durch seine Forschung und Arbeit dazu beitragen, dass Altern in einer digitalen Gesellschaft individueller, kontextueller, datenbasierter, vernetzter, vorsorgender, würdevoller und zugleich günstiger wird. Die Forschenden setzen auf kluge Gesundheitssysteme, resiliente Städte, gesunde Quartiere und digitale wie soziale Innovationen. Sie verankern und erproben digitale Lösungen mit einem menschenzentrierten, teilhabenden Forschungsvorgehen im kommunalen Kontext – und vertrauen zugleich darauf, dass durch die lebensweltliche Anbindung der Digitalisierung an den demografischen Wandel europäische Standards für Datenhoheit und Informationsverarbeitung entwickelt werden können.

Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer Gründungsdirektor des Digital Urban Center for Aging and Health, Berlin


zur Anmeldung

Kontakt

Franca Behrens
Programm-Managerin
Expedition Age & City; Körber Demografie-Symposien; Stadtlabor demografische Zukunftschancen; Stadtlabor Online

+49 • 40 • 72 57 02 - 37
behrens@koerber-stiftung.de

Karin Haist
Programmleiterin
Demografische Zukunftschancen

+49 • 40 • 72 57 02 - 44
haist@koerber-stiftung.de

Jonathan Petzold
Programm-Manager
Expedition Age & City; Körber Demografie-Symposien; Stadtlabor demografische Zukunftschancen; Stadtlabor Online

+49 • 40 • 72 57 02 - 30
petzold@koerber-stiftung.de

to top