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Körber Demografie-Symposium 2021

Um zukunftsfähig zu sein, müssen deutsche Städte und Gemeinden altersfreundlich werden. Innovative neue Technologien und Digitalisierung bieten viele Chancen, gutes Altwerden vor Ort zu ermöglichen und die kommunale Infrastruktur für eine alternde Bevölkerung umzubauen. Das 12. Körber Demografie-Symposium informiert und inspiriert die kommunal Verantwortlichen dafür, Demografie und Digitalisierung zusammen zu denken. Mit guter Praxis, wissenschaftlichem Hintergrund, Plädoyers für Innovation und smarten Ideen aus der Innovationsstadt Helsinki.  

Körber Demografie-Symposium goes hybrid!

Im KörberForum können wir mit einer begrenzten Teilnehmendenzahl unter Berücksichtigung der 2G-Regel (geimpft oder genesen) tagen. Als Gastgeberin sind wir verpflichtet, die Einhaltung der Regel zu kontrollieren. Wir bitten alle Teilnehmenden, beim Einlass einen entsprechenden Nachweis vorzulegen.
Für alle Teilnehmenden, die nicht vor Ort dabei sein können, wird ein attraktives virtuelles Angebot bereitgestellt. Alle Vorträge und Diskussionen sind live verfügbar, Sie können live und persönlich mit den Referentinnen und Referenten und anderen Teilnehmenden diskutieren. Außerdem haben wir einige Inhalte exklusiv für virtuelle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorbereitet.

Beiträge

Smartes Altern: Passt das höhere Lebensalter zu digitalen Technologien – und umgekehrt?

Die COVID-19 Pandemie hat (auch) die Digitalisierung im Bereich des höheren Lebensalters in den Mittelpunkt gerückt. Was wissen wir zu den Potenzialen von digitalen Technologien für ein gutes Leben im Alter? Warum geht alles in der Umsetzung so langsam? Oder liegen auch Chancen in einem »entschleunigten« Prozess der Digitalisierung des späten Lebens? Wo überall werden Kommunen dringend gebraucht, um diesen Übergangsprozess »bürgernah« voranzubringen? Und wie offen sind Ältere überhaupt für technische Innovationen? Das sind die zentralen Fragen im Vortrag des Psychologen und Altersforscher Hans-Werner Wahl.
Prof. Dr. Hans-Werner Wahl, Direktor Netzwerk Alternsforschung, Universität Heidelberg


Smart Ageing

Digitalisierung eröffnet einer alternden Gesellschaft viele Möglichkeiten, gutes Leben im Alter zu gestalten. Das ist die Überzeugung der Körber-Stiftung. In ihrem Bereich Alter und Demografie bietet die Stiftung Plattformen für die praktische und lokale Erprobung digitaler altersfreundlicher Angebote. Zugleich präsentiert die Stiftung mit dem diesjährigen Demografie-Symposium viele Facetten eines wichtigen Zukunftsthemas. Sie will damit die gesellschaftliche Debatte zu den großen Chancen von Smart Ageing in die Kommunen tragen.
Eva Nemela, Leiterin des Bereichs Alter und Demografie der Körber-Stiftung


Technologien für die altersfreundliche Stadt

Zur Frage, wie Technik gutes Altern unterstützen kann und warum Kommunen für ihr Altersmanagement smarte Technologien brauchen, wird eine Studie präsentiert, die das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und die Körber-Stiftung für das Symposium erstellt haben. Sie liefert Beispiele von smarten Technologien für Wohnen, Gesundheit, Partizipation und die kommunale Infrastruktur. Die Studie bietet außerdem Bewertungskriterien für solche Technologien, benennt gesellschaftliche Chancen und Hürden für Smart Ageing in Deutschland und gibt Handlungsempfehlungen für die kommunale Verwaltung und Politik. Dazu erscheint die Themenbroschüre »Spotlight Demografie 6« der Körber-Stiftung.
Victoria Herrmann-Feichtenbeiner, ‎Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung


Helsinki: Smart und altersfreundlich

Helsinki ist ein Pionier für Innovationen. Verwaltung, Zivilgesellschaft, Unternehmen und Wissenschaft setzen auf digitale Lösungen, um das Leben vor Ort zu verbessern. Im September 2021 war die Körber-Stiftung mit ihrer Expedition Age & City in der finnischen Hauptstadt. Der Film zeigt die Stationen, die deutsche Bürgermeister, Bürgermeisterinnen und Demografieverantwortliche besucht haben – und was deutsche Städte von Helsinki lernen können.
3Komma3 Medienproduktion, Kiel


Helsinki: Verwaltung mit Strategie (englisch)

Als eine von vier Abteilungen der städtischen Verwaltung Helsinkis geht auch die Abteilung für Soziales und Gesundheit innovative Wege. Digitale Services für Ältere sind selbstverständlich. Das entspricht der langjährigen städtischen Strategie, Helsinki zur »most functional city in the world« zu machen. Wichtig auch die »6Aika-Strategie«, mit der die sechs größten finnischen Städte gemeinsam mit EU-Mitteln Innovationsökosysteme schaffen.
Sanna Vesikansa, bis 2021 Deputy Mayor for Social Services and Health Care, Helsinki


Co-Creating a Common Future (englisch)

Das Forum Virium ist ein privates gemeinnütziges Unternehmen im Eigentum der Stadt Helsinki. Es hat die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit dem privaten und öffentlichen Sektor, der Stadtverwaltung sowie den Einwohnerinnen und Einwohnern auf co-kreative Weise neue digitale Services und Lösungen für Helsinki zu entwickeln. Erprobt werden viele Produkte und Dienstleistungen im neuen Stadtteil Kalasatama – nach dem Konzept des »Agile Piloting«.
Kaisa Spilling, Development Manager, Forum Virium, Helsinki


Lernen von Helsinki

Drei Teilnehmende der Expedition Age & City der Körber-Stiftung nach Helsinki reflektieren, welche Eindrücke sie aus der finnischen Innovationsstadt mitgenommen haben - und welche smarten Lösungen für gutes Altwerden sie sich auch in deutschen Kommunen vorstellen können.
Bernd Huf, Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg
Nils Förster, Leiter Sozialplanung der Stadt Kassel
Johannes Rothmund, Bürgermeister der Gemeinde Eichenzell


Freiheitstechnologie (englisch)

Das Dokk X in der dänischen Stadt Aarhus macht den Bürgerinnen und Bürgern Produkte und Technologien für Gesundheit und betreutes Wohnen niedrigschwellig und kostenfrei zugänglich – zur Erprobung oder Ausleihe. Als städtische Einrichtung ist das DokkX auch ein Ort des institutionellen Lernens. Eine Erkenntnis: Der Einsatz neuer Technologien im Sozial- und Gesundheitsbereich bedeutet auch ein Change Management der Verwaltung.
Ivan Kjaer Laudridsen, Head of Health and assisted living technologies, DokkX, Aarhus, DK


Gaming für Ältere und Gamification als gesellschaftlicher Treiber

Wie können digitale Spiele in der Prävention und Therapie von Alterserkrankungen – z.B. Demenz – eingesetzt werden und wie kommt die digitale Innovation in den Alltag der Pflege? Der Sozialunternehmer und politische Philosoph Manoucher Shamsrizi glaubt an die motivierende Kraft des Spiels für Ältere, sich aktiv und gesund am sozialen Leben zu beteiligen. Er stellt sein Social Startup »RetroBrain« vor und plädiert dafür, Gamification, Virtual Reality oder künstliche Intelligenz als gesellschaftliche Treiber zu nutzen.
Manouchehr Shamsrizi, Gründer RetroBrain, Hamburg


Warum wir die Megatrends Demografie und Digitalisierung zusammen denken müssen

Die Digitalisierung kann die Zukunft des Altwerdens und die Gestaltung des demografischen Wandels verbessern. Das ist die Überzeugung von Thomas Schildhauer, Gründungsdirektor des neuen Digital Urban Center for Aging & Health (»DUCAH«) in Berlin. Altern in einer digitalen Gesellschaft, so das Verständnis des DUCAH, wird individueller, kontextueller, datenbasierter, vernetzter, vorsorgender, würdevoller und zugleich günstiger. Digitale Lösungen im kommunalen Kontext, das bedeutet kluge Gesundheitssysteme, resiliente Städte, gesunde Quartiere und digitale wie soziale Innovationen. Wenn die Digitalisierung lebensweltlich an den demografischen Wandel angebunden ist, dann können auch europäische Standards für Datenhoheit und Informationsverarbeitung entwickelt werden.
Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Gründungsdirektor des Digital Urban Center for Aging and Health, Berlin


Zusammenfassung des 12. Körber Demografie-Symposiums

Karin Haist, Körber-Stiftung

Kontakt

Karin Haist
Programmleiterin
Demografische Zukunftschancen

+49 • 40 • 72 57 02 - 44
haist@koerber-stiftung.de

David Menn
Programm-Manager
Alter und Kommune

+49 • 40 • 72 57 02 - 37
menn@koerber-stiftung.de

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