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Die Idee

In Zeiten wachsender politischer, nationaler und religiöser Spaltungen lassen sich historische Diskurse nicht mehr von ihrer politischen Bedeutung trennen. Das Körber History Forum greift historische und politische Fragen sowohl im europäischen als auch im globalen Kontext auf, indem es jährlich 200 hochrangige Experten aus Wissenschaft, Politik, Diplomatie, Zivilgesellschaft und den Medien in Berlin zusammenbringt. Ergänzt wird diese Konferenz durch vertrauliche Gespräche im kleinen Kreis der Körber History Reflection Group, die einen Austausch und vertiefende Debatten an den Orten ermöglichen, die maßgeblich für Europas umstrittene Vergangenheit stehen.

Aktuelles


Meldung

Am 11. November gedachte Polen seiner Staatsgründung vor einhundert Jahren. Die Veranstaltung zum Unabhängigkeitstag in Warschau verdeutlichte die tiefe soziale und politische Spaltung zwischen Regierung und Opposition, die die Beteiligung rechtsextremer nationalistischer Gruppen kritisierte. Der Historiker Andrzej Nowak bezieht Stellung.

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Mehr zu: Polen Europa

Meldung

»Who Protects the Truth? Nationalism and the Juridification of the Past« lautete der Titel der Podiumsdiskussion, zu der die Körber-Stiftung gemeinsam mit dem Historikerverband VHD zum Abschluss des Historikertags lud. Erörtert wurden unterschiedlichen Formen der Verrechtlichung von Geschichtsschreibung.

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Mehr zu: Geschichte Europa

Körber History Forum 2018

Der Wert Europas mit dem Blick in die Geschichte

Das Spannungsverhältnis von Politik und Geschichte stand im Mittelpunkt des Körber History Forum 2018. Zu den Rednern zählten u.a. der frühere finnische Außenminister und Vorsitzende von »Historians Without Borders« Erkki Tuomioja, die Soziologin Éva Kovács von der Ungarischen Akademie der Wisssenschaftendie politische Anthropologin Esra Özyürek von der London School of Economics, der Historiker Philipp Ther von der Universität Wien, sowie der türkische Historiker İlber Ortaylı.

»Wir sehen überall auf der Welt, dass ein freies und demokratisches Gemeinwesen etwas sehr Zerbrechliches ist«, sagte Thomas Paulsen, Vorstand der Körber-Stiftung zur Eröffnung der zweitägigen Konferenz in Berlin, die internationale Wissenschaftler, Journalisten, Politiker, Intellektuelle und Geschichtsvermittler zum dritten Mal zusammenbrachte. »Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sie muss gehegt und gepflegt werden, sie muss gegen ihre Feinde verteidigt werden, aber sie muss sich auch weiterentwickeln, sie muss im Laufe der Zeit auch immer wieder neu begründet und neu ausgehandelt werden.«

ausführlicher Bericht

Agenda (PDF)

Streitfall Migration

Woher rühren die aktuellen Vorbehalte gegen Zuwanderung in der EU und wie wurde Integrationsängsten in der Geschichte begegnet? Am Rande des Körber History Forums erläuterten der Historiker Philipp Ther von der Universität Wien und der ehemalige Botschafter Ungarns in Berlin, Gergely Prőhle, ihre Position in der aktuellen Debatte.

Philipp Ther, Gergely Prőhle (v.l.) (Fotos: David Ausserhofer)

Philipp Ther ist sich sicher, dass Migration die europäische Geschichte durchzieht, auch wenn man zwischen Fluchtmigration, Arbeitsmigration und anderen Formen der Migration unterscheiden sollte. Angst und Ablehnung waren dabei schon immer ein Grundmotiv, dabei haben in der historischen Perspektive die Aufnahmeländer langfristig fast immer profitiert.

Zur Position von Philipp Ther

Gergely Pröhle erklärt die Vorbehalte in den mittel- und osteuropäischen Ländern, Flüchtlinge aufzunehmen, damit, dass man dort diese Erfahrungen mit Migration nicht gemacht habe. Er würde gern die parlamentarische Mehrheit des ungarischen Volkes darüber entscheiden lassen, wer in Ungarn lebt.

Zur Position von Gergely Pröhle

Beide haben diese Frage lebhaft auf der Bühne des Körber History Forums 2018 in Berlin diskutiert und vertiefen an dieser Stelle ihre Argumentation.

Videos

Scheitert Europa?

Steht Europa vor einer neuen Spaltung? Und was macht den Wert Europas aus? Antworten darauf gab der bulgarische Intellektuelle Ivan Krastev, Vorsitzender des Center for Liberal Studies in Sofia, in der Auftaktrede zum Körber History Forum 2018 am 28. Mai in Berlin.

Flucht und Integration als Herausforderung für Europa

Wie sollte Europa der Herausforderung von Flucht und Integration vor dem Hintergrund europäischer Migrations- und Integrationsgeschichte begegnen? An dieser Debatte beteiligten sich der Historiker Philipp Ther von der Universität Wien, die politische Anthropologin Esra Özyürek von der London School of Economics, die Leiterin der Europaabteilung von Human Rights Watch, Lotte Leicht, und der frühere ungarische Botschafter in Berlin, Gergely Prőhle. Angar Graw, Chefreporter der Tageszeitung Die Welt, moderierte.

Kalter Krieg 2.0?

Wie können die Erfahrungen aus der Zeit des Kalten Krieges helfen, die heutige Konfrontation zu überwinden? Das diskutierte der russische Journalist und Autor Maxim Trudolyubov mit dem ehemaligen finnischen Botschafter in Moskau und Berlin, René Nyberg. Es moderierte Judy Dempsey, Nonresident Senior Fellow bei Carnegie Europe.

Fotogalerie

Rückblicke

Körber History Forum 2017

Videos und weitere Informationen zum

Körber History Forum 2017

Körber History Forum 2016

Videos und weitere Informationen zum

Körber History Forum 2016

Kontakt

Gabriele Woidelko
Leitung Bereich Geschichte und Politik
Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 160
E-Mail woidelko@koerber-stiftung.de
Twitter @Woidelko

Geschichte und Politik auf Twitter

Kirsten Elvers
Programm-Managerin
Körber History Forum

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 164
E-Mail elvers@koerber-stiftung.de

Bernd Vogenbeck
Programm-Manager
Körber History Forum

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 235
E-Mail vogenbeck@koerber-stiftung.de

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