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Videos vom Körber History Forum 2017

Körber History Forum: Das Ende des Westens, wie wir ihn kannten?

In seiner Auftaktrede ging der ehemalige Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland Joschka Fischer der Frage nach, was den »Westen« heute noch ausmacht. Das Konzept des »Westens« entwickelte sich als ein transatlantisch-europäisches Gemeinschaftsprodukt, das von der Herrschaft des Rechts, Gewaltenteilung, repräsentativen Demokratie und unveräußerlichen Menschenrechten bestimmt ist. Im 21. Jahrhundert steht dieses Konzept durch eine fundamentale politische Glaubwürdigkeitskrise auf dem Prüfstand. Wie wirkt sich die politische Wende in den USA auf den Fortbestand des westlichen Ordnungssystems aus? Welche alternativen Ordnungskriterien stünden zur Verfügung?

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Körber History Forum: Zahlt Europa mit der Renationalisierung den Preis für die Globalisierung?

Diskussion mit Shlomo Avineri, Hebrew University Jerusalem, Zanda Kalniņa-Lukaševica, Außenministerium der Republik Lettland in Riga, Gwythian Prins, emeritierter Professor der London School of Economics und Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte in München. Es moderierte Stephan Detjen vom DeutschlandRadio. Renationalisierung, Isolationismus und Populismus sind fast überall in Europa (und nicht nur dort) auf dem Vormarsch. Welche Geister der Vergangenheit werden damit geweckt? Brauchen wir Strategien zur Überwindung von Nationalismus und Populismus?

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Körber History Forum: Wie kann eine stabile Friedensordnung gelingen?

Diskussion mit Samir Altaqi, Orient Research Center Dubai, Wolfgang Ischinger, Münchner Sicherheitskonferenz, Henry Laurens, Collège de France und Anuschka Tischer, Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Es moderierte Dietmar Pieper, Der Spiegel. Der Westfälische Frieden von 1648 beendete den Dreißigjährigen Krieg in Europa und schuf eine Friedensordnung und eine europäische Sicherheitsarchitektur, die für 150 Jahre Bestand hatte. Gibt es Mechanismen und Muster, die sich aus der Friedensordnung des 17. Jahrhunderts für heutige Friedensprozesse unter anderem im Nahen Osten ableiten lassen?
In Kooperation mit Der Spiegel im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Frieden machen – was Diplomaten aus der Geschichte lernen können«.

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Körber History Forum: Wieviel Deutschland verträgt Europa?

Gespräch mit Pierre Moscovici, EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zollunion Es moderierte Matthias Naß, Die Zeit. Ob die EU die aktuellen geopolitischen Herausforderungen und die weiter andauernden Krisenphänomene bewältigen kann, hängt auch davon ab, in welchem Maß Deutschland bereit ist, nationale Interessen zurückzustellen und seine Dominanz in Europa zurückzufahren. Was bedeuten die historischen Erfahrungen des 19. und 20. Jahrhunderts für Deutschland und seine Rolle in der Mitte Europas heute? Welche Chancen bietet ein »europäisches Deutschland« gegenüber einem »deutschen Europa«?

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Körber History Forum: Ist Russland auf dem Weg in das posteuropäische Zeitalter?

Diskussion mit Nina L. Khrushcheva, New School New York, Fyodor Lukyanov, Russia in Global Affairs aus Moskau und Gwendolyn Sasse, Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien. Es moderierte Cathrin Kahlweit, Süddeutsche Zeitung. Vom Zerfall der Sowjetunion blieb Russland bis heute eine ungelöste Wertedebatte, die nicht nur das Selbstverständnis des Landes, sondern auch sein Verhältnis zu seinen europäischen Nachbarn betrifft. Bricht Russland aktuell mit seiner 300jährigen Tradition einer europäischen Zukunftsperspektive? Ist der Traum von einem gemeinsamen europäischen Haus endgültig ausgeträumt?

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Körber History Forum: Wer ordnet die Welt?

Diskussion mit Patrick Cohrs, Central European University Budapest, Karen Donfried, German Marshall Fund in Washington, Christoph Heusgen aus dem Bundeskanzleramt und Adam Roberts, emeritierter Professor der University of Oxford. Es moderierte Sylke Tempel, von der Zeitschrift Internationale Politik (IP). Die Geschichte ist geprägt von zahlreichen Versuchen, die Welt mit Hilfe von Hegemonialmodellen und Ordnungsprinzipien zu gestalten und damit in den betroffenen Regionen Sicherheit, Stabilität und inneren Frieden zu stärken. Wie sind die Ordnungsansätze der Vergangenheit zu bewerten? Welche Impulse geben sie für die Gestaltung der globalen Ordnung des 21. Jahrhunderts?

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