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Körber History Forum 2019: Sprecher und Moderatoren

Nwando Achebe

Nwando Achebe ist Professorin für Geschichte an der Michigan State University. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Oral History im Themenfeld Frauen, Gender und Sexualität in Nigeria. Nach ihrem Studium an der historischen Fakultät der University of Nigeria (1996 und 1998) promovierte Nwando Achebe 2000 an der University of California. 2014 und 2017 war Nwando Achebe Gastprofessorin an der Sichuan University in Chengdu, China. Sie ist Gründungsherausgeberin des Journals of West African History, Vorstandsmitglied der African Studies Association (ASA) und Vorstandsmitglied der Association for the Study of the World Wide African Diaspora (ASWAD). Nwando Achebe veröffentlichte mehrere preisgekrönte Bücher, darunter Farmers, Traders, Warriors, and Kings: Female Power and Authority in Northern Igboland, 1900-1960 (2005) und The Female King of Colonial Nigeria (2011). Sie ist außerdem Mitherausgeberin von A Companion to African History (2019) und Holding the World Together: African Women in Changing Perspective (2019).

Anne Applebaum

Anne Applebaum ist Professorin am Institute of Global Affairs der London School of Economics. Dort leitet sie Arena, ein Projekt, das sich mit Desinformation und Propaganda im 21. Jahrhundert beschäftigt. Sie ist zudem Kolumnistin der Washington Post. Ihre Essays über US-amerikanische, britische und europäische Politik erschienen unter anderem in The New York Review of Books, The Spectator und Foreign Affairs. Anne Applebaum veröffentlichte zahlreiche Bücher zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, dabei liegt ihr Schwerpunkt auf der Geschichte Mittel- und Osteuropas. Ihr Buch Der Gulag (2003) gewann 2004 den Pulitzer-Preis in der Kategorie Sachbuch. Ebenso wie Der Eiserne Vorhang: Die Unterdrückung Osteuropas 1944–1956 (2013, Originalausgabe 2012) war es Finalist für den National Book Award (NBA) und wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Ihr aktuelles Buch ist der preisgekrönte Titel Roter Hunger: Stalins Krieg gegen die Ukraine (2019, Originalausgabe 2017).

Zoltán Balog

Zoltán Balog studierte Theologie in Debrecen, Budapest, in Ostberlin, Halle an der Saale, Tübingen und Bonn. Seit 2018 ist er Beauftragter des Ministerpräsidenten von Ungarn für Roma-Angelegenheiten und seit 2007 Präsident der Stiftung für ein Bürgerliches Ungarn. Zwischen 2012 und 2018 war er Minister für gesellschaftliche Ressourcen Ungarns sowie zwischen 2006 und 2018 Abgeordneter im Ungarischen Parlament. Zolán Balog war Vorsitzender des Gedenkausschusses zum Hundertjährigem Jubiläum des Ersten Weltkrieges (2014 bis 2018) und des Gedenkausschusses der Revolution und des Freiheitskampfes von 1956 (2015 bis 2017). Durch sein persönliches Mitwirken hat die Europäische Kommission während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft 2011 die Europäische Roma-Strategie angenommen. Im September 1989 war er Seelsorger im Auftrag des Ökumenischen Rates der Kirchen in Ungarn für die Flüchtlinge aus der DDR im Aufnahmelager Csillebérc. 2013 erhielt er das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland für seine Verdienste beim Ausbau der deutsch-ungarischen Beziehungen und für die Anerkennung seiner Aktivitäten im Bereich Minderheiten und Schutz der Menschenrechte. 2018 wurde er als Ehrenmitglied in die Deutsch-Ungarische Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V. aufgenommen.

Ian Bateson

Ian Bateson ist Auslandskorrespondent in der Ukraine und Fulbright Scholar. Seine Beiträge wurden im New York Times Magazine, The Economist und The Atlantic veröffentlicht. Er schreibt aktuell ein Buch über die ukrainische Identität nach der Maidan-Revolution.

Frank Bösch

Frank Bösch ist seit 2011 Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und Professor für deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam. Seit 2016 ist er stellvertretender Vorsitzender des deutschen Historikerverbands. Nach seiner Promotion in Göttingen lehrte er bis 2007 als Juniorprofessor am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. 2007-2011 war er Professor am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen. Frank Bösch hat vielfältig von der Geschichte des späten 19. Jahrhundert bis hin zur neuesten Zeitgeschichte publiziert. Er ist unter anderen Autor von „Media and Society. Germany in international perspective" (2015), und Herausgeber von Geteilte Geschichte. Ost- und Westdeutschland 1970-2000 (2015, englische Übersetzung: A History Shared and Divided. East and West Germany since the 1970s, 2018) und Hüter der Ordnung. Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus (2018).  Seine neueste Monographie Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann (Januar 2019), die seit Erscheinen in der Spiegel-Bestsellerliste steht, thematisiert auch den internationalen Umgang mit dem Holocaust.

Elisabeth Braw

Elisabeth Braw forscht am Royal United Services Institute for Defence and Security Studies (RUSI) in London. Sie leitet das Modern Deterrence Programm, das sich mit der Zusammenarbeit von Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Stärkung der Verteidigung gegen bestehende und aufkommende Bedrohungen beschäftigt. Vor ihrer Arbeit am RUSI arbeitete Braw bei dem Beratungsunternehmen Control Risks. Davor war sie als Journalistin tätig und berichtete unter anderem aus den USA, Deutschland und Italien. Elisabeth Braw schreibt regelmäßig Beiträge zu europäischer Verteidigung und Sicherheit für das Wall Street Journal, die Financial Times, Foreign Policy und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Sie war außerdem Visiting Fellow an der University of Oxford. Sie studierte in Deutschland und schloss ihr Studium mit einem Master in Politikwissenschaften und Literatur ab. Ihre Dissertation behandelte die Reduzierung nuklearer Waffen in Europa.

Daniel Brössler

Daniel Brössler berichtet als Mitglied der Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung unter anderem über die deutsche Außenpolitik. Er studierte in München sowie Washington Journalistik und ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule. 1993 berichtete er für die Deutsche Presse-Agentur aus Bratislava. 1996 übernahm er die Leitung des dpa-Büros in Warschau und wechselte 1999 in die außenpolitische Redaktion der Süddeutschen Zeitung nach München. Dort betreute er die Berichterstattung aus Mittel- und Osteuropa. Es folgten Stationen als Korrespondent in Moskau, Berlin und Brüssel.

Archie Brown

Archie Brown war bis zu seiner Emeritierung 2005 Professor für Politische Wissenschaften an der Oxford University und Fellow des dortigen St. Anthony's College. Seit 1992 ist er Fellow an der British Academy und seit 2003 internationales Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences. 2005 wurde er zum Companion of the Order of St. Michael and St. Georg (CMG) der Queen’s Birthday Honours List ernannt. Brown lehrte von 1964 bis 1971 an der Glasgow University. Danach war er bis 1989 als Dozent für die Geschichte der Sowjetunion und des Kommunismus an der University of Oxford. Brown war Gastprofessor an der Yale University, Columbia University, der University of Texas in Austin und der University of Notre Dame (Indiana). Seine letztes Buch Der Mythos vom starken Führer: Politische Führung im 20. und 21. Jahrhundert wurde von Bill Gates als eines der vier besten Bücher, die er 2016 gelesen hatte, bezeichnet. Auf Deutsch erschien es 2018 im Propyläen Verlag. Brown ist Autor des 2020 erscheinenden Buches Personality and Power: Gorbachev, Reagan and Thatcher and the End of the Cold War. Zwei von Browns früheren Werken, The Gorbachev Factor (1996) und The Rise and Fall of Communism (2009) gewannen den W.J.M Mackenzie Prize der Political Studies Association (PSA) Großbritanniens als beste politische Bücher des Jahres.

Eckart Conze

Eckart Conze ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Marburg. Er studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Öffentliches Recht an den Universitäten Erlangen, Bonn und Köln sowie an der London School of Economics. Seine Promotion schloss er an der Universität Erlangen, seine Habilitation am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen ab. Er lehrte als Gastprofessor u.a. an den Universitäten in Bologna, Cambridge, Toronto und Utrecht. Eckart Conze ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur deutschen, europäischen und internationalen Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts, darunter Die Suche nach Sicherheit. Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von den Anfängen bis zur Gegenwart (2009), Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik (2010), Nuclear Threats, Nuclear Fear and the Cold War of the 1980s (2017) und Geschichte der Sicherheit. Entwicklung-Themen-Perspektiven (2018). Zuletzt erschien seine Monographie Die große Illusion. Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt (2018).

Markus Engels

Markus Engels ist Generalsekretär der Berliner Global Solutions Initiative, einer Institution, die die G20 politisch berät. Er studierte Sozialwissenschaften in Duisburg, Portsmouth/ Großbritannien und Berlin und promovierte an der juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilian-Universität München. Er arbeitete als leitender wissenschaftlicher Berater im Bundestag, im EU-Parlament und beim Vorstand der SPD. Markus Engels war Büroleiter des stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden Frank-Walter Steinmeier und Wahlkampfleiter und Sprecher von Martin Schulz während dessen Amtszeit als Präsident des EU-Parlaments und SPD-Vorstand. Er war an der Ausarbeitung der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und der Charta der digitalen Grundrechte der Europäischen Union beteiligt, welche von gemeinnützigen Stiftungen initiiert wurden.

Jo Fox

Jo Fox ist Professorin für Neuere Geschichte am Institute of Historical Research an der School of Advanced Study der University of London. Davor war sie seit 1999 Professorin für Neuere Geschichte an der Durham University. Als Spezialistin für die Geschichte der Propaganda und psychologischer Kriegsführung im Europa des 21. Jahrhunderts ist sie eine gefragte Beraterin britischer und internationaler Medien. Fox publiziert zu Propaganda in Großbritannien und Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg, und untersucht die Beziehung zwischen Propaganda und öffentlicher Meinung. Zu ihren letzten Veröffentlichungen gehören Justifying War: Propaganda, Politics and the Modern Age (2013) und Propaganda, Conflict and the Shaping of the Twentieth Century, das in diesem Jahr erscheinen wird.

Christine Gerberding

Christine Gerberding studierte Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin, graduierte an der Humboldt Universität zu Berlin zur M.A. Von 1991 – 1993 arbeitete sie als Regieassistentin am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt; von 1994 an als Autorin beim Axel Springer Verlag und dem Sender Freies Berlin/rbb. 1999 ging sie zum NDR. Nach dem Volontariat war sie als freie Autorin für das Erste, ARTE und NDR Fernsehen tätig. Seit 2005 ist sie Redakteurin im Programmbereich Kultur und Dokumentation des NDR Fernsehens. 2013 übernahm sie die Redaktionsleitung des „Kulturjournal“. Ihre Schwerpunkte sind Bildende Kunst und Architektur, Kulturpolitik sowie zeithistorische Themen. Sie begleitet die Restitutionsdebatte seit der Washingtoner Erklärung und initiierte das Rechercheprojekt „Museumsdetektive“ im NDR.

Wolfgang Ischinger

Wolfgang Ischinger wurde am 1946 in Beuren/Baden-Württemberg geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Bonn und Genf studierte er anschließend Völkerrecht und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Fletcher School of Law and Diplomacy und an der Harvard Law School in den USA. 1973 wurde er Referent im Kabinett des VN-Generalsekretärs in New York, bevor er zwei Jahre später in den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland wechselte. Im Auswärtigen Amt hatte er zahlreiche Führungspositionen im In- und Ausland inne, unter anderem als Chef des Planungsstabs des Auswärtigen Amts und als Leiter der Politischen Abteilung. 1998 wurde er zum Staatssekretär ernannt. 2008 übernahm Wolfgang Ischinger auf Initiative der Bundesregierung den Vorsitz der Münchner Sicherheitskonferenz. Er ist Generalbevollmächtigter für Regierungsbeziehungen der Allianz SE, München und Mitglied des Aufsichtsrates der Allianz Deutschland AG. Wolfgang Ischinger wirkt als Senior Professor for Security Policy and Diplomatic Practice an der Hertie School of Governance in Berlin.

Andres Kasekamp

Andres Kasekamp ist Professor und Lehrstuhlinhaber für Estnische Studien an der University of Toronto. Davor war er Professor für Baltische Politik an der Universität Tartu in Estland und Direktor des Estonian Foreign Policy Institute. An der Humboldt Universität Berlin übernahm er eine Gastprofessur und er war Gastwissenschaftler am Norwegian Institute of International Affairs. Andres Kasekamp forscht zu rechtspopulistischen Parteien, Erinnerungspolitik, europäischer Außen- und Sicherheitspolitik sowie zu Zusammenarbeit und Konflikte im Ostseeraum. Er ist Herausgeber des Journal of Baltic Studies und derzeitiger Vorsitzender der Association for the Advancement of Baltic Studies. Er beriet als Experte bereits die Ausschüsse für auswärtige Angelegenheiten der Parlamente Kanadas, Estlands und der EU, sowie der Baltic Assembly. Sein Buch A History of the Baltic States (Zweitauflage 2017) ist in neun Sprachen übersetzt worden.

Sylvie Kauffmann

Die französische Journalistin Sylvie Kauffmann ist Chefredakteurin der Tageszeitung Le Monde und Kolumnistin der New York Times. Nachdem Sie als Moskau-Korrespondentin 1987 zu Le Monde kam, berichtete sie von 1988 bis 1993 als Osteuropa-Korrespondentin vom Zusammenbruch der Sowjetunion. Anschließend zog sie in die USA, zuerst als Washington-Korrespondentin und von 1996 bis 2001 als Leiterin des New Yorker Büros. 2001 kehrte sie nach Paris zurück, nur um in der Folge wiederholt in die USA zu reisen, um von den Angriffen vom 11. September 2001 zu berichten. Dabei entstand ihre mehrfach ausgezeichnete Artikelserie “Chronicle of America at War”. Sie leitete das Ressort für Hintergrundberichterstattung und war von 2004 bis 2006 Chefin vom Dienst der Zeitung Le Monde, um anschließend als Korrespondentin für Südostasien, China und Indien nach Singapur zu gehen. Von 2010 bis 2011 war sie leitende Chefredakteurin von Le Monde. Sylvie Kauffmann arbeitete für Agence France-Press als Auslandskorrespondentin in London, Neukaledonien, Warschau und Moskau. Ihren Abschluss machte sie am Paris Institute of Political Studies und an der Fakultät für Rechts- und Politikwissenschaft der Universität Aix Marseille sowie am Centre de Formation des Journalistes CFJ in Paris.

Bronisław Komorowski

Bronisław Komorowski – (geboren am 4. Juni 1952 in Oborniki Śląskie) – ist Historiker und war Aktivist der antikommunistischen Oppositionsbewegung. Im freien Polen war er Mitglied des Parlaments der Republik Polen, Verteidigungsminister und Parlamentssprecher Polen. Zwischen 2010 und 2015 war er aktiver Präsident der Republik Polen. Bereits während seiner Gymnasialzeit wurde er aktives Mitglied der Oppositionsbewegung und erstmals im Alter von 19 Jahren festgenommen. Während seiner aktiven Zeit in der Opposition folgten weitere Strafverfahren und wiederholte Festnahmen.

Im freien Polen bekleidete Bronisław Komorowski unterschiedliche Positionen im öffentlichen Dienst. Von 1989 bis 1990 war er Büroleiter des Ministers Aleksander Hall im Büro des Ministerrats. Von 1991 bis 2010 war er Mitglied des Parlaments der Republik Polen. Er war Mitglied der Ausschüsse für im Ausland lebende Polen, für Nationale Sicherheit und für Internationale Politik.

Von 1990 bis 1993 – in den Regierungen unter Tadeusz Mazowiecki, Jan Krzysztof Bielecki und Hanna Suchocka – war er Stellvertretender Verteidigungsminister. Von 2000 bis 2001, im Kabinett von Jerzy Buzek, leitete er das Verteidigungsministerium.

Im Oktober 2005 wurde er zum stellvertretenden Sprecher des Sejm in der 5. Wahlperiode und im November 2007 zum Sprecher der Sejm in der 6. Wahlperiode gewählt.

Nach dem Tod von Präsident Lech Kaczyński beim Flugzeugabsturz in Smolensk am 10. April 2010 wurde Bronisław Komorowski – in seiner Funktion als Sprecher des Sejm – geschäftsführender Präsident der Republik Polen, gemäß den Vorgaben der polnischen Verfassung. Er hielt dieses Amt bis zum 8. Juli 2010, dem Tag seines Rücktritts als Sprecher des Sejm. Die Präsidentschaftswahlen am 4. Juli 2010 gewann er und wurde bis August 2015 Präsident der Republik Polen.

2015 gründete er das Bronisław Komorowski Institut, eine Nichtregierungsorganisation, die sich für die Förderung von Politik, Militär, Wirtschaft und Energiesicherheit in Polen und Europa einsetzt und Polens aktive Teilhabe in der EU und in der NATO ebenso fördert wie die internationale Zusammenarbeit.

Nikolay Koposov

Nikolay Koposov ist Gastwissenschaftler an der Emory University, Atlanta. Von 1998 bis 2009 war er Gründungsdekan des Smolny College of Liberal Arts and Sciences, einem Joint Venture der Staatlichen Universität St. Petersburg und des Bard College, New York. Nikolay Koposov ist ein international renommierter Historiker und Experte für Neuere Europäische Ideengeschichte, Vergleichende Erinnerungspolitik, Historiographie, und Historisches Gedächtnis. Er lehrte drei Jahrzehnte lang in Russland. Im Anschluss daran war er Gastprofessor an verschiedenen Universitäten, darunter der Johns Hopkins University, dem Georgia Institute of Technology und der École des Hautes Études en Sciences Sociales. Zudem war er Forschungsleiter am Helsinki Collegium for Advanced Studies. Nikolay Koposov verfasste und veröffentlichte zehn Bücher, einschließlich De l’imagination historique (2009), Pamyat’ strogogo regima: Istoriya i politika v Rossii (Strenge Sicherheitserinnerung: Geschichte und Politik in Russland, 2011) und Memory Laws, Memory Wars: The Politics of the Past in Europe and Russia (2017). Er ist Kritiker der Geschichtspolitik von Vladimir Putin und lebt mit seiner Familie seit 2009 im Ausland.

Dirk Kurbjuweit

Dirk Kurbjuweit ist Journalist und Schriftsteller. Von 1990 bis 1999 war er Redakteur bei der ZEIT, danach arbeitete er zunächst als Reporter, stellvertretender Leiter des Haupstadtbüros und dann als stellvertretender Chefredakteur für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Kurbjuweit studierte Volkswirtschaftslehre und besuchte die Kölner Journalistenschule. 1995 erschien sein erstes Buch, Die Einsamkeit der Krokodile, das auch verfilmt wurde. Sein letzten beiden Bücher, Alternativlos – Merkel, die Deutschen und das Ende der Politik (2014) und Die Freiheit der Emma Herwegh (2017) erschienen im Hanser Verlag. Im Laufe seiner Karriere gewann Kurbjuweit mehrere renommierte Preise, darunter den Egon-Erwin-Kisch-Preis (1998 und 2002), den Medienpreis des Deutschen Bundestags (2009), den Roman-Herzog-Medienpreis (2011) und den Deutschen Reporterpreis (2012).

Antje Leendertse

Antje Leendertse ist Staatssekretärin des Auswärtigen Amts, wo sie von 2018 bis April 2019 bereits Politische Direktorin und von 2017 bis 2018 Botschafterin und Ständige Vertreterin der Bundesrepublik Deutschland bei dem Büro der Vereinten Nationen und den anderen internationalen Organisationen in Genf war. Von 2015 bis 2017 leitete sie den Arbeitsstab OSZE-Vorsitz 2016. Von 2014 bis 2015 war sie Beauftragte der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung und Rüstungskontrolle im Auswärtigen Amt sowie zwischen 2012 und März 2014 dortige Beauftragte für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien. Von 2009 bis 2012 leitete sie das Referat Westlicher Balkan im Auswärtigen Amt. Sie fungierte zwischen 2007 und 2009 als Ständige Vertreterin des Botschafters in Finnland; zuvor war sie von 2005 bis 2006 Referentin in der politischen Abteilung der Deutschen Botschaft im Vereinigten Königreich. Antje Leendertse studierte Mittlere und Neue Geschichte, Romanistik, Volkswirtschaft und Philosophie an der Universität zu Köln.

Alina Mungiu-Pippidi

Alina Mungiu-Pippidi ist Vorsitzende des European Research Centre for Anti-Corruption and State-Building (ERCAS) an der Hertie School of Governance in Berlin, wo sie Demokratisierung und vergleichende Staatswissenschaften lehrt. Sie war Hauptuntersuchungsleiterin des 2015 im Auftrag der niederländischen EU-Ratspräsidentschaft veröffentlichten Reports Öffentliche Integrität und Vertrauen im Europa der 28. Zudem war sie Planerin und mithauptverantwortliche Ermittlerin des 10 Millionen Euro ANTICORRP, einem FP7 Forschungsprojekt zu Antikorruption, und DIGIWHIST, einem Horizont 2020 Projekt zur Transparenz öffentlicher Auftragsvergabe und Haftung in der EU. Ihre Korruptionstheorie wurde in vielzähligen Fachartikeln veröffentlicht, insbesondere in Becoming Denmark: How Societies Build Control of Corruption (2014) und Corruption: Good Governance Needed to Power Innovation (2015) sowie ausführlich im Buch A Quest for Good Governance (2015). Ihre früheren Publikationen thematisierten postkommunistischen Wandel, Nationalismus, ethnische Konflikte und Europäisierung. Ihr Buch A Tale of Two Villages (2010) wurde von The Economist positiv besprochen. Sie ist zudem Autorin von politischen Dokumentarfilmen, von denen A Tale of Two Villages vom BBC ausgestrahlt wurde, und Where Europe Ends die politischen Auswirkungen der EU-Ostgrenze aufzeigt. Alina Mungiu-Pippidi leitet seit langem die Anti-Korruptions-Koalitionen in Rumänien und ihre Entwürfe zu Good Governance Collective Action wurden bereits in den Balkanstaaten, der Ukraine und Lateinamerika angewandt. Sie beriet die Weltbank, UNDP, NORAD, DFID, OECD, WTO, sowie einige EU-Regierungen (Schweden, Niederlande, Österreich) und die Europäische Kommission. Alina Mungiu-Pippidi entwickelte außerdem mehrere Methoden zur Evaluierung von Good Governance, darunter die Methode zur Evaluierung der Integrität öffentlicher Universitäten, die in einer Times Higher Education Beilage veröffentlicht wurde.

Philip Murphy

Philip Murphy ist Direktor des Institute of Commonwealth Studies und Professor für Britische und Commonwealth-Geschichte an der Universität London. Seit 2007 ist er Mitherausgeber des Journal of Imperial and Commonwealth History. Seine Forschungsinteressen und Expertise liegen auf der Britischen und Commonwealth-Geschichte. Dabei konzentriert er sich auf britische Entkolonialisierung nach dem Krieg (insbesondere Afrika) und afrikanische Nachkriegspolitik. Philip Murphy ist Autor des kürzlich erschienenen Buches The Empire’s New Clothes: The Myth of the Commonwealth (2018). Zu seinen Veröffentlichungen gehört zudem Monarchy and the End of Empire: The House of Windsor, the British Government and the Postwar Commonwealth (2013).

Natalie Nougayrède

Natalie Nougayrède ist Mitglied der Chefredaktion und Kolumnistin bei Guardian in London. Sie ist außerdem Redakteurin des Guardian-Projekts „Europe Now“, das den europäischen Bürgern eine Plattform für ihre Meinung bietet und sich auf kollektives Gedächtnis und historische Wahrnehmung konzentriert. Zuvor war sie bei Le Monde Chefredakteurin sowie deren diplomatische Korrespondentin (2006 bis 2013) und Leiterin des Moskauer Büros (2001 bis 2005). 2005 wurde sie mit dem Albert Londres Journalistenpreis für ihre Berichterstattung über Putins Krieg in Tschetschenien ausgezeichnet. In den 1990er Jahren war sie Korrespondentin und Reporterin in Zentraleuropa (mit Sitz in Prag) und der ehemaligen Sowjetunion (Kiew, Moskau, Tiflis) für den französischen BBC Service, Libération und Le Monde. Natalie Nougayrèdes inhaltlicher Schwerpunkt liegt derzeit auf Europa, internationaler Sicherheit und den Menschenrechten. Sie ist Mitglied im Beirat des Primo Levi Centre in Paris, einer Nichtregierungsorganisation, die Geflüchteten Hilfe bietet, die Opfer von Folter geworden sind. Von Dezember 2016 bis Februar 2017 war sie Richard von Weizsäcker-Stipendiatin an der Robert-Bosch-Akademie in Berlin. Sie ist Mitglied des ECFR.

Thomas Paulsen

Thomas Paulsen ist Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung und dort verantwortlich für das Handlungsfeld „Internationale Verständigung“ sowie die Bereiche „Demokratie, Engagement, Zusammenhalt“ und „Vermögen, Verwaltung und EDV“. Von 2004 bis 2014 leitete er den Bereich Internationale Politik und das Hauptstadtbüro der Körber-Stiftung in Berlin. Nach einem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte an den Universitäten München und Freiburg waren erste berufliche Stationen die Universität der Bundeswehr in München, die Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen sowie das Centrum für angewandte Politikforschung der Universität München. 1999 war er Gastprofessor am Institute for European Studies der Hebrew University in Jerusalem, anschließend arbeitete er als Analyst bei der HypoVereinsbank, München und als Senior Manager bei PricewaterhouseCoopers, Berlin. Er ist Mitglied im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) und im Beirat der Berlin Bosphorus Initiative (BBI).

Hedwig Richter

Hedwig Richter forscht seit 2016 am Hamburger Institut für Sozialforschung und schreibt regelmäßig für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. 2016 habilitierte sie im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Greifswald. Für ihre Habilitationsschrift Moderne Wahlen. Eine Geschichte der Demokratie in Preußen und den USA im 19. Jahrhundert wurde sie 2018 mit dem Demokratiepreis der Demokratiestiftung der Universität zu Köln ausgezeichnet. Von 2011 bis 2016 war sie Assistentin am Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit an der Universität Greifswald. Hedwig Richter ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Publikationen zu europäischer und US-amerikanischer Geschichte im 19. Und 20. Jahrhundert, Wahl- und Demokratieforschung, sowie Migration, Gender und Religion, darunter Frauenwahlrecht. Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa (2018, zusammen mit Kerstin Wolff) und Demokratiegeschichten (2018, zusammen mit Tim Müller).

Mary Elise Sarotte

Mary Elise Sarotte hält den Lehrstuhl für Geschichtswissenschaften an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies in Washington D.C. Ihren Bachelor machte sie in Geschichte und Wissenschaft an der Harvard University und promovierte anschließend an der Yale University in Geschichte. Nach ihrem Abschluss war sie White House Fellow und wurde danach Mitglied der Fakultät der University of Cambridge. Nach einer Anstellung 2004 in Großbritannien kehrte sie zurück in die USA, um an der University of Southern California als Professorin für Geschichte zu lehren. Mary Elise Sarotte ist ehemalige Humboldt Stipendiatin, war Mitglied des Institute for Advanced Study in Princeton, Gast-Fakultätsmitglied des Harvard Center for European Studies und Mitglied des Council on Foreign Relations. Zu ihren Publikationen zählen The Collapse: The Accidental Opening of the Berlin Wall (2014) und 1989: The Struggle to Create Post-Cold War Europe (2009, überarbeitete Neuauflage 2014). Beide Bücher wurden von der Financial Times als ‚Beste Bücher des Jahres‘ ausgezeichnet und erhielten weitere Preise. Zuletzt war Mary-Elise Sarotte Mitherausgeberin des Buches German Reunification. A Multinational History (2018).

Géraldine Schwarz

Géraldine Schwarz ist eine deutsch-französische Schriftstellerin, Journalistin und Dokumentarfilmerin. Nachdem sie lange Zeit als Deutschland Korrespondentin für die Nachrichtenagentur AFP tätig war, publiziert sie heute in verschiedenen internationalen Medien. Für ihr in acht Sprachen übersetztes Buch Die Gedächtnislosen  (Flammarion, Secession Verlag), erhielt sie 2018 den Europäischen Buchpreis und 2019 den Winfried-Preis für Völkerverständigung. Entlang dreier Generationen ihrer Familie zeichnet Géraldine Schwarz die schmerzhafte Aufarbeitung der Vergangenheit in Deutschland, die sie als einen Grundstein der Demokratie versteht, und vergleicht sie mit der Erinnerungsarbeit in Frankreich. Sie bezeichnet sich selbst „als Kind Europas“. Schwarz lebt und arbeitet in Berlin.

James Shikwati

James Shikwati ist Ökonom, sowie Gründer und Leiter des Inter Region Economic Network (IREN), einem unabhängigen afrikanischen Think-Tank, der sich auf Ideen und Strategien zur Steigerung des Wohlstands in Afrika spezialisiert. Er ist zudem Gründer und Vorstand des Onlinemagazins The African Executive und Landesvorstand von Enactus Kenya. James Shikwati arbeitet hauptsächlich an den Themen Handel, Umwelt und Ressourcen, sowie Entwicklungszusammenarbeit. Er veröffentlichte mehrere Monographien, darunter Do Intellectual Property Rights Harm Africa? (2004) und ist Mitherausgeber der Bücher Geological Resources and Good Governance in Sub Saharan Africa (zusammen mit Jürgen Runge, 2011) und China – Africa Partnership, The quest for a win win relationship (2012). 2015 wurde James Shikwati mit dem Walter-Scheel-Preis der Friedrich-Naumann-Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit ausgezeichnet. 1995 schloss er sein Studium der Erziehungswissenschaften an der University of Nairobi mit einem Bachelorabschluss ab.

Timothy Snyder

Timothy Snyder ist Professor für Geschichte an der Yale University und Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Er versteht zehn und spricht fünf europäische Sprachen. Timothy Snyder hat zahlreiche bedeutende Bücher zur Geschichte Mittel- und Osteuropas verfasst. Einem breiten Publikum bekannt wurde er u.a. mit Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin (2013, Originalausgabe 2010), Nachdenken über das 20. Jahrhundert (zusammen mit Tony Judt, 2013, Originalausgabe 2012); Black Earth. Der Holocaust und warum er sich wiederholen kann (2017, Originalausgabe 2015); Über Tyrannei: Zwanzig Lektionen für den Widerstand (2018, Originalausgabe 2017); und Der Weg in die Unfreiheit: Russland - Europa - Amerika (2018). Timothy Snyders Veröffentlichungen wurden in 40 Sprachen übersetzt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Emerson Prize in the Humanities, den Literaturpreis der American Academy of Arts and Letters, den Václav-Havel-Menschenrechtspreis, den Foundation for Polish Science Prize in the Humanities and Social Sciences, den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, den Dutch Auschwitz Committee Award, und den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken. Timothy Snyder war Marshall Scholar in Oxford, erhielt Carnegie und Guggenheim Stipendien sowie Staatsorden aus Estland, Lettland und Polen. Er trat öffentlich in Dokumentationen, im Fernsehen und in Filmen auf. Er wird weltweit auf politischen Demonstration zitiert. Derzeit untersucht er eine Familienhistorie des Nationalismus und schreibt ein philosophisches Buch über Freiheit.

Jason Stanley

Jason Stanley ist Professor für Philosophie an der Yale Universität. Bevor er 2013 nach Yale kam, war er Professor an der Fakultät für Philosophie an der Rutgers University, Professor an der University of Michigan (2000 bis 2004) und an der Cornell University (1995 bis 2000). Jason Stanley promovierte am Institut für Linguistik und Philosophie des Massachusetts Institute of Technology. 2015 veröffentlichte er das Buch How Propaganda Works, Preisträger des PROSE Award 2016 in Philosophie. Sein letztes Buch ist How Fascism Works: The Politics of Us and Them (2018). Aktuell arbeitet er zusammen mit David Beaver an der Publikation The Politics of Language.

Pavel Tereshkovich

Pavel Tereshkovich war Professor (2005 bis 2014) und Direktor des Fachbereichs Geschichte an der European Humanities University (EHU) in Vilnius. Von 2003 bis 2004 leitete er das Internationale Studienzentrum für Sozialen Wandel in Belarus, der Ukraine und Moldawien, unterstützt von der Carnegie Corporation in New York. Davor war er Gründungsvorstand für Ethnologie, Museologie und Kunstgeschichte an der Belarussischen Staatsuniversität (2001). Derzeit ist er mit der Gründung der nichtstaatlichen Nil Hilevich University beschäftigt, der ersten Hochschule in Belarus, die eine universitäre Ausbildung auf Belarussisch anbietet. Initiiert wurde die Gründung von der Franysk Skaryna Gesellschaft für Belarussische Sprache. Pavel Thereshkovichs Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Theorie und Geschichte des Nationalismus in Belarus und Mittelosteuropa. Er hat zahlreiche Fachaufsätze veröffentlicht, darunter Etnicheskaya istoriya Belarusi XIX–nachala XXV (Ethnische Geschichte von Belarus im 19. und frühen 20. Jahrhundert, 2004).

Giuseppe Veltri

Giuseppe Veltri ist Professor für Jüdische Philosophie und Religion, Direktor der Akademie der Weltreligionen und des Maimonides Centre for Advanced Studies an der Universität Hamburg sowie Honorarprofessor an der Universität Leipzig. Seine Forschungsfelder umfassen die Religion des antiken Judentums, die jüdische Kultur und Philosophie des Mittelalters, der Renaissance und der Frühneuzeit, die Wissenschaft des Judentums sowie den Jüdischen Skeptizismus. Nach seinem Studium der Philosophie, Theologie und Bibelwissenschaft in Italien studierte er ab 1988 Judaistik und Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin, wo er 1991 seine Promotion und 1996 seine Habilitation im Fach Judaistik erhielt. Giuseppe Veltri war Gastprofessor in Antwerpen, London, Paris, Rom und Bologna. Im Rahmen seiner Professur an der Martin-Luther Universität Halle (1997 bis 2014) trug Giuseppe Veltri zur Einrichtung des Seminars für Judaistik/Jüdische Studien als akademische Disziplin bei. 2010 erhielt er als dessen Leiter den Emil-Fackenheim-Preis für Toleranz und Verständigung. Neben zahlreichen Publikationen veröffentlichte er zuletzt das Buch Alienated Wisdom. Enquiry into Jewish Philosophy and Scepticism (2018).

Bernd Vogenbeck

Bernd Vogenbeck ist Programmmanager im Bereich Geschichte und Politik der Körber-Stiftung. Er studierte Kulturgeschichte und Politikwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina sowie an der Universität Breslau. Expertise im Bereich des historischen Dialogs zwischen Deutschland und dem östlichen Europa konnte er in unterschiedlichen Positionen gewinnen, bevor er 2015 zur Körber-Stiftung wechselte.

Joachim von Puttkamer

Joachim von Puttkamer ist seit Oktober 2010 Direktor des Imre-Kertész-Kollegs „Europas Osten im 20. Jahrhundert“ und seit 2002 Inhaber des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 1994 bis 2002 war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte in Freiburg, wo er 1994 promoviert und 2000 habilitiert wurde. Von 1986 bis 1994 studierte Joachim von Puttkamer Neuere und Osteuropäische Geschichte und VWL an den Universitäten Freiburg und London. Joachim von Puttkamers Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Staatsbildung und Staatlichkeit im östlichen Europa, der Nationalismus in Ostmittel- und Südosteuropa, die Schul- und Bildungsgeschichte sowie die osteuropäischen Erinnerungskulturen.

Gabriele Woidelko

Gabriele Woidelko ist Leiterin des Bereichs »Geschichte und Politik« der Körber-Stiftung. Als studierte Historikerin, Slawistin und Turkologin war sie zunächst als Dozentin an der Universität Hamburg tätig, ehedem sie ab 1996 zur Körber-Stiftung wechselte. Zunächst wirkte sie als Programm-Managerin in den deutsch-türkischen Projekten der Stiftung, dann als Leiterin des europäischen Geschichtsnetzwerks EUSTORY, des FutureLab Europe und weiterer Europaaktivitäten. Von 2016 bis 2018 verantwortete sie mit „Russland in Europa“ eines der drei Fokusthemen der Körber-Stiftung. Parallel dazu übernahm sie ab 2016 die Zuständigkeit für das neu entwickelte Körber History Forum.

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