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Körber-Netzwerk Außenpolitik – Field Trip nach Syrien und in den Libanon

17. bis 22. November 2009

Die Teilnehmer aus verschiedenen Bundesministerien, Bundestag, ausgewählten Botschaften und Think-tanks sowie dem EU-Ratssekretariat führten Gespräche mit hochrangigen Vertretern der syrischen und libanesischen Regierung, renommierten Wissenschaftlern und Journalisten, religiösen Würdenträgern sowie Repräsentanten internationaler Organisationen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen für Syrien und den Libanon sowie aktuelle innenpolitische Entwicklungen in den beiden Staaten.

Während des zweitägigen Aufenthaltes in Damaskus wurde die Gruppe von S. E. Walid Al-Muallem, Außenminister Syriens, S. Em. Sheikh Dr. Ahmad Badr Al-Din Hassoun, Großmufti Syriens, S. Em. Gregorius III Laham, Patriarch der griechisch-melkitischen Kirche, Dr. Haitham Sataihi, Internationaler Sekretär der syrischen Baath-Partei, sowie Dr. Riad Daoudi, Rechtsberater des syrischen Außenministeriums, empfangen. Darüber hinaus hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, mit S.E. Dr. Andreas Reinicke, Botschafter Deutschlands in Syrien, über die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Syrien zu diskutieren. Abgerundet wurde das Programm in Damaskus durch Treffen mit Dr. Samir Al-Taqi, Direktor des Orient Center for International Studies (OCIS), sowie mit Peter Harling, Iraq-Syria-Lebanon Project Director der International Crisis Group.

Ein Briefing durch Michael Ohnmacht, stellvertretender Leiter der deutschen Botschaft in Beirut, sowie ein Gespräch mit Dr. Michael C. Williams, UNO-Sonderbeauftragter für Libanon, bildeten den Auftakt des Besuchs im Libanon. Im Fokus der Gespräche mit S.E. Saad Hariri, Premierminister Libanons, und mit General Michel Aoun, Vorsitzender der Partei »Free Patriotic Movement« (FPM), sowie mit Vertretern des Consultative Center for Studies and Documentation (CCSD) stand die innenpolitische Dynamik im Libanon nach der erst kürzlich erfolgten Bildung einer nationalen Einheitsregierung. Auch bei dem Treffen mit Walid Jumblatt, Vorsitzender der »Progressive Socialist Party« (PSP), lag das Hauptaugenmerk auf dem gegenwärtigen Kräfteverhältnis zwischen den verschiedenen konfessionellen Gruppen im Libanon.

Nicht nur im Rahmen von Hintergrundgesprächen, sondern auch bei Ortsterminen wurden den Teilnehmern Einblicke in aktuelle Herausforderungen libanesischer Politik gewährt: So konnte sich die Gruppe beim Besuch des Flüchtlingslagers Shatila ein Bild von den Lebensumständen palästinensischer Flüchtlinge im Libanon machen. Bei einer Tour entlang der sog. »Blue Line«, der Demarkationslinie zwischen Israel und dem Libanon, wurden die Teilnehmer von Vertretern der UNIFIL-Mission über die aktuelle Situation im südlichen Libanon informiert.

Im Rahmen des Körber-Netzwerks Außenpolitik organisiert die Körber-Stiftung einmal jährlich einen Field Trip zu einem Brennpunkt deutscher und europäischer Außenpolitik.

2008 reiste das Körber-Netzwerk Außenpolitik im Rahmen des Field Trips in die Ukraine, 2007 ging die Reise in den Iran

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