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Meldung

Geschichtswettbewerb in der Lehrerausbildung

Das Körber-Hochschulnetzwerk Geschichtsvermittlung tauscht sich über Best Practice-Erfahrungen, Herausforderungen und Potenziale aus

Wie lässt sich der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten – als ein Beispiel für historisches Projektlernen – in der Lehrerausbildung verankern? Welche Chancen verbinden sich damit für Hochschulen, Schulen und Studierende? Und welche Hindernisse gilt es zu bedenken? Um sich über Best Practice-Erfahrungen, Herausforderungen und Potenziale auszutauschen, kamen am 11. und 12. April Vertreter von 17 geschichtsdidaktischen Lehrstühlen aus dem ganzen Bundesgebiet in Hamburg zur Arbeitstagung des Körber-Hochschulnetzwerks Geschichtsvermittlung zusammen.

Anna Sophie Koschany, Lehramtsstudentin aus Bremen, hat im Geschichtswettbewerb 2018/19 Schüler eines Geschichtsprofils bei ihrer Projektarbeit als studentische Co-Tutorin unterstützt. Mitgenommen hat sie aus dem vorangegangenen Uni-Seminar und der praktischen Erfahrung in der Schule vieles: Projekte zu organisieren, eigene Ideen zu entwickeln, Projektarbeit an Schulen zu gestalten, zu erkennen, was Schülerinnen und Schüler an Unterstützung brauchen: »Oft nur einen Anreiz, keine Lösungsvorschläge.«

Das Körber-Hochschulnetzwerk Geschichtsvermittlung wurde 2007 mit dem gemeinsamen Ziel ins Leben gerufen, historische Projektarbeit an Schulen zu stärken und bereits in der universitären Lehrerausbildung zu verankern. Angesichts sich verändernder Studienbedingungen, zunehmend modularer Studienordnungen und einer wachsenden Zahl an Studierenden, die mit Blick auf geringe Stundenkontingente für das Fach Geschichte verhalten auf die Idee eines Forschungswettbewerbs reagieren, verfolgte die Arbeitstagung das Ziel, dem Netzwerk neue Impulse zu geben und Praxiserfahrungen miteinander zu diskutieren.

Die Resonanz auf das Angebot war durchweg positiv: geschichtsdidaktische Vertreter aus 13 Bundesländern nahmen an der Tagung teil. Erfahrungsberichte aus den Bundesländern Bremen, Heidelberg und Jena im Rahmen der gerade abgeschlossenen Ausschreibung »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« gaben Impulse, die in Arbeitsgruppen weiter diskutiert und konkretisiert wurden. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmenden Ideen, wie Angebote für die Integration des Geschichtswettbewerbs in die Geschichtslehrerausbildung in den kommenden Wettbewerbsrunden gestaltet werden könnte und wie der aktive Austausch im Körber-Hochschulnetzwerk Geschichtsvermittlung zukünftig auch über die Arbeitstagungen hinaus sichergestellt werden kann.

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