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Svante Pääbo erhält den Körber-Preis 2018

Pääbo wird für seine Pionierleistungen auf dem Gebiet der Paläogenetik ausgezeichnet, als dessen Begründer er gilt. Zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Durchbrüchen des schwedischen Mediziners zählt die komplette Entschlüsselung des Neandertaler-Genoms.

Seine Arbeiten trugen wesentlich dazu bei, das bisherige Verständnis der menschlichen Evolutionsgeschichte zu revolutionieren und die Vorstellung einer linearen Entwicklung durch die eines verzweigten Prozesses zu ersetzen, in dem es Querbeziehungen zwischen den verschiedenen Spezies gibt. »Neandertaler sind die engsten Verwandten des Menschen«, sagt Pääbo. »Vergleiche ihres Erbguts mit dem heutiger Menschen sowie anderer Urmenschen und Schimpansen liefern erstmals exakte molekularbiologische Antworten auf Grundfragen unserer evolutionären Herkunft.« Dabei könnte künftig auch geklärt werden, welche Eigenschaften den modernen Menschen zu einem solchen Erfolgsmodell gemacht haben.

Svante Pääbo studierte an der Universität Uppsala Ägyptologie und Medizin und promovierte in Immunologie. Er arbeitete im Team des Evolutionsbiologen Allan Wilson an der University of California in Berkeley, leitete ab 1990 ein eigenes Labor an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wechselte 1997 als einer von fünf Direktoren an das neu gegründete Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, wo er bis heute als Forscher arbeitet.

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Vita Svante Pääbo und Fotos zum Download


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