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Felix Krakau gewinnt beim Körber Studio Junge Regie

Mit dem Preis des Körber Studios Junge Regie 2019 ist Felix Krakau von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main, für seine Inszenierung »Peer Gynt« nach Henrik Ibsen ausgezeichnet worden. Das Festival gilt als wichtigste Plattform für den Regienachwuchs im deutschsprachigen Raum.

Wie in jedem Jahr diskutierte die fünfköpfige Jury im Anschluss an die letzte Vorstellung öffentlich im Thalia in der Gaußstraße über die gezeigten Inszenierungen.

Zur Jury gehörten in diesem Jahr Beate Heine (Chefdramaturgin und stellvertretende Intendantin Schauspiel Köln), Necati Öziri (freier Autor & Leiter Internationales Forum beim Theatertreffen/Berliner Festspiele), Alexander Riemenschneider (Regisseur), Dagmar Schlingmann (Intendantin Staatstheater Braunschweig) und Falk Schreiber (freier Kulturjournalist).

Nach einer längeren Diskussion begründete die Jury ihre Entscheidung: »Erzählt wird Ibsens Peer Gynt, und dadurch wird das ‚Prinzip Peer Gynt‘ – Sei du selbst! – erzählt, angewandt auf die Lebenswelt der jugendlichen Performer*innen in Zeiten von Authentischsein auf der Bühne.«

Felix Krakau, geboren 1990 in Hamburg, studierte Theaterregie in Frankfurt am Main und als Gast Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Von 2016 bis 2018 absolvierte er im Rahmen des Studiums eine Regieassistenz am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seitdem inszeniert er in Düsseldorf, am Schauspielhaus Wien und an der Neuköllner Oper Berlin.

Der mit einem Produktionskostenzuschuss von 10.000 Euro dotierte Preis der Körber-Stiftung unterstützt den Gewinner bei einer neuen Regiearbeit an einem Stadt- oder Staatstheater bzw. alternativ in der Freien Szene.

Insgesamt zwölf Nachwuchsregisseurinnen und -regisseure stellten während des fünftägigen Regieschultreffens von 12. bis 16. Juni im Hamburger Thalia in der Gaußstraße ihre Inszenierungen vor. Neben den Theaterhochschulen in München, Hamburg, Berlin, Essen, Frankfurt, Hildesheim, Gießen, Ludwigsburg, Wien, Zürich und Salzburg nahm die Theater- und Filmhochschule Budapest als internationale Gasthochschule außer Konkurrenz teil.

Zur Shortlist der besten drei Inszenierungen zählten außerdem »leck mir die wunden« in der Regie von Meera Theunert von der Theaterakademie Hamburg, Hochschule für Musik und Theater, und »Drei Schwestern« in der Regie von Milena Mönch vom Thomas Bernhard Institut – Universität Mozarteum, Salzburg. Der undotierte Publikumspreis geht in diesem Jahr ebenfalls an die Inszenierung »Drei Schwestern«.

Pressemeldung (PDF)
Körber Studio Junge Regie