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Körber-Zukunftsdialog
   

Körber-Zukunftsdialog

Neue Technologien – von der Energiewende über die Gentechnik bis zur Digitalisierung – versprechen Fortschritt, rufen aber auch Sorgen hervor. Beim Körber-Zukunftsdialog diskutieren wir deshalb mit Bürgerinnen und Bürgern, wie sie mit solchen Neuerungen leben wollen. Aktuell beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir zukünftig mit unseren persönlichen Gesundheitsdaten umgehen wollen. In Diskussionsrunden und Interviews ermitteln wir im kleinen Kreis, was sich unsere Gesprächspartner von diesen Innovationen erhoffen und welche Grenzen sie setzen würden. Diese Einsichten nutzen wir, um den Dialog auf Augenhöhe mit einer breiteren Öffentlichkeit weiterzuführen.

Die Deutschen sind nicht pauschal technikfeindlich, sondern stehen dem technischen Wandel mehrheitlich aufgeschlossen gegenüber. Sie urteilen sehr differenziert und haben konkrete Vorstellungen, wenn es um die Anwendung einzelner Technologien geht. Über 70 % der Bürgerinnen und Bürger wünschen sich sogar, beim Einsatz umstrittener Technologien stärker mitreden zu können. Das hat das TechnikRadar von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Körber-Stiftung und der Universität Stuttgart gezeigt. Hier setzt der Körber-Zukunftsdialog an. Er will dazu beitragen, dass sich Menschen in einer zunehmend von Technik geprägten Welt informiert und mündig an der Debatte um deren Ausgestaltung beteiligen, ohne sich von der Dynamik des Wandels überrollt zu fühlen.

Das Thema der ersten Runde ist höchst aktuell und betrifft uns alle: Die Verwendung unserer persönlichen Daten im Gesundheitswesen. Von der Einführung der elektronischen Patientenakte im Januar 2021 über das wachsende Angebot von Gesundheits-Apps bis zur Debatte um die Verfügbarkeit von Patientendaten für Forschungszwecke reicht das Feld der kontrovers diskutierten Fragen.

Im Februar 2021 sind wir mit einem Bürgerdelphi gestartet, einer Serie von Diskussionsrunden und Interviews, für die sich Interessierte bewerben konnten. Laien werden so darin unterstützt, sich ein informiertes Urteil zu bilden. Ihre Debatten werden dokumentiert und als Bürgerexpertise in die gesellschaftspolitische Debatte eingespeist. Sie sind auch die Grundlage für weitere Publikumsdialoge ab Sommer diesen Jahres, um einer größeren Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, das Thema gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen zu diskutieren.

Kontakt

Thomas Nöthen
Programm-Manager
Körber-Zukunftsdialog; TechnikRadar

+49 • 40 • 80 81 92 - 141
noethen@koerber-stiftung.de

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