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Fragen und Antworten zum KörberHaus

Warum braucht Bergedorf das Kooperations-Projekt KörberHaus?

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Gruppen auch in Bergedorf immer weiter auseinander driften, braucht es einen Ort der Begegnung verschiedener Generationen und Kulturen sowie des Engagements in der Mitte der Gesellschaft – wie das KörberHaus. Das Miteinander vieler Träger unter einem Dach fördert Austausch und Begegnung und ermöglicht gemeinsame Projekte.

Worin liegt der Mehrwert der Partnerschaft von Körber-Stiftung, Bezirk Bergedorf und weiteren Partnern?

Der Standortwechsel und die Zusammenarbeit verschiedener Träger bietet die einmalige Gelegenheit, die Angebote für die Bergedorfer, insbesondere die Generation 50 plus, räumlich wie programmatisch weiterzuentwickeln. Die Stiftung, das Bezirksamt und weitere öffentliche und zivilgesellschaftliche Akteure werden sich mit ihren Angeboten für Bergedorf sehr gut ergänzen. Das ist nicht nur vorteilhaft für die Anbieter, sondern auch anregend für die Besucher.

An welche Altersgruppen richten sich die Angebote?

Das KörberHaus richtet sich an alle Altersgruppen. Den Schwerpunkt bilden dabei Angebote für Männer und Frauen ab 50 Jahren.

Über welche Flächen verfügt das KörberHaus?

Das komplett barrierefreie Haus wird insgesamt rund 5.000 m² Bruttogeschossfläche umfassen, davon ca. 1.000 m² für das neue Theater.

Wird die Körber-Stiftung das Haus selbst bauen?

Das Bezirksamt und die Körber-Stiftung errichten das Gebäude nicht selbst, sondern werden Flächen auf Jahrzehnte anmieten. Das Bauvorhaben wird gemäß öffentlich-rechtlicher Vergaberichtlinien ausgeschrieben und von einem Investor realisiert.

Wie hoch sind die Investitionskosten für das Gebäude und wer trägt sie?

Das Bezirksamt und die Körber-Stiftung errichten das Gebäude nicht selbst, sondern werden Flächen auf Jahrzehnte anmieten. Das Bauvorhaben wird gemäß öffentlich-rechtlicher Vergaberichtlinien ausgeschrieben und von einem Investor realisiert. Die reinen Baukosten für den künftigen Investor werden laut den Vorgaben für den Architekten-Wettbewerb (Stand Juli 2016) bei rund 15 Millionen Euro liegen.

Warum entsteht das KörberHaus im Zentrum auf dem Grundstück des heutigen Lichtwarkhauses?

Am geplanten Standort leistet das KörberHaus einen wichtigen Beitrag zur Belebung des historischen Hafenviertels im Zentrum von Bergedorf. Dank der zentralen Lage ist es für alle Bergedorfer zudem optimal erreichbar. Nicht zuletzt verfügt der Standort mit seiner attraktiven Lage direkt am Wasser auch über große Aufenthaltsqualität.

Wie ist das KörberHaus angebunden?

Der Standort liegt direkt gegenüber dem City-Center Bergedorf (CCB) und ist für alle Bergedorfer mit Bus, Bahn, Fahrrad und PKW sehr gut zu erreichen. Er liegt nur einige Gehminuten vom Bahnhof Bergedorf entfernt. Fast vor der Haustür halten zehn Buslinien. Eine neue Fußgängerampel an der Bergedorfer Straße ist geplant. Auch Parkplätze werden zur Verfügung stehen, u. a. in einer benachbarten Tiefgarage. Stellplätze für Fahrräder werden neu geschaffen.

Welche baulichen Qualitäten werden das KörberHaus auszeichnen?

Im Neubau werden lichte, barrierefreie und flexibel nutzbare Räume mit Wasserblick entstehen. Es wird mehr Platz für Bewegungsangebote wie Tanz oder Entspannung vorhanden sein. Am Ufer der Freiflächen könnten Treppenanlagen und neue Bootsanleger einen unmittelbaren Zugang zum Schleusengraben bieten. Zudem sind Grünflächen mit Angeboten für Bewegung und gemeinsames Gärtnern geplant.

Warum soll das Haus im Park in das neue KörberHaus umziehen – und wird nicht modernisiert?

Modernisierungsmaßnahmen am Gebäudekomplex Haus im Park wurden immer wieder geprüft. Die baulichen Bedingungen des Hauses – vor allem die Bauvorgaben und Grundrisse – verhindern viele notwendige Weiterentwicklungen, wenn der Aufwand in vertretbarem Rahmen bleiben soll. Zudem sind die Aufwendungen für die Instandhaltung und den Betrieb des Gebäudes vergleichsweise hoch. Deshalb hat die Stiftung die Chance ergriffen, mit vielen Partnern in der Mitte von Bergedorf Alters- und Kulturangebote für alle gut erreichbar zu platzieren.

Was erwartet die Nutzer des Haus im Park im KörberHaus?

Die Körber-Stiftung wird ihre Angebote weiterhin in den Bereichen Bildung, Kultur und Gesundheit für die Generationen 50 plus bereithalten. Auch künftig wird das Engagement der Ehrenamtlichen ein wichtiger Bestandteil sein. Das KörberHaus wird so angelegt, dass es umfangreiche Möglichkeiten bietet, innovative Konzepte für gutes Leben im Alter umzusetzen, wie z. B. moderne Präventionsangebote zum Mobillitätserhalt.

Welche Angebote des Haus im Park werden nicht mitgenommen?

Die Körber-Stiftung wird den Zweckbetrieb der Physikalischen Therapie mit Bad im Körber Haus nicht weiterbetreiben. Die angestrebte Weiterentwicklung im Bereich Gesundheit und Prävention, so wie die Körber-Stiftung ihre gemeinnützige Arbeit versteht, ist im Rahmen des kassengesetzlichen Gesundheitssystems nicht möglich. Weder mit einem kassengesetzlichen noch mit einem privaten Angebot wird die Körber-Stiftung im Körber-Haus anderen Anbietern Konkurrenz machen. Besucher und Patienten unserer physikalischen Therapie, die nach dem Jahr 2019 Therapie-Angebote mit oder ohne Schwimmbad in Bergedorf suchen, werden wir bei dieser Suche unterstützen.

Was passiert mit dem Theater aus dem Haus im Park?

m KörberHaus wird ein barrierefreier, 1.000 m² großer, moderner Theatersaal mit rund 400 Sitzplätzen entstehen. Die Körber-Stiftung wird wie bisher den Betrieb finanziell und personell ermöglichen. Bespielt wird das Theater durch den Lichtwark-Ausschuss des Bezirksamtes und das Altonaer Theater zusammen mit den Hamburger Kammerspielen. Auch künftig zeigen Laien- und Schultheater, Chöre, Vereine, Kulturveranstalter und andere Institutionen vielseitige Bühnenstücke.

Was passiert mit dem Gebäude und Grundstück des Haus im Park?

Die Körber-Stiftung ist nicht Eigentümerin des Grundstücks am Gräpelweg, sondern der Bezirk. Der Stiftung wurde das Grundstück zur Nutzung und Bebauung überlassen, 1977 wurde das Gebäude darauf errichtet. Die Körber-Stiftung wird das Haus im Park beim Auszug dem Bezirk »besenrein« übergeben. Über den weiteren Umgang mit dem Grundstück und Gebäude werden die von den Bürgern gewählten Abgeordneten der Bezirksversammlung entscheiden. Bislang gibt es von Seiten des Bezirkes keine Festlegung hinsichtlich der künftigen Nutzung des Grundstücks Gräpelweg.

Die Körber-Stiftung ist Eigentümerin des angrenzenden Grundstücks an der Lamprechtstraße 6a, auf dem sich u.a. der Parkplatz des Haus im Park befindet. Es gibt von Seiten der Stiftung zurzeit keinerlei Pläne für die künftige Verwertung des Areals.

Wie werden die Bürger bzw. künftigen Nutzer über das Projekt informiert und beteiligt?

Im Juli 2016 wurden u. a. in einer Veranstaltung und einer dreiwöchigen Online-Beteiligung (www.mitten-in-bergedorf.de) Ideen und Anregungen für den Architekten-Wettbewerb zusammengetragen. Die Ergebnisse werden im Herbst 2016 öffentlich vorgestellt.

Parallel zur Gebäude-Planung wird im kontinuierlichen Dialog zwischen den Kooperationspartnern ein Nutzungs-Konzept für das KörberHaus entwickelt. Dabei sollen die Nutzer von ihren Institutionen gezielt mit einbezogen werden.

Die Nutzerinnen und Nutzer des Haus im Park haben bereits in einem ersten Schritt in einer moderierten Ideen-Werkstatt am 20. Juli 2016 Ideen und Anregungen für das künftige KörberHaus gesammelt. Ihr Expertenwissen wird auch im weiteren Planungsprozess themenspezifisch einfließen. Die Körber-Stiftung wird die Öffentlichkeit kontinuierlich über den Planungsstand informieren.

Wie ist die weitere Zeitplanung?

Bis Ende 2016 startet ein Architekten-Wettbewerb zur Gestaltung des Gebäudes und der Freiflächen. Der Sieger-Entwurf des Wettbewerbes wird 2017 ermittelt. Eine Fertigstellung des Gebäudes wird bis Ende 2019, spätestens 2020 angestrebt.

Wird für den Betrieb des KörberHauses eine Koordinationsstelle bereitgestellt?

Der Bezirk Bergedorf und die Körber-Stiftung werden gewährleisten, dass im laufenden Betrieb des KörberHauses die für das Management nötigen personellen Ressourcen zur Verfügung stehen. Dies umfasst die Koordination der Kooperationspartner sowie Querschnittsaufgaben, die nicht von den einzelnen Trägern allein übernommen werden können.

Was passiert bis zum Umzug im Haus im Park?

Die Angebote des Haus im Park werden mit gleichem finanziellen und personellen Engagement wie bisher weitergeführt.

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