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Meldung

KörberHaus will soziale Barrieren abbauen

Soziale Barrieren aufgrund von Einkommen und Bildung erschweren älteren Menschen oft eine gesellschaftliche Teilhabe. Studierende der Fächer Soziologie und Politikwissenschaft der Universität Hamburg haben ein Jahr lang das Älterwerden in Hamburg-Bergedorf beobachtet. Die Ergebnisse sollen im zukünftigen KörberHaus berücksichtigt werden.

In einer qualitativen Studie, basierend auf dem Ansatz des »Community-Based Research«, einem aus den USA stammenden Forschungsansatz, sind Studierende der Bachelor- und Master-Studiengänge Soziologie und Politikwissenschaft der Universität Hamburg gemeinsam mit älteren Bergedorferinnen und Bergedorfern der Frage des Älterwerdens in Bergedorf nachgegangen. Die Besonderheit der Methode zeichnet sich durch eine Mitarbeit von Vertreterinnen und Vertretern aus der zu untersuchenden Gemeinschaft im gesamten Forschungsprozess aus. Und sie bietet im Miteinander von Alltagsexperten und Wissenschaftlern die Chance, eine Brücke zwischen universitärem Arbeiten und Gesellschaft zu bauen.

Bei der öffentlichen Vorstellung der Ergebnisse im Haus im Park der Körber-Stiftung wurde besonders intensiv diskutiert, dass es zwischen den Zielgruppen der KörberHaus-Partner aufgrund von Unterschieden in Einkommen und Bildung soziale Barrieren gäbe und dass dies die Begegnung der unterschiedlichen sozialen Gruppen erschwere. Die Mitdiskutierenden wurden sich schnell einig, dass es umso dringender einen nicht-kommerziellen Begegnungsort in Bergedorf brauche. Im KörberHaus seien gemeinsame Programme und Aktivitäten wichtig, um die Gruppen zusammenzuführen. Auch der Angst vor Neuem, die auf allen Seiten der Befragten deutlich wurde, sei mit dem gegenseitigen Kennenlernen und der gemeinsamen Gestaltung des KörberHauses zu begegnen.

Das Engagement der Körber-Stiftung für Ältere in Bergedorf und das geplante KörberHaus, der neue Begegnungs- und Kulturort für alle Generationen im Bezirk, erwiesen sich als ein aktuelles und relevantes Forschungsthema. In Kooperation mit der Körber-Stiftung startete das Projektbüro Angewandte Sozialforschung, das sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sowie als Vermittler zwischen Lehre und Praxis versteht, im Herbst 2018. In drei Teams wurde zu den Erwartungen an das kulturelle Angebot in Bergedort, zu den Hürden und Möglichkeiten für Inklusion im zukünftigen KörberHaus und zur institutionellen Vernetzung Älterer gearbeitet. Auch die Forschungsfragen, -design, Interviews und Fragebögen haben Studierende und ihre Co-Forscherinnen und -Forscher gemeinsam entworfen. Aufgrund der geringen Anzahl der Befragten sind die Ergebnisse qualitativ und nicht repräsentativ zu bewerten.

Alle Ergebnisse der Forschungsarbeiten, auch zur Bergedorfer Kulturlandschaft, zur Wirksamkeit ihrer Bewerbung und zur Vernetzung Älterer in Institutionen gibt es hier im Detail.


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