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Wissenschaft und Forschung

Anregungen aus Wissenschaft und Forschung

Fragen des demografischen Wandels und des Zusammenlebens in unserer immer diverser werdenden Gesellschaft bilden einen Schwerpunkt der Arbeit der Körber-Stiftung. Das größte Praxisprojekt der Stiftung, das Haus im Park, stellt sich diesen Entwicklungen und bereitet sich mit dem Umzug in das KörberHaus, dem neuen kommunalen Kultur- und Begegnungszentrum in Hamburg-Bergedorf, auf Herausforderungen des demografischen Wandels vor Ort vor. Für die konzeptionelle Gestaltung der Möglichkeiten und Angebote im KörberHaus haben wir wichtige Anregungen aus unserer Zusammenarbeit mit diesen Wissenschaftlern und Experten gewonnen:

Prof. Dr. Jean-Philippe Viriot Durandal,
Professor der Soziologie, Université de Lorraine in Metz

Gründer und Präsident des REIACTIS, eines internationalen Netzwerks für Soziologen, Humanwissenschaftler sowie Stakeholder, die zu den Themenfeldern »Alter«, »Bürgerschaft« und »Sozio-ökonomische Integration« arbeiten. Seit vielen Jahren forscht Viriot Durandal zur Rolle von Älteren als aktive Bürger und blickt aus sozialgerontologischer Sicht auf die Engagementpotenziale von Älteren.

Prof. Dr. Thomas Klie
Leiter des Zentrums für zivilgesellschaftliche Entwicklung, Evangelische Fachhochschule Freiburg

Inhaber des Lehrstuhls für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem soziale Gerontologie, Pflege und Pflegerecht sowie Zivilgesellschaft und Teilhabe; Mitglied der 6. und 7. Altenberichtskommission sowie Vorsitzender der 2. Engagementberichtskommission der Bundesregierung.

Dr. Reiner Klingholz
Geschäftsführender Direktor, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Mitglied der Enquete-Kommission »Demografischer Wandel – Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik« des Landes Niedersachsen (2007); Initiator und Leiter zahlreicher Studien zum demografischen Wandel.

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse
Direktor des Instituts für Gerontologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg (Kollaborationszentrum der WHO) und Vorsitzender der Altenberichtskommission der Bundesregierung; Mitglied des Technischen Komitees der Vereinten Nationen zur Erstellung des International Plan of Action on Ageing. Das »Mitverantwortliche Leben im Alter« steht bei der Forschung des Gerontologen im Vordergrund: Konzepte zur Erhaltung und Förderung der Selbständigkeit im Alter, sowie zu altenfreundlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten, insbesondere für Menschen mit Erkrankungen; Untersuchungen zu den Altersbildern in der Gesellschaft und den damit verbundenen intergenerationellen Beziehungen sind ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit.

PD Dr. Peter Kruse, †
Zukunftsforscher und Psychologe, Universität Bremen

Gründer der nextpractice GmbH, die sich auf die strategische und praktische Begleitung von kulturellem Wandel sowie Trend- und Zukunftsforschung spezialisiert hat. Als Leiter der qualitativen Studie »Alter: Leben und Arbeit« (2013), untersuchte er die kollektiven Wertemuster der Deutschen und wies vier Alterstypen mit sehr unterschiedlichen Einstellungen zu Solidarität und Gemeinschaft nach.

Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr
Bundesministerin a. D. für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit

Von 1986 bis 1998 hatte sie den Lehrstuhl für Gerontologie an der Universität Heidelberg inne. 1995 wurde sie in den wissenschaftlichen Gründungsvorstand des Deutschen Zentrums für Altersforschung an der Universität Heidelberg berufen, für dessen Gründung sie sich aktiv eingesetzt hatte. Seit Oktober 1997 ist Ursula Lehr Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie. Von 2010 bis 2015 war sie Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Prof. Lehr war die Ideengeberin für das Haus im Park. Sie plädiert für einen Umgang mit dem Alter, der die sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Bedürfnisse der Menschen gelichermaßen berücksichtigt.

Dr. Christoph Rott, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Institut für Gerontologie
Promovierte im Fach Psychologie bei Prof. Lehr zur »Struktur und Dynamik der Intelligenz im Alter«. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Hochaltrigkeit / Hundertjährige, funktionale Gesundheit im Alter, Lebensbewertung im hohen Alter, geistige Leistungsfähigkeit und körperliche Aktivität im Alter, sowie Gesundheitsförderung und Prävention im Alter. Rott ist Ko-Projektleiter der Zweiten Heidelberger Hundertjährigen-Studie.

Natalie Turner
Senior Advisor, American Association of Retired People (AARP)

Natalie Turner arbeitet zu den Themen Gesundheit, Langzeitpflege, Demenz und internationale Freiwilligenarbeit. Bei der AARP verantwortet sie die internationale Netzwerkarbeit und pflegt unter anderem die Beziehungen zu Organisationen wie der Weltgesundheitsbehörde (WHO), der Age UK und der Europäischen Union sowie zu weiteren Nichtregierungsorganisationen. Außerdem ist sie Koordinatorin der der WHO angeschlossenen AARP Network of Age-Friendly Communities.

Alexander Künzel
Vorstandsvorsitzender, Bremer Heimstiftung und Sprecher »Netzwerk SONG: Soziales neu gestalten«

Die Bremer Heimstiftung steht für innovative Altenarbeit und neue Formen des sozialen Miteinanders in den Quartieren. Sie betreibt mehr als 25 Standorte in Bremen.

Studien und Tagungsberichte

Repräsentative Umfrage: »Altern in Deutschland«
Zum Auftakt des Arbeitsschwerpunkts »Alter neu erfinden« untersuchte die Körber-Stiftung die Einstellungen von verschiedenen Generationen zum Alter (2012).

Ergebnisse der qualitativen Studie »Alter: Leben und Arbeit«
Contra Effizienzschraube und pro Solidarität: Ergebnisse der nextpractice-Studie und Dokumentation der Netzwerkkonferenz »Was die Deutschen wirklich über das Alter denken« (20.02.2013)

»Produktiv im Alter«
Deutschland braucht die Älteren. In unserer alternden und schrumpfenden Gesellschaft leisten sie über ihre Produktivität und ihr Engagement einen immer wichtigeren Beitrag für die Stabilität des Zusammenlebens. Politik und Unternehmen sind deshalb gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen für ein längeres Arbeitsleben zu schaffen. Wie genau diese Bedingungen aussehen sollten, zeigen das Berlin-Institut, die Körber-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung in der gemeinsamen Studie »Produktiv im Alter«. (Oktober 2013)

»Stadt für alle Lebensalter«
In ihrer neuen Studie »Stadt für alle Lebensalter« zeigen das Berlin-Institut und die Körber-Stiftung, wie unterschiedlich deutsche Städte altern und wo sie bereits nachahmenswerte Konzepte für den Umgang mit den Älteren entwickelt haben. (November 2014)

Tagungsbericht 5. Symposium »Potenziale des Alters«
Um das Thema Alter in der Kommune ging es beim fünften Symposium »Potenziale des Alters« in der Hamburger Körber-Stiftung. Neben Podiumsgesprächen und Vorträgen wurde eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zur Situation in deutschen Städten präsentiert. Ausgewählte deutsche und internationale Good-Practice-Beispiele waren die Basis für praktische Handlungsimpulse und den kollegialen Austausch derer, die lokal die Themen Alter und Demografischer Wandel verantworten. (2014)

Broschüre »Engagement und Alter«
In der Broschüre »Engagement und Alter. Warum, wofür und wie? Antworten und gute Praxis« finden sich Antworten auf die Fragen, warum Engagement und Alter natürliche Verbündete sind, wofür das Engagement Älterer im demografischen Wandel besonders gebraucht wird und wie man es fördern kann. Darüber hinaus werden darin ausgewählte internationale Good-Practice-Beispiele präsentiert, wie die Förderung und Rahmung vom Engagement Älterer besonders gut gelingen kann. (Mai 2016)

Evaluation des Haus im Park
Bericht an die Körber-Stiftung
von Eric Schmitt, Andreas Kruse, Jörg Hinner, 2015
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Instituts für Gerontologie

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