• v.l. Sabine Bode, Gabriele Heise<br />(Foto: Körber-Stiftung)

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    Kriegsenkel

    Die Autorin Sabine Bode thematisiert in ihrem Buch »Kriegsenkel« die unbewussten und unverarbeiteten Erfahrungen der Kriegsgeneration und die Folgen für deren Kinder, die heute 40- bis 60-Jährigen. Am 3. September sprach sie darüber mit Gabriele Heise im KörberForum. Aktueller Podcast!

    Ausgangspunkt war das Buch der Autorin mit dem Titel »Kriegsenkel«, in dem sie nach den Auswirkungen des elterlichen Verdrängens erlebter Kriegstraumata für die Nachfolgegeneration fragt. Ihre These: Der Zweite Weltkrieg prägt uns heute mehr, als wir denken. Denn wer traumatisiert ist, erzieht seine Kinder anders. Obwohl sie den Krieg nie erlebt haben, berichten diese so genannten Kriegsenkel ebenfalls von Verlust- und Mangelerfahrungen, von Sinnkrisen und Unzufriedenheit trotz Wohlstand und Fleiß.

    Viele der rund 380 Publikumgsgäste bestätigten die These von Sabine Bode, einige ergänzten die Befunde der Autorin durch Einblicke in eigene Lebens- und Familiengeschichten. Sie berichteten von der ganz besonderen Prägung ihrer Familien durch die Kriegsvergangenheit zu der auch zahlreiche verborgene Geheimnisse gehörten. Das sehr intensive Gespräch an diesem Abend war eine gemeinsame Suche nach einer gelungenen persönlichen Vergangenheitsbewältigung und der Versuch, sich dem stillen Erbe einer ganzen Generation zu stellen.

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